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Giardien - ohne typische Anzeichen

Nie wieder so lange warten!!! Zahnprobleme meiner Miss

Giardien - Metronidazol und fast tote Chins

Nie wieder so lange warten!!! - Zahnprobleme meiner Miss
Heut erz√§hl ich euch die Geschichte meiner kleinen Zahnpatientin Miss.Ich m√∂chte n√§mlich nicht, dass andere auch so lange warten wie ich und ein Chin so leiden muss! Es fing alles damit an, dass sie pl√∂tzlich etwas gesabbert hat, ich dachte mir schon oha, das werden wohl die Z√§hne sein. Habe Miss dann genau beobachtet und  immer gewogen usw. und wollte dann jetzt im August 2010 mit ihr zum Tierarzt, weil ich doch jetzt Urlaub hab und mich dann richtig um sie k√ľmmern kann. Doch nix ,da am 16.7.2010 hat mich fast der Schlag getroffen, als ich die Chins gef√ľttert habe, die kleine Maus total abgemagert und total voll gesabbert usw. ich hab dann nat√ľrlich sofort den Tierarzt angerufen, um einen Termin zu kriegen. Bis es so weit war, hab ich Miss noch auf die Waage und oh Schreck, sie hat binnen 2 TAGEN 100g abgenommen und wog nur mehr 390g und dann gleich noch eins oben drauf, der Tierarzt berichtete mir von einem richtig schiefen Zahn und davon, dass die ganze linke Seite vereitert ist. Ich war geschockt! Ich musste erst mal weinen, inzwischen der Kleinen der Zahn gek√ľrzt wurde. Vor allem der gr√∂√üte Schock, eigentlich sollte so was unter Narkose gemacht werden, was aber in diesem Zustand nicht mehr m√∂glich war‚Ķ Die Tier√§rztin meinte aber, wir versuchen es so, sie hat ihr Antibiotikum gespritzt, ein Schmerzmittel gespritzt und ich hab BeneBac (4 Tuben) und Antibiotika f√ľr die n√§chsten Tage (Orale Gabe) mitbekommen und nat√ľrlich sollte ich sie mit Critical Care f√ľttern. Das hab ich alles brav getan, doch die kleine wollte das Critical Care nicht schlucken, die hat das teilweise sogar wieder ausgespuckt! Ich war mit den Nerven echt am Ende, zum Gl√ľck hatte ich aber 4 Tage sp√§ter wieder einen Kontrolltermin beim Tierarzt. Dort war dieses Mal, zum Gl√ľck muss ich sagen, der Chef der Praxis da, der erst k√ľrzlich eine Fortbildung zum Thema Chinchilla gemacht hatte. Er hat sich dann auch das Ganze noch mal angesehen und er war entsetzt √ľber die Z√§hne und meinte, ein Zahn kann auf keinen Fall bleiben, der wackelt schon und h√§tte schon l√§ngst gezogen geh√∂rt. Gesagt getan, er verschwand mit Miss und ihr wurde wieder ohne Narkose ein Z√§hnchen gezogen, sie bekam wieder Antibiotika gespritzt und Daheim sollte ich ihr das auch noch weiterhin geben. Dann zum Thema Gewicht: da sie ja das Critical Care nicht wollte, sollte ich ihr von nun an das Pulver mit Baby-Karottenbrei mischen, denn sie MUSS wieder fressen. Die Waage zeigte nur mehr ein Gewicht von 375g an. Unser Tierarzt meinte aber, wir versuchen alles und ich soll ich 3 Tagen noch mal kommen.

Zuhause angekommen habe ich sie erstmal wieder zu ihren M√§dels in den K√§fig gesetzt und das allein fand sie schon toll. Ich glaube, meine F√ľhrsorge in der Einzelhaltung hat sie wie eine Strafe empfunden. Ich hab dann auch gleich den Tipp mit dem Karottenbrei ausprobiert und siehe da, Miss war ganz verr√ľckt nach dem Zeug, sie hat mir das sogar vom Teel√∂ffel gefressen! Ein Wunder, dachte ich mir! Ich hab sie dann, wenn ich Zuhause war, alle halbe Stunde davon fressen lassen und w√§hrend ich in der Arbeit war, hab ich ihr ein kleines Sch√ľsselchen davon in den K√§fig gestellt, wo sie dann schon alleine gefressen hat (habe ich beobachtet).

Die Tage vergingen wie im Flug und Miss ging es täglich besser, sie war wieder munterer. Ich konnte also diesmal die Praxis mit einem Strahlen betreten. Dort wurde sie dann gleich auf die Waage gesetzt und siehe da 430g! Sie hatte es geschafft! In einem Monat wollte der Tierarzt Miss noch mal sehen, um die Zähne zu kontrollieren. Gewicht ist jetzt 1 Woche später 445g und ich hoffe es steigt noch mehr.

Aus den 4 Wochen wurde nix, musste am 16 August 2010, also noch 3 Wochen, bereits wieder hin, da Miss total voll gesabbert war. Sie hat aber diesmal noch gut gefressen und brachte 400g auf die Waage. Tierarzt stellte dann fest, dass sie von einem Zahn in die Backe gepiekst wird und  hat ihr dann das Z√§hnchen gezogen und ich sollte ihr Zuhause, so lang ich seh, dass sie Schmerzen hat, Schmerzmittel geben, wobei ich es ihr gar nicht geben musste, da sie immer sch√∂n gefressen hat und ich auch nicht das Gef√ľhl hatte, als h√§tte sie Schmerzen. Heute am 27.9.2010 bringt die kleine tapfere Maus stolze 602g auf die Waage. Ich hoffe, sie nimmt weiter so flei√üig zu und ich w√ľnsche ihr und mir, dass sie lange beschwerdefrei bleibt.
Daniela M.

Giardien - ohne typische Anzeichen
Ja, so kann es auch laufen... Dachte bisher, Giardien - da gibts die typischen Anzeichen von Durchfall, Gewichtsabnahme usw. NIE wäre ich auf die Idee gekommen, dass meine Chins Giardien haben, bis ich die Diagnose schwarz auf weiß in der Hand hielt. Auslöser der Kotuntersuchung war
mein Theo mit seinen vielen Anf√§llen, damit, bevor ich die f√ľr ihn gro√üe Strapaze zum Tierarzt eingehe, vorher per Ausschlussverfahren s√§mtliche m√∂gliche Haupt- bzw. Nebenerkrankungen auszuschlie√üen. Wie gesagt, Giardien-typische Anzeichen zeigte er nicht. Er war zuletzt generell geschw√§cht durch das Kreislaufversagen (jetzt wurde ein Herzfehler diagnostiziert und entsprechend behandelt), sein Gewicht schwankte schon immer stark, seit er im September 2005 im Alter von 1,5 Jahren zu mir zog. Von 530g bei Einzug bis 620g war bei ihm alles vertreten. Dann gingen die Streitereien im K√§fig los, wurden schlimmer und schlimmer, die Anf√§lle begannen und wurden schlimmer und schlimmer, Gewicht ging nach unten - bis zur Trennung. Da aber auch bereits im Nachbark√§fig der Scheidungskrieg tobte, sich innerhalb von wenigen Wochen somit 4 Chins trennten, bei allen das Gewicht seit den Streitereien mit leichter Tendenz nach unten schwankte, bezog ich dies auf die Streitereien. HEUTE vermute ich jedoch, dass diese Zeit der Angriffspunkt f√ľr die Giardien war: das Immunsystem war angeschlagen. W√§hrend in den n√§chsten Wochen Louis in ein anderes Zuhause zog, erholte sich Tony gewichtsm√§√üig. Das Gewicht von Taps und Theo ging noch etwas weiter runter; Taps hatte gro√üe Schmerzen aufgrund einer Bissverletzung durch den Ohrnerv und litt unter Panikattacken, Theo hatte aufgrund seiner vielen Anf√§lle kaum Zeit zur Erholung.

Jedoch nach der Giardien-Feststellung entschied ich mich f√ľr die Behandlung mit Panacur. Vorher musste nat√ľrlich Theo zum Herzspezi, um m√∂gliche Nebenwirkungen abkl√§ren zu lassen.

Behandelt wurde 40 Tage durchg√§ngig mit Panacur 2,5% und pro 100g Tier 0,1ml. Dazu zwecks Vorbeugung von Darmproblemen bzw. Wiederaufbau der Darmflora 0,1ml Hylak Plus. ‚ÄúZuf√§llig‚ÄĚ ging kurz nach Diagnosestellung mein Geschirrsp√ľler kapputt, so dass ich mich beim Neuen lieber f√ľr einen teureren entschied, der eine sogenannte Hygiene-Funktion hat, so dass man s√§mtliche Inneneinrichtung der Chins lt. Hersteller praktisch Bakterien-frei bekommt. Der ‚Äúarme Kerl‚ÄĚ war kaum aufgestellt und angeschlossen, da bekam er schon gut zu tun; Tonr√∂hren, Badewannen, Tonk√∂rbe, Fressn√§pfe, Schiefersteine usw. aus 4 K√§figen zu reinigen... Da kommt ganz sch√∂n was zusammen. Dazu kamen die t√§glichen Reinigungen, viele weitere Geschirrsp√ľlg√§nge und KEIN Auslauf wegen m√∂glicher Wiederansteckung (
siehe daf√ľr Ankes Bericht √ľber Giardien). Zum Gl√ľck sahen Tony, Taps und Bengee das Panacur als Leckerli an...nachdem ein klein wenig Apfelsaft druntergemischt wurde...und schlabberten die Spritze t√§glich weg, so schnell konnte man gar nicht gucken. Tja, Theo sch√ľttelte sich und rannte weg - weder Panacur noch sein Herzmedikament waren nach seinem Geschmack. Ihn muss ich immer festhalten und ihm mehr oder weniger mit ‚ÄúGewalt‚ÄĚ sein Medikament geben. Er ist auch der Einzige, der keine Auslaufsperre hatte, denn aufgrund seines Herzfehlers waren immer wieder Pausen w√§hrend der Medikamentengabe n√∂tig. Somit durfte er im kleinsten Raum laufen, wo ich ihn ohne zu jagen nach kurzer Pause greifen konnte. Das klappte ganz gut.

