In der Chinchilla-Haltung spielt die Natur eine wichtige Rolle. Getrocknete Kräuter und Blüten sind nicht nur Futter, sondern können auch das Wohlbefinden der Tiere unterstützen. Dabei ist Vorsicht geboten: Naturheilmittel ersetzen keinen Tierarzt, aber sie können eine sinnvolle Ergänzung sein.
Kamille wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Ein bis zwei getrocknete Blüten pro Woche können bei leichten Verdauungsbeschwerden helfen. Fenchelsamen fördern die Verdauung und können bei Blähungen gegeben werden. Brennnessel ist reich an Mineralien und stärkt das Immunsystem.
Echinacea-Kräuter (Sonnenhut) werden von manchen Haltern zur Immunstärkung gegeben, besonders in der kälteren Jahreszeit. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt, aber Nebenwirkungen sind bei kleinen Mengen nicht bekannt.
Das Sandbad ist die natürlichste Form der Körperpflege. Attapulgit-Sand absorbiert überschüssiges Fett und Feuchtigkeit aus dem dichten Fell. Manche Halter mischen einen Teelfel getrocknete Rosenblätter unter den Sand, was einen angenehmen Duft hinterlässt und leicht antibakteriell wirkt. Weitere interessante Informationen finden Sie bei tierfreundliche Unterkünfte in Frankreich.
Bei trockener Haut im Winter kann ein Tropfen kaltgepresstes Leinöl ins Futter helfen. Nicht öfter als einmal pro Woche und nur, wenn die Haut tatsächlich Probleme zeigt. Gesundes Fell braucht kein Öl.
Naturheilmittel sind kein Ersatz für eine tierärztliche Behandlung. Bei Zahnproblemen, starkem Durchfall, Pilzbefall oder Verletzungen muss der Tierarzt ran. Wer sein krankes Chinchilla mit Globuli und Bachblüten behandelt statt zum Tierarzt zu fahren, gefährdet das Tier. Die Natur kann unterstützen, aber bei ernsthaften Erkrankungen braucht es Medizin.
Ein gesunder Mittelweg ist ideal: hochwertige Kräuter als Ergänzung, artgerechte Haltung als Basis und bei Krankheit sofort zum Fachmann.