Krankheitsberichte aus erster Hand sind für andere Halter Gold wert. Wenn das eigene Chinchilla plötzlich krank wird, hilft es enorm zu wissen, dass andere dasselbe durchgemacht haben. Hier teilen Mitglieder unseres Fanclubs ihre Erfahrungen.
Pika, eine sechsjährige Standard-Graue, begann im März 2008 langsam abzunehmen. Ihre Halterin Marina bemerkte es erst, als das wöchentliche Wiegen einen Verlust von 40 Gramm zeigte. Der erste Tierarzt fand nichts. Erst der zweite, ein Exotenspezialist, entdeckte im Röntgenbild einen Zahnwurzelabszess am linken Unterkiefer.
Die Behandlung dauerte acht Wochen: Antibiotikum, Spülungen, Päppeln mit Critical Care. Marina fütterte Pika viermal täglich mit der Spritze. Der Abszess heilte, aber Pika verlor zwei Backenzähne und brauchte fortan regelmäßige Zahnkontrollen alle drei Monate. Heute, zwei Jahre später, ist Pika stabil bei 580 Gramm und frisst selbstständig.
Felix bekam plötzlich starken Durchfall, nachdem sein Halter Jan eine neue Heusorte eingeführt hatte. Jan hatte das Heu von einem Tag auf den anderen komplett gewechselt, anstatt langsam umzustellen. Innerhalb von 24 Stunden hatte Felix wässrigen Kot und saß apathisch in der Ecke. Weitere interessante Informationen finden Sie bei tierfreundliche Restaurants in Frankreich.
Der Tierarzt verschrieb Bird Bene Bac und RodiCare, beides Präparate zur Stabilisierung der Darmflora. Jan stellte auf das alte Heu zurück und mischte die neue Sorte über zwei Wochen langsam unter. Felix erholte sich innerhalb von drei Tagen vollständig. Die Lektion: Futterumstellungen immer schrittweise über mindestens zehn Tage.
Jeder Krankenbericht lehrt uns etwas. Die wichtigsten Lektionen: wöchentliches Wiegen ist Pflicht, Futterumstellungen immer langsam, und der richtige Tierarzt ist entscheidend. Wenn Ihr Tierarzt beim Thema Chinchilla unsicher wirkt, suchen Sie einen Spezialisten. Die Fahrt zum nächsten Exotenpraxis lohnt sich immer.