Alles in allem sah ich bei allen Tieren ab dem 3. Tag der Panacurbehandlung bereits gro√üartige Ver√§nderungen: Sie wurden alle munterer und neugieriger, fra√üen mehr, das Fell ver√§nderte sich; es begann mehr zu gl√§nzen, sie erz√§hlten wieder mehr von K√§fig zu K√§fig. Die ersten 5 Tage ging das Gewicht bei allen zwischen 4 und 10g nach unten; ab dem 6. Tag stetig nach oben. Naja, Tony ist nun noch quirliger als eh schon, der rennt sich, wenn er so weiter macht, sein Gewicht nachts immer wieder ab. Schlafen ist f√ľr ihn noch mehr ein Fremdwort geworden. Manche Nacht bin ich durch sein Getobe und Astzerkleinerei schon wach geworden. Theo f√ľhlt sich durch die Medikamenteneinfl√∂√üerei nur noch genervt. W√§hrend er anfangs wie Pudding in meinen Armen hing, wehrt er sich jetzt kr√§ftig, zwickt auch schon mal in den Finger...ich k√∂nnte ja dann los lassen und ihm bleiben die Medikamente erspart, was nat√ľrlich nicht passiert.

Ich m√∂chte mit meinem Bericht aufr√ľtteln, dass man nicht mit Tunnelblick guckt, sondern auch mal √ľber den ‚ÄúTellerrand‚ÄĚ hinaus. Nat√ľrlich ist das beim Krankheiten erkennen alles andere als einfach. Ich habe nach dieser Erfahrung auch mal wieder eine Lektion gelernt und bin dankbar, letztlich die Panacurbehandlung durchgef√ľhrt zu haben, obwohl ich im Internet auf diversen Seiten/Foren sooo viele Horrorberichte gelesen hab, die mich fast davon abgehalten h√§tten, zu behandeln. Da war von Todesf√§llen und Resistenzen die Rede. Es gibt mehrere Medikamente gegen Giardien. Ich rate jedem, sich VOR Behandlungsbeginn mit Risiken und Nebenwirkungen zu besch√§ftigen und sich mit einem Tierarzt seines Vertrauens zu beratschlagen. Nat√ľrlich kann man so den Behandlungserfolg - wie bei jeder Erkrankung auch - nicht garantieren, aber man lernt die Krankheit besser kennen und verstehen, um sie zu besiegen.
Kerstin

Giardienbekämpfung durch Metronidazol und fast tote Chins

Leider brachte die Behandlung der Giardien mit Panacur nicht die gew√ľnschte Wirkung, sprich, die Giardien wurden in der Kotuntersuchung noch nachgewiesen. Daher riet mir mein Tierarzt zur Behandlung mit Metronidazol. Ich wollte das nicht, hatte ich doch zuviel Negatives dar√ľber in diversen Chin-Foren und -Seiten gelesen, jedoch versicherte mir mein Tierarzt, noch NIE schlechte Erfahrungen mit Metronidazol gemacht zu haben. Letztlich lie√ü ich meinen Verstand vor meinem Bauch siegen - ein gro√üer Fehler, wie sich sehr schnell herausstellen sollte. Hier also meine Erfahrungen:

09.11.2008
Habe am Donnerstag Abend mit Giardienbehandlung mit Metronidazol begonnen. Da nahmen es Tony und Taps freiwillig, h√§tten noch Nachschlag genommen, Ben mit spitzen Z√§hnen und Theo in Apfelmu√ü. Freitag Morgen gings mit gut zureden, aber es ging. Samstag fr√ľh hab ich mir den Wecker um 5.00 Uhr zu Chinzeiten gestellt, damit es f√ľr sie einfacher ist. Da war Taps kaum noch wachzubekommen. V√∂llig ungew√∂hnlich f√ľr ihn. Auch Ben wirkte ruhiger, musste Metro als Spritze bekommen. Tony nahm es von alleine, Theo und Taps in Apfelmu√ü. Am Tage wurden dann alle K√§fige gr√ľndlichst gereinigt, mit Hei√üluftpistole bearbeitet, Inneneinrichtung gewaschen bzw. gebacken. Da wollte mir Tony helfen, ich spielte mit ihm im K√§fig, ber√ľhrte ihn irgendwie leicht am Bauch, er schrie auf. H√§h??? Also hab ich ihn mir rausgeholt, wollte ihn ja eh grad in die Box setzen, da konnte man in Penisgegend seine Ged√§rme durchs Fell sehen und sp√ľren und bei jeder noch so leichten Ber√ľhrung quietschte er auf und verschr√§nkte seine Hinterpfoten - nur nichts anfassen, Frauchen. Sonst machte er einen fitten Eindruck. Auch zerlegte er nachts noch seine √Ąste und im Napf fehlten auch Pellets. 20g fehlten im zum Vortag. Ich gab ihm alle paar Stunden Sab Simplex, animierte ihn immer wieder zum fressen und er nahm es an und begann wieder zu k√∂teln. Abends waren die Schlingen nicht mehr zu sp√ľren und er lies leichte Ber√ľhrungen gaaaaanz kurz zu, also Verbesserung.

Nächster Patient Ben. Ben stellte das Fressen ein, egal, was ich ihm anbot, er biss rein und das wars. Ben wird nun zwangsernährt. Seine Kötel sind sooooo klein, aber es kommen noch welche. Abgenommen hat er komischerweise nicht, aber ich erkläre es damit, dass das Futter im Tier "rumliegt".

Taps hat auch eine tierische Verstopfung, nimmt aber Futter an, frischer Apfel hat ihm geschmeckt, Kräuter und ein wenig Heu auch, nur Pellets lässt er derzeit liegen. Beobachte ihn weiter.

Theo hingegen machte f√ľr seine Begriffe einen fitten Eindruck. Er wog gestern Abend 620g. Allerdings beginnt er ab heute, Sonntag, auch nicht mehr wirklich fressen zu wollen.

Tja, ich bin jetzt ein wenig ratlos, denn der Tierarzt hat mir versichert, er hat mit Metro nur gute Erfahrungen gemacht...ich hingegen habe jetzt hier 4 Patienten zu sitzen und zu pflegen. Das macht satte 100% Misserfolg.

11.11.2008
Taps frisst seit heute Nacht wieder von alleine, bekam gestern noch das Recovery von Michi, das schmeckte und animierte ihn offenbar zum ordentlich zulangen. Nachts nahm er dann von alleine Heu. Denke, er ist √ľber den Berg.

Ben verweigert weiterhin, frisst paar Kr√§uter und das wars. Gewicht h√§lt er aufgrund Zuf√ľtterung. Ihm ists Wurst, ob Critical Care oder Recovery, alles mit "Gewalt". Gestern Abend fing er an zu erz√§hlen, Bauch ist weich, aber er knirscht mit den Z√§hnen. Hab ihn heute Morgen noch "abgef√ľllt" und werde heute nach Arbeit entscheiden, ob Tierklinik wegen evtl. Zahnspitzen. K√∂tel werden gr√∂√üer und mehr und er hopste schon wieder ganz gut. Somit hoffe ich noch auf "nur" Unp√§sslichkeit.

Abends wurde Ben noch an den Zähnchen operiert. Dabei wurde noch ne komplette Fehlstellung festgestellt, sprich, er hat eigentlich gar keine richtigen Zähne oben, die sind nur zu sehen, aber komplett in Höhe des Zahnfleisches. Ich weiß es, weil ich bei der OP dabei stand. Übrigens ohne Narkose, mit demselben Werkzeug und Zahnspreizer wie Schweigert. Ach ja, eigentlich ein Wunder, dass er noch nie Zahnprobleme hatte und schon 9 Jahre alt ist. Er muss es bisher gut kompensiert haben. Dann hat er noch ne beginnende Entmineralisierung... Fressen tut er noch nicht wirklich von alleine, nur paar Kräuter und matschige Dinge. Aber er erzählt viel und hat nix abgenommen.

√úbrigens war die Tier√§rztin schockiert √ľber Einsatz Metro bei Chins. Wir arbeiten gerade an einer sp√§teren Weiterbehandlung, wenn alle wieder fitt sind.

13.11.2008
Tonys Darmschlinge wird kleiner und kleiner und die K√∂tel gr√∂√üer und gr√∂√üer - Sorgenkind ade¬ī

Taps frisst Heu und paar Pellets und K√∂tel sahen gestern Nacht aus wie immer - n√§chstes Sorgenkind ade¬ī

Theolinchen hopst munter und vergn√ľgt durch seine Bude, ihm gef√§llt, dass alles einen neuen Platz nach Hei√üluftreinigung bekommen hat. Er frisst gut und k√∂telt gut. Auch das Herzchen macht gut mit, also alles im gr√ľnen Bereich.

Bengee wehrt sich mit allem, was ihm an Kraft zur Verf√ľgung steht, gegen Medikamente f√ľr seine Verdauung, gegen Wasser, gegen Critical Care, Recovery und Co. Er strampelt, knickt den Kopf ein, regt sich auf, bis man auf den Ohren Spiegeleier braten k√∂nnte...manchmal denke ich "Nahrung drin - Patient an Aufregung gestorben". Es ist ein Kampf. Stehe ich daneben, nimmt er paar Kr√§uter zu sich, setzt sich auf meine Hand oder kuschelt sich nach F√ľtterung unter meine Jacke. Wer Bengee kennt...da brauch ich jetzt nichts weiter zu schreiben...klarer Fall, ihm gehts Mega-Schei√üe. Auch hat er v√∂llig sein Bei√üen "vergessen". Die K√∂tel werden auch immer kleiner, der Bauch immer dicker, aber weich, ich massiere ihn, so er es zul√§sst. Ansonsten quiekt er dann aber ganze Romane, kommt sofort ans Gitter, wenn ich nur das Zimmer betrete. Kenne ich gar nicht von ihm.

Fragt mich nicht nach einer Prognose. Nachdem ich wei√ü, was es bedeutet, wenn ich ein lebendes Tier mit einem Namen eines schon gegangenen anrede, denke ich dar√ľber derzeit nicht weiter nach. Ich mache mir riesige Vorw√ľrfe, mich auf dieses Metro √ľberhaupt eingelassen zu haben und muss mich evtl. mit der Tatsache auseinandersetzen, Bengee quasi umgebracht zu haben, sollte er es nicht schaffen. Zahnfehlstellungen hin oder her. Fakt war, dass er es 9 Jahre lang so kompensiert hat, dass er bisher nie Probleme damit hatte und diese evtl. nur ausgel√∂st wurden. Aber vielleicht hat er Gl√ľck und es wird, wie bei Theo, eine einmalige Zahnbehandlung bleiben.

Bengees Wunsch ist, nicht noch mal zum Tierarzt zu m√ľssen, was sich aber vermutlich leider nicht erf√ľllt, denn wenn er weiter nix frisst, bleibt ihm nur der Gang in die Tierklinik.

14.11.2008
Ben frisst noch immer nicht selbst und auch bei sämtlichen Sorten Zwangsernährung weigert er sich mit steigender Tendenz. Er nimmt nur mal paar Kräuter zu sich, trinkt nichts von alleine. Bengee kuschelt viel bei mir, was er sonst nie gemacht hat, ist im Käfig ziemlich kalt (Kreislauf) und wärmt sich dann quasi bei mir unterm Pullover auf.

