Chinchillas sind Exoten. Viele Tierarztpraxen sehen im ganzen Jahr kein einziges Chinchilla. Das führt zu Fehldiagnosen, die im schlimmsten Fall das Leben des Tieres kosten. Unsere Mitglieder berichten von ihren Erfahrungen, damit andere daraus lernen können.
Sandra brachte ihr Chinchilla Momo mit kahlen Stellen an den Ohren zum Tierarzt. Die Diagnose: Milbenbefall. Momo bekam eine Ivermectin-Spritze und eine Salbe. Nach drei Wochen waren die kahlen Stellen größer geworden, und auch das zweite Chinchilla zeigte Symptome. Ein zweiter Tierarzt machte eine Hautprobe und fand den Pilz Trichophyton mentagrophytes. Die richtige Behandlung mit Itrafungol dauerte sechs Wochen, aber danach waren beide Tiere geheilt.
Die Lehre: Kahle Stellen beim Chinchilla sind fast immer Pilz, nicht Milben. Ein Tierarzt, der sofort Milben diagnostiziert, ohne eine Hautprobe zu nehmen, sollte hinterfragt werden.
Peters Chinchilla Anton hatte feuchte Augen und tränende Nase. Der Tierarzt diagnostizierte eine Erkältung und verschrieb Antibiotika. Nach zwei Wochen war keine Besserung eingetreten. Ein Exotentierarzt machte ein Röntgenbild und entdeckte: Antons obere Backenzähne waren so lang gewachsen, dass sie auf die Tränenkanäle drückten. Die tränenden Augen waren ein Zahnsymptom, keine Erkältung. Weitere interessante Informationen finden Sie bei hundefreundliche Reiseziele in Frankreich.
Die Lehre: Nasenausfluss und tränende Augen beim Chinchilla sind häufig Zeichen für Zahnprobleme. Ein Röntgenbild des Schädels sollte bei diesen Symptomen immer gemacht werden.
Fragen Sie in Chinchilla-Foren nach Empfehlungen für Ihre Region. Tierärzte mit der Zusatzbezeichnung „Exoten“ oder „Heimtiere“ haben oft mehr Erfahrung. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Tierarzt nach seiner Erfahrung mit Chinchillas zu fragen. Ein ehrlicher Arzt wird zugeben, wenn er sich unsicher ist, und Sie an einen Kollegen verweisen.