Nachmittags nach der Arbeit gabs nur noch K√∂tel in Miniaturformat in Kette und ganz dunklen Urin. Also eingepackt, Ben nochmals zwangsern√§hrt und anschlie√üend zur Tier√§rztin. Die war nicht begeistert, logisch, ich auch nicht, hat Blut abgenommen. Sonntag bekomme ich telefonisch das Ergebnis. War f√ľr mich ja das erste Mal, dass ich sehen konnte, wie man Chins Blut abnimmt und war erstaunt, wie viel das wie schnell rausl√§uft. Ben hat total still gehalten, nicht mal quiek gemacht. Allerdings meinte die Tier√§rztin, alles in allem siehts bei ihm nach beginnendem Ende aus, sprich, Niere l√§sst in ihrer Arbeit nach. Bauch ist total weich, also halten ihn keine Bl√§h-Bauchschmerzen vom Fressen ab und auch die Z√§hne sind (noch) ok.

Abends dann wars schon etwas mehr ein Kampf, in Ben was reinzubekommen, am besten ging noch Wasser. √úbrigens gibts jetzt beim Tierarzt F√ľtterspritzen 10ml, die vorne einen breiteren Durchlass haben, dass Critical Care und was auch sonst dergleichen auf dem Markt ist, durchpasst. Die sind wohl neu auf dem Markt und es geht in der Tat einfacher. Nur mal so am Rande, sollte sich jeder f√ľr den Notfall besorgen.

15.11.2008
Heute Morgen war gar nichts mehr zu machen beim Ben. Wasser 1ml nach 30min Kampf plus 2ml Rodi Care nach weiterer Stunde Kampf. Dann hab ich erst mal aufgegeben, weil er nicht mehr konnte und anfing, wie ein Asthmakranker zu japsen. Nun sitzt er bei mir auf der Couch in der Transportbox und sieht mir beim Mail schreiben zu. Auch schon mal, um zu sehen, ob und was und wie viel er von alleine zu sich nimmt. Das Gewicht h√§lt sich relativ gut, trotzdem immer weniger Nahrung rein geht. Allerdings wird er sehr kn√∂chrig und ist schnell ersch√∂pft. Abgesehen davon quiekt er vergn√ľgt beim Laufen, als w√§re er voll gesund, putzt sich und wirkt beim Anschauen, als w√§re alles in bester Ordnung. Irgendwie - ich wei√ü, dass muss sich jetzt m√§chtig bescheuert f√ľr euch anh√∂ren - wirkt er in sich total gl√ľcklich. Wie man sich auf keinen Fall auf den ersten Eindruck beim Chin verlassen darf, m√∂chte ich hiermit noch einmal unterstreichen. Wenn er sich erholt hat, versuche ich nat√ľrlich erneut, irgendwas in ihn reinzubekommen. Ich sage aber auch ganz ehrlich, dass ich diese Art der Nahrungsverweigerung noch sehr gut von meinem Teddy kenne und Teddy wusste auch sehr gut, wann es Zeit war. Dies bef√ľrchte ich beim Ben auch, auch wenn ich den Gedanken doch wegschieben will. Ich habe mit ihm dar√ľber gesprochen und ihn gebeten, mir ein klares Zeichen zu geben, welchen Weg er gehen m√∂chte.

16.11.2008
Blutergebnis: Leber gesch√§digt, wobei derzeit nicht 100% gesagt werden kann, ob wegen Metro, Verdacht liegt aber nahe. Die Werte der wei√üen Blutk√∂rperchen deutet auf Entz√ľndung im K√∂rper hin, alle Blutwerte ansonsten liegen noch halbwegs im von ihr erwarteten Bereich und passen zur leichten Verbesserung seines Befindens, also nicht so schlimm, wie vermutet. Solange der Harn noch so dunkel konzentriert rauskommt, soll ich weiter Fl√ľssigkeit zuf√ľhren, um so besser wird das Gift im K√∂rper abgebaut und ausgeschieden.

20.11.2008
Ben hat sich von Tag zu Tag mehr erholt und Gewicht von um die 600g jetzt erst mal gehalten. Hat vorgestern und gestern nur noch abends "Flasche bekommen" und sich nachts und tags√ľber von Kr√§uter ern√§hrt und in die Pellets gepieselt - klar Stellung bezogen, was er von meinem nichtmehrFullService h√§lt. Ok, so lieben wir ihn doch. Das Z√§hneknirschen ist fast weg, wobei ich ja an erneute Zahnspitze dachte, aber wohl vermutlich noch mit Unwohlsein zu tun hat, denn Fressen k√∂nnen - das kann er, wenn er will... Die K√∂tel sind gr√∂√üer, wenn auch noch weit an gewohnt weg. Ich werde jetzt also bis morgen versuchen, dass er sich alleine ausreichend ern√§hrt und hoffe, das klappt so. Ich beobachte ja akribisch jede Ver√§nderung im Napf und bekomme schon mit, was er bzw. wenn er nicht frisst.

22.11.2008
Bengee quiekt munter fr√∂hlich vor sich hin, frisst allerdings noch nicht so viel alleine, dass ich das Zuf√ľttern lassen konnte, allerdings nimmt er seit gestern Abend die Spritze freiwillig an, ich muss ihn also nicht mehr "mit Gewalt" festhalten. Eine riesige Entlastung f√ľr uns beide. Was mir Gedanken macht, dass er nichts trinkt, egal aus welchem Flaschensystem oder aus Schale, nichts! Ich werde also das Rodi Care sooo d√ľnne machen, dass er damit seine Fl√ľssigkeit bekommt.

Die K√∂tel sehen noch dementsprechend aus, klein, hart, vertrocknet kommen sie schon aus ihm raus. Daf√ľr aber Massen davon. Bauch ist weich. Er nagt ein wenig an √Ąsten, hartem Brot, Ytonstein, also Z√§hnchen scheinen ok zu sein. Auff√§llig auch, dass, sobald Rodi Care in ihn hinein‚Äúgestopft‚Äú wird, kommen hinten nach paar Minuten gr√∂√üere K√∂tel raus. F√ľr mich ein Zeichen, dass er sich definitiv noch nicht alleine ausreichend ern√§hren kann. Gewicht ist trotz allem auf 611g angestiegen.

21. Juni 2005 kurz vor 23 Uhr
Bereits im Pyjama will ich nur noch Gini von ihrem Auslauf wieder in ihr Heim versorgen. Sie sitzt mitten im Zimmer an einem Heuhalm knabbernd und auff√§llig schnell l√§sst sie sich von mir in die H√§nde nehmen, nur noch um ihr Augentropfen zu verabreichen. Wie immer wehrt sie sich als ich ihr Auge betr√§ufeln will aber ihre Abwehr-Verrenkungen erscheinen mir dann doch sehr ungew√∂hnlich. Auf dem Boden abgesetzt erkenne ich das sie beim Versuch zu Laufen ihr linkes Beinchen weggestreckt von ihrem K√∂rperchen liegt. Der diensthabende TA der Tierklinik empf√§ngt uns auch sofort und nach kurzer Palpation r√∂ntgt er Ginis Bein auch gleich. Die Nachricht h√§tte kaum schlimmer sein k√∂nnen; eine Tr√ľmmerfraktur. Jetzt ist es aus dachte ich mir und wollte es gar nicht wahrhaben. Doch der TA hat er uns von der M√∂glichkeit eines Spickdrahtes in Kenntnis gesetzt den der TA-Chirurg einsetzen k√∂nnte. Wer h√§tte das gedacht bei dem d√ľnnen Knochen? Das Risiko bestand nur darin, dass Ginis K√∂rper den Draht absto√üen w√ľrde. Die Chancen standen aber gut und Gini war schon immer √ľberaus wiederstandsf√§hig gewesen und so konnte das Ende meiner S√ľ√üen einfach nicht aussehen. So musste Gini in der Transportbox √ľbernachten um m√∂glichst Bewegungen einzuschr√§nken bis wir am n√§chsten Tag  telefonisch zur OP bestellt wurden wo ich Gini nur schweren Herzens zur√ľck lies. Gleich nach der OP rief mich Dr. Weideli an und berichtet mir das meine Kleine den Eingriff gut √ľberstanden hatte. Zwar war die OP nicht einfach gewesen, aber mittels Durchleuchtung war eine genaue Fixierung des Drahtes und des Knochens m√∂glich. Gini schlief und ihre Werte waren alle OK. Fr√ľh am n√§chsten Morgen fuhr ich voll Freude auf dem Weg zur Arbeit in der Klinik vorbei und brachte meiner S√ľ√üen ihr Futter mit. In der Klinik hatten sie nur Pellets und ich wusste Gini w√ľrde die nicht anr√ľhren, aber Fressen war jetzt ganz wichtig f√ľr sie. Allerdings war der Schock gro√ü als ich meine S√ľ√üe sah; ein v√∂llig kahlrasierter zierlicher und gebrechlicher Po war zu sehen, nur mit einem Pelzm√§ntelchen √ľber dem Oberk√∂rper, und einer doch gro√ü wirkenden Naht am linken Oberschenkel. Trotzdem war ich √ľbergl√ľcklich das sie wohlauf war und sogar etwas hartes Brot gefressen und Wasser zu sich genommen hatte. Sie lies sich nicht zweimal bitten als ich ihr Futter reinstellte, was mich nat√ľrlich noch gl√ľcklicher machte und ein gro√üer Stein der Erleichterung fiel mir vom Herzen. Noch 1 oder 2 N√§chte wollten sie Gini in der Klinik zur Beobachtung behalten. Am n√§chsten Tag allerdings war Dr. Weideli so mit Gini zufrieden, dass ich sie abholen durfte. Endlich zu Hause angekommen richte ich Gini die gro√üe Transportbox kuschlig her wo sie vorerst noch bleiben musste. Der TA verschrieb der pelzigen Patientin noch Antibiotika und Schmerzmittel f√ľr die n√§chsten Tage. Leider ging es Gini die folgenden Tage gar nicht gut. Sie wollte nicht fressen und lag regungslos in der Box, so dass ich immer fast einen Herzinfarkt bekam weil ich dachte sie w√§re tot. Kerstin und die anderen lieben Clubmitglieder gaben uns viele wertvolle Tipps. Also machte ich mich auch sofort auf den Weg und besorgte Karottensaft, Karotten- und Fr√ľchte-Babybrei, Baby-Pulver und L√∂wenzahn. Ich versuchte alles aus und vermischte es mit den aufgeweichten Pellets. Meine K√ľche hatte sich in ein Labor verwandelt und irgendwann fand ich endlich die richtige Kombination die Ginis Appetit anregte. Mal gierig und mal wiederwillig trank und fra√ü sie aus dem L√∂ffel den ich ihr unerm√ľdlich hinhielt. Auch Bene-Bac und Vitamin-Tropfen unterst√ľtzten ihren Genesungsverlauf dann pl√∂tzlich so schnell, dass sie bald keine Gelegenheit und Versuch mehr vers√§umte aus der Box auszub√ľchsen. Von Schonung war von nun an keine Rede mehr und auf Frauchen zuh√∂ren erst recht nicht.

10 Tage sp√§ter kamen die F√§den raus und der TA staunte √ľber den aufgeweckten Zustand von Gini. Er meinte ich k√∂nne sie wieder in ihren K√§fig lassen, aber daf√ľr schien es mir doch noch viel zu fr√ľh zu sein, und so quartierte ich meine S√ľ√üe in einen Kaninchenk√§fig um. Erst als die ohnehin nicht sehr sprunggeschickte Gini nach ca. 6 Wochen trittsicher war, lies ich sie erst in ihr Heim zur√ľck wor√ľber sich meine S√ľ√üe riesig freute. Heute lasse ich Gini bei l√§ngerem Auslauf nicht mehr aus den Augen und leiste ihr Gesellschaft, was sie mir mit gro√üer Zuwendung, Liebesbissen :o) Beschnuppern und √Ėhrchenknabbern dankt.
Annika

Chinchilla Bommel - verk√ľhlt auf Fliesen - Lungenentz√ľndung
Hallo, ich m√∂chte euch mein Chinchilla B√∂ckchen Bommel vorstellen. Wir zwei leben seit 7 Jahren zusammen. Zu mir gekommen ist Bommel als Trostpflaster, einen Tag nach dem Tod meines vorherigen Chinchillas Odi, als Geschenk eines guten Freundes, der meine Trauer schnell beenden wollte. Ich habe mit Bommel schon so viel Spa√ü gehabt und er bereitet mir so viel Freude. Vor ein paar Wochen sah es allerdings sehr schlimm um ihn aus. Er hatte sich vermutlich durch seinen t√§glichen Auslauf in der ganzen Wohnung, der auch Badezimmer und K√ľche beinhaltet, eine Erk√§ltung auf den Fliesen zugezogen. Aus der Erk√§ltung wurde eine Lungenentz√ľndung gefolgt von dem Ende der eigenst√§ndigen Nahrungsaufnahme. √úber zwei Wochen habe ich um sein Leben gek√§mpft. Ich habe Urlaub genommen und bin zweimal t√§glich zum Tierarzt gefahren, habe jede Minute mit ihm verbracht und ihm mehrfach am Tag Medikamente und Babybrei mit der Spritze verabreicht. Ich m√∂chte Euch gerne ein wenig ausf√ľhrlicher schildern wie alles begann und was getan wurde, damit Bommel heute noch lebt. Begonnen hat alles nur mit einem kleinen Husten, den Bommel hatte. Das war so etwa an einem Donnerstag. Am n√§chsten Tag bin ich mit ihm zu meinem Tierarzt. Wir bekamen ein Medikament mit Chloramphenicolpalmitat, dass wir bereits 2003 schon einmal bei einer kleinen Erk√§ltung bekommen haben und das damals sehr gut geholfen hat. Ich sollte Bommel dieses Medikament also zweimal t√§glich √° 0,8 ml mit der Spritze in sein Maul geben. Gesagt, getan. Da ich am Wochenende meine Eltern besuchen wollte, nahm ich Bommel kurzerhand mit. Er f√§hrt gerne Auto und es st√∂rt ihn nicht im Geringsten. Aus diesem Grund hatte ich auch keinerlei Bedenken, da zu dem Zeitpunkt auch nicht mehr als ein kleiner Husten sichtbar waren. Bei meinen Eltern angekommen, verschlechterte sich sein Zustand merklich. Er fra√ü nicht mehr, er trank nicht mehr und er hatte kein Interesse seinen K√§fig zu verlassen. Meine Mutter bereitetet ihm einen Brei aus √Ąpfeln, Rosinen, Haferflocken, Bananen und seiner Medizin und ich gab ihm alles mit der Spritze. Am Sonntagabend hatte ich das Gef√ľhl, dass er nur noch aus Haut und Knochen bestand und es war klar, dass mein erster Gang am Montag zum Tierarzt f√ľhrte. Beim Tierarzt angekommen, kam Bommel erst einmal auf die Waage und er hatte in zwei Tagen fast 150 Gramm verloren (Freitag ca. 650 Gramm, Montag noch ca. 500 Gramm). Der Tierarzt setze sofort das Medikament ab, da Bommel laut seiner Aussage nicht mehr stark genug war, die Inhaltsstoffe zu verarbeiten. Er bekam von nun an √ľber eine Woche t√§glich eine Spritze mit Wasser und Traubenzucker, da er selbstst√§ndig nicht trinken wollte und eine weitere Spritze mit diversen Vitaminen, Aufbaustoffen und Appetitanregern. Anf√§nglich wollte nichts helfen. Ich lie√ü ihn t√§glich inhalieren, er bekam Rotlicht und ich kaufte Babybrei und f√ľtterte ihn damit. Sein Zustand schien sich jedoch nur zu verschlechtern statt zu verbessern. Eines Nachmittags lag er in seinem K√§fig auf der Seite alle Viere von sich gestreckt und tat nichts au√üer zu Quietschen. Ich bekam solche Angst, dass ich Bommel nahm und umgehend zum Tierarzt fuhr. Er bekam erneut Spritzen und mein Tierarzt hat mich dann daraufhin angesprochen, dass ich mich mit dem Gedanken vertraut machen muss, dass Bommel den kommenden Tag nicht √ľberlebt. Aber ich wollte ihn nicht aufgeben. Er ist doch mein kleiner Sonnenschein. Also habe ich weiter und weiter gemacht, ihn gef√ľttert, gew√§rmt (mit meinem Kopfkissen und mit Rotlicht) und es sollte sich bezahlt machen. Ich f√ľtterte ihn mit Babybrei wieder hoch auf 650 Gramm. Wir setzen das Medikament wieder ein und zus√§tzlich ein weiteres Medikament, dass entz√ľndungshemmend auf seinen Hals wirken sollte, da dieser nun auch noch vereitert war, was erkl√§ren k√∂nnte, warum er nicht selber gefressen hat. Hiervon bekam er nur eine kleine Menge, einmal am Tag 0,05 ml. Sein Zustand bessert sich sehr, sehr langsam, aber er war noch lange nicht √ľbern Berg. Lange standen wir auf einer Stelle und es wurde nicht mehr besser und nicht mehr schlechter. Das hie√ü, er trank und fra√ü nicht alleine, war aber wieder schwerer und bewegte sich wieder in seinem K√§fig, wollte allerdings noch immer nicht raus. Mein eigenen Gef√ľhl sagte mir, dass ich die Dosierung des Babybreies reduzieren sollte. Was Baby umfangreich s√§ttigt, s√§ttigt Bommel sicher um so mehr und wie soll er alleine fressen, wenn er st√§ndig satt ist. Es funktionierte. Er fing an ein wenig zu fressen. Es war zwar nur Heu und getrocknete Diesteln, aber immerhin fra√ü er nun ein wenig alleine. Was aber nicht besser werden wollte, waren seine Atembeschwerden. Er r√∂chelte von Anfang an durch die Erk√§ltung. Mein Tierarzt erkundigte sich nach einem Medikament, dass die Bronchen √∂ffnen sollte. Allerdings ist es ein Medikament f√ľr uns Menschen und er hatte es bislang nur bei Meerschweinchen und Ratten angewendet. Wie versuchten es nachdem er mit einer Tierklinik in Hannover telefoniert hatte. Von diesem Medikament bekam Bommel t√§glich 0,1 ml mit der Spritze verabreicht. Ich hatte ihm nun mittlerweile drei Medikamente und seinen Babybrei zu spritzen und es wurde von Tag zu Tag schwieriger, da er sich mit wachsender Kraft mehr und mehr wehrte. Ich schaffte es irgendwann nicht mehr alleine, denn ich h√§tte vier H√§nde gebraucht. Also holte ich mir zweimal t√§glich Hilfe, mal mein Bruder, mal meine Cousine und mal eine Freundin. Immerhin war ich schon ziemlich zerkratzt und zerbissen an den H√§nden und es war sehr anstrengend, aber aufgeben kam f√ľr mich nicht eine Sekunde in Frage. Mein langer Weg wurde belohnt. Jetzt, knapp 5 Wochen sp√§ter, habe ich meinen wilden und quirligen Bommel wieder. Er frisst und trinkt wieder genauso viel und genauso gen√ľsslich wie eh und je und er erwartet mich wieder jeden Tag, wenn ich von der Arbeit komme an der K√§figt√ľr, damit ich diese √∂ffne und er die Wohnung unsicher machen kann. Badezimmer und K√ľche sind nun allerdings tabu, denn ich m√∂chte eine so schlimme Zeit nicht noch einmal erleben. Bommel hat einen so starken Willen, den haut so schnell nichts mehr um. Und ich bin √ľbergl√ľcklich und hoffe, dass wir Beide noch lange zusammen Freude haben werden. Ich denke, dass sein starker Wille und meine Liebe f√ľr ihn das alles m√∂glich gemacht haben.
Liebe Gr√ľ√üe aus Hamburg,
Manuela & Bommel

Zahnprobleme ‚Äď einmal ohne die wirklich typischen Anzeichen
Teddy Wusel, ein aufgeweckter und √§u√üerst flei√üiger 800g schwerer √Ąste-Zerkleinerer mochte eines Tages keine Pellets mehr fressen. Ein paar Tage dachte ich mir nichts dabei, fra√ü er doch ausreichend Heu, Kr√§uter und nagte seine √Ąste klein. Zahnprobleme? Nee! Kein Sabbern, kein Fallen lassen der Nahrung, kein Augen tr√§nen... Eines Tages kam leichter Durchfall. Der blieb f√ľr einen Tag, verschwand von alleine, bis er nach paar Tagen wieder kehrte ‚Äď wieder f√ľr einen Tag. Lag es am frischen Apfel? Apfel weggelassen, Durchfall blieb weg. Nun tr√§nte das linke Auge. Zug bekommen? Unm√∂glich. Nach 2 Tagen war das Auge wieder ok. Aha, vermutlich Sandkorn ins Auge bekommen. Nach paar Tagen tr√§nte das andere Auge. Langsam wurde es mir komisch. Da auch der 1-Tages-Durchfall wiederkehrte, lie√ü ich eine komplette Kotuntersuchung machen. Eine andere Sorte Pellets wurde von ihm angenommen ‚Äď f√ľr ein paar Tage. Mittlerweile wiegt Teddy nur noch 753g. 15.12. 2004: Ergebnis der Kotuntersuchung: Klebsiella pneumoniea in geringer Menge ‚Äď keinesfalls Ausl√∂ser seiner Beschwerden, also f√ľr Samstag, 18.12.2004 Tierarztbesuch beim Chin-Spezi vereinbart. Samstag Nachmittag f√§ngt Teddy wieder an, an √Ąsten zu nagen. Zahnprobleme? Unser Chin-Spezi untersuchte Teddy und vemutete Zahnprobleme, die aber genau nur unter Narkose erkennbar sind. Gleichzeitig sah er einen Abszess. Also Medikament zur Desinfektion des Abszesses verabreicht und mitgegeben und Termin f√ľr OP am Montag ausgemacht, weil der Chin-Spezi nicht t√§glich Dienst hat. Sonntag, 19.12.2004 stellte Teddy das Fressen ein, musste von mir mit Baby-Brei gef√ľttert werden.

Montag, 20.12.2004
14.00 Uhr, OP, Gewicht nur noch 704g , Gasnarkose, und dann die gro√üe √úberraschung! Das Zahnfleisch an den linken unteren Backenz√§hnen v√∂llig blutunterlaufen, entz√ľndet und geschwollen, mehrere Zahnspitzen. Die Zunge war geschwollen, sie hatte √ľberhaupt keinen Platz mehr zwischen den Z√§hnen. Am Backenzahn des rechten Oberkiefers bohrte sich eine Zahnspitze in Richtung Auge. Ich konnte es mir selbst anschauen und war entsetzt. Im Wartezimmer machte ich mir Vorw√ľrfe, etwas √ľbersehen zu haben, nicht rechtzeitig reagiert zu haben. Teddy hatte immer mal eine Phase, in der er einfach keine Pellets fressen mochte. Da er aber wie ein Weltmeister und besser wie jeder Biber bis Stunden vor Tierarztbesuch seine √Ąste zerlegte, kam ich ehrlich gesagt nicht so schnell auf Zahnprobleme.

Teddys Zahnspitzen wurden entfernt. Es gab eine entz√ľndungshemmende Spritze und eine Schmerzspritze. Langsam kam er nach der Narkose wieder zu sich. Nun wurde die Behandlung der n√§chsten Tage durchgesprochen:

3x täglich antibiotische Salbe ins Auge
3x täglich antibiotische Salbe auf die wunden Stellen im Mundraum
1x t√§glich f√ľr die n√§chsten 5 Tage Schmerzmittel in fl√ľssiger Form zur oralen Einnahme
abends eine halbe Tube Bird Bene Bac zur Aufbau der Darmflora, die durch das Antibiotikum zerstört wird
Critical Care (Aufbaunahrung) unterst√ľtzend, bis er ausreichend selbst√§ndig frisst

Der Tierarzt vermutet als Ausl√∂ser eine Verletzung des Zahnfleisches ‚Äď vielleicht beim √Ąste nagen passiert ‚Äď dadurch nicht mehr ausreichend genug genagt und so haben sich die Zahnspitzen bilden k√∂nnen.

15.30 Uhr. Wir machen Zwischenstation bei meinen Eltern, da sie nur 20 Minuten von der Klinik entfernt wohnen, ich dagegen ben√∂tige durch den Berliner Feierabendstauverkehr gute 60-90 Minuten. W√§hrend der Fahrt hat er in seiner Box geschlafen. So gegen 16.30 Uhr wurde Teddy etwas munter, nahm mir ein wenig Brei aus der Spritze ab und schlief weiter. 30 Minuten sp√§ter war er wieder voll da. ‚ÄěWas mach ich hier in der Box? Lasst mich raus!‚Äú, mochte er gesagt haben. Seine Vorderz√§hne verbissen sich im Gitter der Box und er r√ľttelte aus Leibeskr√§ften. So ein Pech, die T√ľr ging nicht auf. Selbst fressen wollte er nichts, keinen Halm, keine Kr√§uter. Ich bereitete ihm das Critical Care zu. Mit warmen Wasser zubereitet riecht es wirklich wie Sommerwiese. Nur leider war der Geruch nicht Teddys Geschmack. In den n√§chsten Minuten wurde Teddy in seiner Box immer w√ľtender. Er r√ľttelte mit einer Kraft am Gitter...erstaunlich. Ich hatte mir nicht vorstellen k√∂nnen, welche Power ein Tier kurze Zeit danach schon wieder hat. Aber wie geht jetzt Futter ins Tier rein? Festhalten und mit ‚ÄěGewalt‚Äú? N√∂. Ich nutzte einfach sein Verbei√üen am Gitter und spritze ihm in der Sekunde etwas Brei in das ge√∂ffnete M√§ulchen. Ich glaub, der war v√∂llig √ľberrumpelt, wie schnell sein Magen voll wurde und die Spritze leer... Nun gabs als ‚ÄěNachtisch‚Äú quasi noch seine Medikamente und v√∂llig ausgepowert legte er sich schlafen. Die Fahrt nach Hause verschlief er.

Zuhause angekommen, gut ausgeruht und voller neuem Tatendrang ging sein ‚ÄěZirkus‚Äú am Gitter weiter. Wie praktisch, denn nun gabs geriebenen Apfel und Kr√§uter ins M√§ulchen und wieder hat es mein Teddy nicht wirklich realisiert. Nach kurzer Zeit probierte er einen Heuhalm. Ich bot ihm ein St√ľcken Zwieback an, eigentlich mehr aus Neugierde, was denn schon wieder ging.(Erkl√§rung: Zwieback geh√∂rt nicht wirklich auf den Speiseplan eines Chinchillas, es war eine Ausnahme!) Mampf, der war nach Teddys Geschmack. Irgendwie bin ich dann neben ihm auf der Couch eingeschlafen...schnarch... Gegen 22.30 Uhr hat mich Teddy geweckt. Er war derweilen sooo munter, dass ich bef√ľrchtete, er randaliert so lange, bis er mit der Transportbox von der Couch f√§llt. Also entschloss ich mich ‚Äď gegen den Rat des Docs, Teddy in seine Voliere zu setzen. Vorher entfernte ich jedoch noch das Sandbad wegen seinem Auge. Ich glaub, Teddy war sehr dankbar, wieder in seinem K√§fig sitzen zu d√ľrfen. Er machte einen Rundgang, schaute, ob noch alles an seinem Platz steht, ging in sein Haus, streckte seine 4 Pf√∂tchen von sich und schlief entspannt ein.

Dienstag, 21.12.2004
Teddy hat nichts √ľber Nacht gefressen, somit gabs zum Fr√ľhst√ľck (morgens um 5 Uhr) 5ml Critical Care. "Pfui, das schmeckt mir doch nicht, Frauchen, aber weil du es bist..." und Teddy mampfte es tapfer weg. Bauch war voll, nun gabs die schon bekannten Medikamente der Reihe nach verabreicht, danach wurde wieder die fehlende Sandwanne gesucht und nicht gefunden...dann ging er schlafen und ich zur Arbeit.

Mittags stellte ich fest, wieder nix gefressen. Somit gabs das alt bekannte Ritual mit Critical Care. Naja, außerdem gabs noch die Medikamente. Erstaunlich immer wieder, dass er gerade am Auge am meisten still hält. Die Salbe muss ihm gut tun.

Nach der abendlichen Medikamentenverabreichung gings zum Tierarzt, Schmerzspritze abholen. Der Tierarzt war zufrieden mit ihm, alles im gr√ľnen Bereich. Normal w√§re, dass er nach 3-4 Tagen anf√§ngt selbst√§ndig zu fressen, es tut ihm ja noch alles weh vom Maulspreizer und der Behandlung. Die Verdauung - das rote Tuch - soooo kleine 2 K√∂telchen (ca. 2mm) hab ich bei ihm noch nie gesehen. Daf√ľr pieselt er wie ein Weltmeister. Nach der Spritze wird Teddy immer m√ľde, hat im Auto nur geschlafen, aber nach ca. 1,5 Stunden wurde er schlagartig munter. Dann randalierte er in der Box und das war dann wieder mein Signal f√ľr Critical Care, denn so w√ľtend, wie er in die Gitter bei√üt, kriegt er gar nicht mit, dass ich mit der Spritze ins M√§ulchen ziele, Teddy schluckt nur noch. Praktischer geht‚Äôs nicht. Eine Stunde sp√§ter nagte er ca. 10 H√§lmchen Heu weg.

Mittwoch, 22.12.2004
√úber Nacht hat Teddy eine halbe Hand voll Heu gefressen und ein klitzeklein wenig von den Kr√§utern gefressen. Die Verdauung funktionierte heute Morgen besser, K√∂tel waren 0,3cm gro√ü, fest, dunkel. Getrunken hat er nichts, aber ich denke, durch das Critical Care nimmt er genug Fl√ľssigkeit auf. Teddy mag es fl√ľssiger, als auf der Packungsbeilage angegeben. Zum Gl√ľck noch rechtzeitig hab ich ein nicht ganz eingefahrenes bestes St√ľck entdeckt, war schon hellblau an der Spitze, sitzt aber jetzt wieder da, wo es hingeh√∂rt. Mittlerweile fehlen ihm seit OP am Montag nochmals 40g, er wiegt nur noch 665g ! Auch wird er immer schlapper, macht sein M√§ulchen einfach nicht mehr auf, wenn ich mit der Critical Care Spritze komme, es geht nur noch mit "Gewalt" rein. Teddy knirscht sehr doll und h√§ufig mit den Z√§hnen, habe Angst, dass er nicht mehr will. Abends beim Tierarzt gibts au√üer Baytril noch eine Glukosespritze. Teddy √ľbernachtet heute in der Box, er ist zu schwach, sich zu wehren. Ich stelle mir nachts den Wecker, um ihm alles erdenkliche anzubieten und bin froh √ľber jede Kleinigkeit, die nicht gleich wieder ausgespuckt wird.

Donnerstag, 23.12.2004
Ich nehme Teddy mit auf Arbeit. Hatte einfach keine Ruhe, ihn zuhause zur√ľck zu lassen. Morgens beim F√ľttern hing er wie ein schlapper Sack auf dem Arm und lies sich das Critical Care einfl√∂√üen. Habs diesmal mit Baby-Brei gemischt, hab das Gef√ľhl, es schmeckt etwas besser. Die meiste Zeit auf Arbeit hat er verschlafen, aber er bekam viele Streicheleinheiten und dankte es mir mit leisen Quieken. Da das Auge nicht mehr tr√§nte, hab ich die Augentropfen weggelassen und ihm sein Sandbad hingestellt. Die Freude war riesig. Was macht man nicht alles f√ľr seine Chinchillas? Ja, man kann auch Leinsamen und Kr√§uter sooo klein hacken, dass sie durch die Spritze passen. Endlich scheint das Critical Care zu schmecken.

Freitag, 24.12.2004
Teddy dankt mir meine F√ľrsorge mit Gewichtszunahme: Er wiegt heute Abend 675g, 10g in 2 Tagen zugenommen. Schon komisch, weil es ihm Mittwoch und Donnerstag echt Schei√üe ging, aber ich freu mich riesig. Er frisst etwas Heu, ein paar getrocknete Bl√§tter Brennessel, aber trotzdem gibts noch Critical Care Spritzen. Er f√§ngt etwas an zu trinken und will abends pl√∂tzlich Auslauf haben. Gerne, Teddy! Er flitzt fast wie fr√ľher durch das Wohnzimmer, versucht Spr√ľnge, aber das klappt noch nicht so. Ich beschlie√üe, ihn wie jede Nacht mit was auch immer zu f√ľttern, aber diesmal die morgentliche Critical Care Spritze wegzulassen. Nachts werde ich paar Mal wach, wenn Teddy anfing, am Heu zu nagen. Man, hab ich nen leichten Schlaf neben ihm!

Samstag, 25.12.2004
Morgens frisst er ca. 5 Blatt getrockneter Weide und wieder etwas Heu. Ich habe ein schlechtes Gewissen, als ich auch die Mittagsspritze weglies. Abends dann fra√ü er wieder Heu, nahm mir 6 gro√üe getrocknete Brennesselbl√§tter ab. Ich vergewisserte mich bei Angi, ob Critical Care Spritze oder nicht. Angi meinte NEIN. Somit gabs also nur noch die letzte Schmerzspritze und eine halbe Bird Bene Bac-Tube. Teddy genoss einen langen Auslauf und quiekte vor Vergn√ľgen.

Sonntag, 26.12.2004
Teddy wiegt heute 671g. Ich denke, damit kann er leben, daf√ľr, dass er sich eigenst√§ndig von Heu und Kr√§uter ern√§hrt. Leider tr√§nte heute Abend das Auge wieder etwas. Als ich Salbe rein brachte, zuckte er weg. Hm, sonst hielt er immer sehr still dabei. Abends dann hat er freiwillig seinen Futternapf gepl√ľndert: Kr√§uter, Leinsamen, Haferflocken. Komischerweise konnte er eine getrocknete Mucki-M√∂hre knabbern, warum funktioniert das nur nicht mit Pellets? An den zweiten Auslauf nachts meint Teddy sich gew√∂hnen zu k√∂nnen.

Montag, 27.12.2004
Heute war ich Chinfutter shoppen: Diverses an Kräuter, verschiedene Sorten Heu, neue Sorten Brei... Irgendwas muss ja ins Tier rein. Dachte mir, Pellets aufzulösen und mit Baby-Brei zu mischen und ab in den Käfig. Mal sehen, ob er es annimmt. Wer isst die Reste Brei? Frauchen! Teddy wiegt heute 679g.

Dienstag, 28.12.2004
Teddy mochte die Brei-Peleltsmischung nat√ľrlich nicht. Dachte ich mir schon fast. Teddy bringt heute 683g auf die Waage. Au√üer Heu und paar Kr√§uter geht noch nichts. Aber er wird wieder etwas kr√§ftiger, tobt ein wenig mehr rum. Nach 2 Tage Sandentzug ist das Auge wieder ein wenig besser.

Mitte Januar 2005 gehts Teddy wieder ganz gut. Ab und zu tr√§nt sein Auge, Angst, dass alles wieder anf√§ngt. Er frisst au√üer frischem Apfel alles Gewohnte, selbst Pellets, nagt ab und zu an Apfel√§sten und sein Gewicht liegt um die 680g plus/minus 10g. Teddy ist munter wie gewohnt, eigentlich gabs da noch eine kleine Steigerung. Sehr geholfen im Heilungsprozess der entz√ľndeten Mundschleimhaut hat ihm die Bachbl√ľte Crab Apple als Globoli im Trinkwasser. Teddys Gewicht erreicht Ende M√§rz 2005 das erste Mal die 700g-Marke. Crab Apple-Gabe wurde eingestellt. Teddy gehts gut. Das Augentr√§nen kam bisher nicht wieder. Hartes Brot liebt er mittlerweile, derzeit alles ok.

14.05.2005 - Teddy Wusel ist heute nach erneuter Zahnprobleme und -OP in meinen Armen eingeschlafen. Bitte lest seine ausf√ľhrliche Geschichte - auch √ľber die zweite und dritte Zahn-OP auf der Seite Teddy-Wusel`s Tagebuch.
Kerstin 

Kr√ľmel - Die Geschichte eines viel zu kurzen Lebens
Am 21.Dezember 2004, nur wenige Tage vor Weihnachten, starb mein kleines Chinchilla Kr√ľmel nach einer schweren OP aufgrund von Herzkreislaufversagen in einer rheinland-pf√§lzischen Tierklinik. Was f√ľr viele Menschen die besinnlichste Zeit des Jahres werden w√ľrde, war f√ľr mich die bisher traurigste Zeit meines Lebens‚Ķ

Es begann damit, dass Kr√ľmel am Abend des 19. Dezembers in seinem K√§fig, den er mit seiner Partnerin P√ľnktchen bewohnte, st√ľrzte. Zun√§chst merkte man ihm nichts an, ich, die den Sturz nicht einmal beobachtet hatte, sah noch mehrmals nach ihm, aber alles wirkte ganz normal, er bewegte sich ohne jede Einschr√§nkung wie sonst auch. Noch mal Gl√ľck gehabt, war wohl der Gedanke, der mich dann √ľberkam, der aber auch nicht lang anhalten sollte. Am n√§chsten Tag, dem 20. Dezember war ich schon auf dem Weg zu Uni, als mein Freund, der Kr√ľmels Sturz beobachtet hatte, mich anrief, voller Sorge und meinte, Kr√ľmel k√∂nnte nicht richtig laufen, w√ľrde f√ľrchterlich humpeln, etwas stimme mit seinem linken Hinterbeinchen nicht. Ich trat direkt die Heimreise an, um Kr√ľmel, zusammen mit P√ľnktchen im unteren Teil des K√§figs in der Einstreu wieder zu finden. Sie sa√üen dicht bei einander, und bei blo√üem Hinsehen war direkt zu erkennen, dass Kr√ľmel sein Beinchen hinter sich herzog, das es unnat√ľrlich vom K√∂rper abstand, ganz schlaff zur Seite hing. W√§hrend des Telefonates hatten mein Freund und ich direkt gekl√§rt, dass wir unverz√ľglich zu einem Tierarzt fahren m√ľssten, ich bereitete also den Transportk√§fig vor und setzte mich dann vor das Telefonbuch um einen geeigneten Arzt zu finden. Mein erster Anruf brachte mich zu einem Tierarzt hier in Bingen, der, auf meine Schilderung hin, dass sich mein Chinchilla wohl das Bein gebrochen hatte, gl√ľcklicherweise sehr ehrlich antwortete, dass er sich nicht gen√ľgend mit Chinchillas auskannte, und ich es doch mal in der Tierklinik in der n√§chsten Stadt versuchen sollte. Auch wenn ich nat√ľrlich gehofft hatte schnell einen Arzt zu finden, so war ich doch schrecklich dankbar, dass dieser Doktor so ehrlich war, und meinte, er hatte nicht gen√ľgend Erfahrung mit Chinchillas, denn ich wollte Kr√ľmel jede unsachgem√§√üe ‚ÄěFummelei‚Äú an ihm ersparen. Die Mitarbeiterin der Tierklinik, der ich den Sachverhalt dann schilderte, meinte, ich solle direkt vorbeikommen, das m√ľsste sicherlich ger√∂ntgt werden.

Nachdem ich Kr√ľmel zusammen mit P√ľnktchen in ihren Transportk√§fig gesetzt hatte, fuhren wir direkt zu der Klinik, wo eine sehr nette √Ąrztin Kr√ľmel abtastete und meinte, dass es sich wie ein Bruch anf√ľhlen w√ľrde, sie jedoch in jedem Fall noch einmal r√∂ntgen m√ľsste. Eben dieses R√∂ntgenbild brachte dann die ersch√ľtternde Wahrheit zu Tage, er hatte sich tats√§chlich bei seinem Sturz das Bein gebrochen. Wie? Das wissen wir bis heute nicht, er muss wohl einfach furchtbar ungl√ľcklich aufgekommen sein, anders l√§sst sich solch ein Bruch bei einem Sturz von 20cm einfach nicht vern√ľnftig nachvollziehen. Die √Ąrztin legte mir dann behutsam meine Alternativen dar: Entweder, ich lasse es so verheilen, dann w√§chst der Knochen schief zusammen, er kann zwar einigerma√üen laufen, aber an springen w√§re nie wieder zu denken, und er m√ľsste sein restliches Leben in einem K√§fig √§hnlich der H√∂he eines normalen Hasenk√§figs, verbringen. Oder aber, ich lasse es operieren, wobei ein Metallstift in seinen Knochen eingesetzt werden m√ľsste, er k√∂nnte wieder normal springen und laufen‚Ķdie Operation w√ľrde jedoch 400Euro kosten.

Ich bat sie um eine Bedenkzeit von wenigen Minuten, in der ich weinend immer wieder zu meinem Freund sagte, dass ich es doch nicht so lassen k√∂nnte, dass WIR den K√§fig scheinbar nicht sicher genug gebaut hatten, dass ich es nicht zulassen k√∂nnte, dass er wegen unserer Vers√§umnis zu einem Kr√ľppel wird. Ich ging dann vor die T√ľr, besprach alles mit meiner Mutter, die mir ohne Z√∂gern direkt sagte, ich solle es operieren lassen, sie w√ľrde mir das Geld geben. Eben dieses teilte ich auch der √Ąrztin mit, die dann f√ľr den n√§chsten Tag, dem 21. Dezember um 8Uhr einen Termin f√ľr uns ausmachte, in der wir Kr√ľmel zur Klinik bringen sollten, und er dann des mittags operiert werden w√ľrde. Mir ging es den ganzen restlichen Tag unbeschreiblich schlecht, ich wusste, dass es eine schwierige OP werden w√ľrde, und ich wusste vor allem, um der Komplikationen, die auftreten konnten. Aber jedes Mal, wenn ich zu Kr√ľmel herabsah, mit ansehen musste, wie er sein Beinchen hinter sich herschleifte, da war die √úberzeugung, dass es die beste Wahl war einfach zu gro√ü.

Als wir ihn am n√§chsten Tag in der Klinik abgaben, war ich ebenso nerv√∂s wie ver√§ngstigt, und ich wei√ü noch genau, wie ich zu meinem Freund im Auto sagte: ‚ÄěVielleicht war das das letzte Mal, dass ich ihn lebend gesehen hab‚Ķ‚Äú. Wir sollten um ca. 15Uhr anrufen, um mal zu h√∂ren, wie denn die OP verlaufen war, ich lie√ü das alles meinen Freund √ľbernehmen, weil ich es einfach nicht ertragen konnte, vielleicht eine schlechte Nachricht zu h√∂ren. Die √Ąrztin meinte am Telefon dann, dass er gerade aus dem OP gekommen sei, es sei alles gut verlaufen, er w√ľrde jetzt noch schlafen, und wir sollten uns doch um ca. 17Uhr nochmals melden. Ich war sehr erleichtert, er hatte die OP geschafft, jetzt m√ľsste er sich nur noch einige Tage, vielleicht auch ein bis zwei Wochen schonen, dann war wieder alles in Ordnung.

Der Anruf um 17Uhr lief jedoch nicht so reibungslos, wie wir es uns erhofft hatten. Die Doktorin, es betreute uns √ľber diese Zeit immer die gleiche, meinte, Kr√ľmel h√§tte so Probleme beim Aufwachen, er w√ľrde immer wieder umfallen, sie w√ľrde ihn doch lieber noch eine Nacht dort behalten. Ich war wie vor den Kopf gesto√üen, es lief doch alles so gut, was ging denn jetzt nur vor sich? Aber so war es besser, als das wir in abholten und es w√ľrde ihm bei uns schlecht gehen, dort waren √Ąrzte, die sich um ihn k√ľmmern konnten. Ich war deprimiert, traurig und immer noch v√∂llig angespannt, ich wollte ihn bei mir haben, ich hatte immer noch schreckliche Angst um ihn.

Um 19Uhr klingelte dann das Telefon‚Ķ.ich hatte das Pech, dass ich dranging. Es war Kr√ľmels √Ąrztin, sie meinte nur, sie h√§tte schlechte Nachrichten, er w√§re eben an Herzkreislaufversagen gestorben. Es war ein Gef√ľhl, als w√ľrde sich der Boden unter mir auftun und ich w√ľrde darin versinken. Ich wei√ü nicht, wie ich es geschafft hatte noch einigerma√üen gefasst zu bleiben, ich fragt sie dann, ob wir ihn abholen d√ľrfen, sie meinte, das w√§re am n√§chsten Tag wohl besser‚Ķich wusste nicht, was ich noch sagen sollte, meinte nur noch, ich m√ľsste das erst einmal verdauen. Als wir aufgelegt hatten, schaute mein Freund ich an und meinte ‚ÄěWas ist los?‚Äú, denn er hatte mir genau angemerkt, dass etwas nicht in Ordnung war. Alles was ich hervorbrachte war ein ‚ÄěEr hat es nicht geschafft‚Ķ‚Äú und danach nur noch Tr√§nen, Tr√§nen, Tr√§nen‚Ķ.

Wir holten ihn dann am n√§chsten Tag aus der Klinik ab. Der Chirurg, der Kr√ľmel operiert hatte, bekundete mir sein Beileid, war sichtlich ger√ľhrt als ich erneut in Tr√§nen ausbrach und meinte nur, die OP w√§re so gut gelaufen‚Ķ Dann brachte man uns Kr√ľmels Transportk√§fig mit einer kleinen Papp-Box, als Inhalt. Dort war also meine kleine Maus, dort soll sie drin liegen? Ich musste ihn mir einfach noch einmal ansehen, ich musste wissen, ob er es war, musste sicher gehen, dass sie sich nicht geirrt hatten, dass nicht ein anderes Chinchilla gestorben war, das es nicht Kr√ľmel war, der in der kleinen Papp-Box lag. Als wir im Auto sa√üen √∂ffnete ich dann die Box, und Kr√ľmels kleiner lebloser K√∂rper kam zum Vorschein. In diesem Moment riss es mir das Herz raus, erst in diesem Moment realisierte ich, dass er wirklich von mir gegangen war, dass wir viel zu wenig Zeit gehabt hatten. Ich streichelte ihn die ganze Fahrt, ich sagte ihm, dass es mir so schrecklich leid tat und ich verfluchte mich daf√ľr, dass ich mich am Tag zuvor nicht richtig von ihm verabschiedet hatte‚Ķein Gef√ľhl, dass bis heute an mir friss‚Ķich h√§tte mich richtig verabschieden sollen‚Ķ

Ich war so optimistisch, dass er es schaffen w√ľrde, er war ein z√§her kleiner Kerl, der in seiner Zeit vor mir schon viel durchgemacht hatte. Er war so scheu, als ich ihn zusammen mit P√ľnktchen aus dem Tierheim holte, und wurde so zutraulich, konnte sich stundenlang kraulen lassen, in den Monaten vor seinem Tod machte er eine unglaubliche Entwicklung durch und wuchs mir so sehr ans Herz, dass ich, auch w√§hrend ich seine Geschichte niederschreibe hier sitze und weine‚Ķ

Ich vermisse ihn so schrecklich, ich vermisse es vor seinem K√§fig zu stehen und ihn zu kraulen, ich vermisse es, ihn im Wohnzimmer laufen zu lassen, wie er neben mir sitzt und seine F√ľ√üchen auf mein Bein legt‚Ķich vermisse ihn einfach zu schrecklich, und ich habe mich nicht einmal richtig verabschiedet‚Ķ Ich habe mir viel M√ľhe geben ihm seine schreckliche Vergangenheit, die damit endete, dass er in einem Park ausgesetzt wurde, dann ins Tierheim kam und ich ihn abholte, etwas auszugleichen, ihm ein sch√∂nes Leben zu bieten. Ich hoffe einfach so sehr, dass mir das gelungen ist, dass er gern bei mir war, wahrscheinlich dem ersten Menschen, der ihn wirklich aufrichtig geliebt hat, der auch noch knapp ein Jahr nach seinem Tod um ihn trauert und sich immer wieder w√ľnscht, er h√§tte mehr Zeit mit ihm verbringen k√∂nnen‚Ķ.der sich daf√ľr hasst, dass er sich nicht richtig verabschiedet hat‚Ķ Ich hoffe so sehr, dass es ihm da, wo er jetzt ist, gut geht, dass er wei√ü, wie sehr ich ihn geliebt habe und immer noch liebe und das er wei√ü, dass ich ihn nie vergessen werde‚Ķ

Der Tod bedeutet nichts -
er zählt nicht.
Ich bin nur nach nebenan gegangen -
nichts ist geschehen.
Alles bleibt genau wie es war.
Ich warte nur auf Euch,
gleich um die Ecke, f√ľr eine kleine Weile.

In ewiger Erinnerung, in tiefer Liebe
Kr√ľmel
von uns gegangen am 21.12.2004,
niemals vergessen…
Melanie

Leberschaden und die Folgen durch falsche Haltung

An alle Chinchi-Halter!
Mitte Juni stellten wir fest, dass unser Jimmy nicht mehr richtig gefressen hat. Sachen, die er immer so gerne mochte, hat er nicht mehr anger√ľhrt und er war auch nicht mehr so aktiv wie sonst. Wir haben sein Verhalten genau beobachtet und sind am 24.06.04 mit ihm zur Tier√§rztin gefahren.

Jimmy's Tagebuch:
24.06. Gewicht: 450g; Tierärztin stellt fest, dass die Nagezähne weiß sind, sie vermutet Zahnprobleme
25.06. Narkose, um Mundraum untersuchen zu können => Mundschleimhaut ist etwas wund,
           stellenweise blutig, aber keine Zacken an den Backenz√§hnen oder Fehlstellungen der Z√§hne
         => 4 Tage Antibiotika-Spritzen und 3x t√§glich Hexoral Mundspray
28.06. Gewicht: 432g; frisst immer noch nicht
29.06. letzte Antibiotika-Spritze + Vitamin-B-Komplex, Hexoralspray noch weitere 3 Tage
02.07. Gewicht: 420g; Kot ist sehr klein, keine Besserung
08.07. Gewicht: 402g; hat Durchfall, sitzt nur in seinem Schlafhäuschen, hat keine Energie
09.07. Gewicht: 396g; Tier√§rztin vermutet "Ziegenr√ľcken" => Spritze zur St√§rkung der Leber + Vitamin B
10.07. Gewicht: 387g; muss ihm täglich Vitamin B Tropfen geben
14.07. Gewicht: 380g; ist sehr kraftlos; f√ľttere ihn, da er sonst fast gar nichts fressen w√ľrde
16.07. Gewicht: 386g; er frisst wieder von allein; Kot sieht normal aus (wie sich später herausstellte war das wohl ein letztes Aufbäumen,
           er war ein K√§mpfer...)
19.07. Gewicht: 382g; nochmals Spritze zur Stärkung der Leber
20.07. Gewicht: 368g!! obwohl er gut frisst
23.07. Gewicht: 358g; er frisst kaum, sitzt apathisch unten im K√§fig, hat einen un√ľbersehbaren Buckel, f√ľttere ihn mit pulverisierten Pellets
24.07. Gewicht: 350g; f√ľttere ihn mit Brei, frisst fast nichts
25.07. Gewicht: 356g; hat abends heftige Krämpfe; in seinen Augen kann man die Panik und den Schmerz sehen
26.07. Haben uns entschieden, ihn nicht länger leiden zu lassen! Er darf sanft einschlafen, ohne Schmerzen.

Unsere Tier√§rztin bedauert es sehr, da wir alles versucht haben und er auch ein z√§her Bursche war, aber er war nicht zu retten; er hatte einen Leberschaden und auch der Darm war erkrankt. Lt. unserer √Ąrztin Sp√§tfolgen durch falsche Haltung (durch die Vorbesitzer)! Wir haben Jimmy vor 4 Jahren aus einer total verrauchten Wohnung abgeholt, der zu kleine K√§fig mit Plastikwanne stand am Boden und ein ca. 3-4j√§hriges M√§dchen stocherte mit einem Drahtkleiderb√ľgel darin herum. Er hatte kein Schlafhaus, sondern nur eine umgedrehte Tuppersch√ľssel (!), in die ein Loch geschnitten war, am K√§figboden stehen. Die Sch√ľssel, sowie die Plastikwanne des K√§figs waren (nat√ľrlich) angenagt! Der K√§fig war in sehr schlechtem Zustand und absolut nicht sauber, in der verschmutzten Einstreu lagen alte Semmeln und Brotscheiben, Heu war auch kein frisches im K√§fig und der kleine Kerl sa√ü, wie ein H√§ufchen Elend und mit stumpfen Blick auf einem der beiden Fichtenholzbretter, die an manchen Stellen nur noch ca. 2cm breit waren. Wir mussten ihn mitnehmen und er bekam bei uns ein chinchillagerechtes Zuhause. Er lebte richtig auf, er bekam ein sch√∂nes Fell und einen klaren Blick, er war fr√∂hlich und gl√ľcklich, bis ihn die Vergangenheit leider eingeholt hat...

Deshalb: Erspart eurem kleinen Liebling und auch euch derartige Qualen, indem ihr ihn artgerecht haltet und alles, was ihm schaden kann, aus seiner Reichweite bringt! Er wird es euch mit einem langen gl√ľcklichen Chinchi-Leben danken!

Liebe Gr√ľ√üe von
Manu und Marc aus Dachau

Chinchilla mit Gibsbein
Fredi war immer schon ein sehr lebhafter Tr√§umer. Er ist dann immer wieder mal vom Brettchen "gekippt". Jeden morgen, wenn ich an seinen K√§fig kam, hat er mich begr√ľ√üt. An diesem Tag eben nicht. Ich hab mir aber noch nichts dabei gedacht, weil es schon etwas sp√§ter war. Als er dann abends aber immer noch nicht aus seinem H√§uschen wollte, hab ich mir das mal genauer angeschaut. Er konnte gar nicht gescheit laufen und hob immer das eine Beinchen an. Ich bin dann gleich mit ihm zum Tierarzt und beim Abtasten kam auf einmal ein Knochenspitz durch die Haut!! An unserem Ort gibt es eine Tierklinik, zu der mich unser Doc dann gleich geschickt hat. Die haben Fredi dann operiert und dabei festgestellt, dass auch die B√§nder ab waren. Sie haben alles wieder zusammengen√§ht, ihn eingegipst und am n√§chsten Tag konnten wir ihn dann holen. Das mit dem Gips hat ihm dann nat√ľrlich gar nicht gefallen und er hat dauernd dran rum genagt. Ich glaube, zwei mal haben wir den Gips gewechselt und nach ca. 3-4 Wochen (genau wei√ü ich das nicht mehr, ist schon so lange her!) war es dann wieder ganz gut verheilt. Er war am Anfang noch etwas unbeholfen, aber nach ein paar Wochen war er wieder ganz der Alte. Er ist geh√ľpft und gesprungen, als wenn nie etwas gewesen w√§re. Gro√ü beachten mussten wir dabei eigentlich nichts. Ich habe nur die obersten Sitzbretter so lange raus gemacht, dass er nicht zu gro√üe Spr√ľnge machen konnte, denn Fredi ist auch mit Gips √ľberall rumgeh√ľpft. Zum Schie√üen!!!
Irmi

Das ‚ÄúKurzschwanz‚ÄĚ-Chinchilla Snoopy
Ich habe als "K√§fig" ein Zimmer in der Mitte mit einer Trennwand inkl. T√ľr aus Holz und Spanndraht halbiert und den Fu√üboden gefliest. Es sind ungef√§hr 5 qm. Der K√§fig ist auch entsprechend mit Kalksandsteinen, R√∂hren, Sitzbretter an den W√§nden etc. ausgestattet. Zu Unf√§llen kam es bisher nie. Dann stand der Umzug bevor. Ich habe das neue Zimmer mit der gleichen Farbe gestrichen, der K√§fig wurde genauso wieder eingerichtet [wurde beim ersten Mal extra so verarbeitet, dass man problemlos damit umziehen kann.] Die einzige Ver√§nderung war, dass jetzt ein Fenster,gl√ľcklicherweise ohne direkten Sonneneinfall im K√§fig war, wo aber auch ein Holzrahmen mit Spanndraht vorgebaut wurde.

Einige Tage sp√§ter sah ich dann, dass Snoppy sich an der Schwanzspitze verletzt oder ihn dort  jemand von seiner Familie gebissen hat.

Ich halte f√ľnf Chinchillas. Snoopy, mein erster. Lucy, Weibchen, mein zweites. Dann kamen √ľber 4 Jahre hinweg vier W√ľrfe. Drei aus den W√ľrfen habe ich behalten: Pedro und Endira (Geschwister, M√§nnchen/Weibchen) und Spike (M√§nnchen, j√ľngster). Snoopy und Pedro sind seit zwei Jahren kastriert. Spike seit einem Jahr.

Die Wunde war schon verklebt, denn ich bemerkte sie nicht gleich. Ich habe mich gewundert, warum Snoopy nicht mehr richtig springen kann und stellte da die Verletzung erst fest. In der Tierklinik hat sich dann ergeben, dass die Schwanzspitze schon schwarz war. Das war kein gutes Zeichen, denn das w√ľrde wohl hei√üen, dass der Schwanz abstirbt. Ich habe Snoopy vorerst wieder mit nach Hause genommen und sollte beobachten, ob der Schwanz weiter abstirbt, also ob das schwarze St√ľck gr√∂√üer wird. Noch am gleichen Abend hat er sich selber amputiert und das schwarze Ende abgefressen.

Snoopy kommt aus einer Inzucht. Die Besitzer hielten neben Chins auch noch Hunde, Katzen, V√∂gel, etc.. Eine artgerechte Haltung war dort auf keinen Fall gegeben. Als Snoopy klein war, also bevor ich ihn "erl√∂st" habe, muss er am Schwanzansatz etwas fest angefasst oder eingeklemmt worden sein, da dort auf ein Bruch hinzudeuten ist. Das letzte Drittel des Schwanzes hat deshalb wohl auch kein Gef√ľhl mehr gehabt. Er hat den Schwanz auch nie richtig aufrecht halten k√∂nnen. Meistens schliff er mehr so hinterher.

Da die Wunde jetzt offen war habe ich das Blut gestillt und bin am n√§chsten Tag gleich wieder mit ihm zur Tierklinik. Langsam machte Snoopy mir auch wirklich Angst. Dort hat er dann einen Verband bekommen. Die √Ąrztin wies darauf hin, dass, wenn es nicht besser wird, nur eine Amputation in Frage kommt, damit man das tote Gewebe komplett entfernt. Weiterhin hat Snoopy f√ľr drei Tage Antibiotika bekommen und Bird Bene Bac. Die Antibiotika sollten oral eingef√§hrt werden, nach der ersten Anwendung hat Snoopy solange gew√ľrgt, bis er alles wieder drau√üen hatte. Ich habe die weiteren Anwendungen weg gelassen, was vielleicht ein Fehler war.

Nach einer Woche, der Verband hielt, oh Wunder, hatte sich wieder eine ganz kleine schwarze Stelle gebildet. Ich wollte aber trotzdem noch keiner Amputation zustimmen, sondern noch abwarten, ob sich die Stelle vergrößert.

Nach einer weiteren Woche hatte sich die schwarze Stelle dann doch vergr√∂√üert und ich stimmte einer Amputation zu, denn sonst w√ľrde der Schwanz immer weiter abfaulen. Wir machten also einen Termin f√ľr die Amputation. Leider hat die √Ąrztin und ich eigentlich auch dann vergessen einen neuen Verband zu machen und kurz um hatte Snoppy die schwarze Stelle wieder abgefressen. Die ganzen Sitzbretter in seinem K√§fig waren blutverschmiert. Ich halte ihn zur Zeit in einem Extrak√§fig. Schlimm sah das aus, aber es entpuppte sich als weniger schlimm. Die Blutung war schnell gestillt und ich habe ihm wieder einen Verband verpasst. Er war auch fit wie immer. Nach f√ľnf Tagen wurde er dann operiert. Die Tierklinik arbeitet bei Kleintieren mit Gasnarkose. Er hatte alles erstaunlich gut √ľberstanden und war gar nicht so fertig, wie nach der Narkose bei der Kastration, die ich aber auch in einer anderen Tierklinik durchgef√ľhrt wurde. Die n√§chsten Tage verliefen gut. Er fra√ü, trank und verhielt sich v√∂llig normal. Ihm wurden die n√§chsten sechs Tage Antibiotika gespritzt und nach den ersten drei Tagen der Verband gewechselt. Die Wunde sah schon recht gut aus. Nach weiteren drei Tagen wurde der Verband noch einmal gewechselt. Die Heilung verlief weiterhin gut. Nach weiteren vier Tagen wurden dann die F√§den gezogen. Wenn ich so etwas sehe, leide ich immer mit! Dann endlich, nach weiteren f√ľnf Tagen, sollte der Verband abkommen. Alles sah gut aus. Es war nur noch eine kleine Stelle mit Schorf am √§u√üersten Ende des Schwanzes, die noch abheilen muss. Ich war aber doch noch etwas be√§ngstigt und wollte auf Nummer sicher gehen, dass er nicht wieder anf√§ngt daran zu knabbern, weil es vielleicht juckt oder so. Die Tier√§rztin hat ihm dann noch eine Halskrause verpasst, die ich aber, als wir zu Hause waren, wieder abgenommen habe. Ich konnte ihn nicht leiden sehen. Nicht einmal fressen ging und manchmal hat er sich nach hinten √ľberschlagen, weil er das Gewicht nicht halten konnte oder die Orientierung verloren hatte. Nach langer Beobachtung haben wir festgestellt, dass das auch ohne Halskrause geht.

Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung auf viele neue Haarborsten.
Britta Pielau

Zahnfraktur
Am 6. 12.01 kam ich sp√§t abends nach Hause. Mein Chinchilla Master M√ľmmler sa√ü auf seinem H√§uschen und begr√ľ√üte mich. Ich glaubte, ich sehe nicht richtig. Irgend etwas stimmte nicht mit seinen Z√§hnchen. Sie standen aus seinem Maul und es hat geblutet. Sofort Tierklinik angerufen und auch gleich hingefahren. Der Tierarzt hat Master M√ľmmler in Narkose (Isofluran) gelegt und ein R√∂ntgen angefertigt. Die Z√§hne wurden gezogen und als er wieder munter war, sind wir wieder mit ihm heim gefahren. Die ersten paar Wochen waren sehr hart f√ľr ihn und f√ľr uns. Es war f√ľrchterlich darauf zu warten ob die Z√§hne wieder nachwachsen. Sie sind leider nicht mehr nachgewachsen.

Jetzt fast 1 Jahr sp√§ter und 30 Zahnbehandlungen sp√§ter muss ich sagen, dass Master M√ľmmler sehr gut damit umgeht. Leider kommt ein weiteres Problem auf uns zu. Seine Z√§hne entmineralisieren und dadurch werden die Zahnbehandlungen von mal zu mal schwieriger. Trotz ausgewogener Ern√§hrung und Zusatzmedikamenten (Fluor-, Kalzium- und Vitaminpr√§paraten) ist keine Besserung in Sicht.
Doris

Vorderpfote gebrochen
Also das mit meinem Bein passierte ca. vor 5 Wochen, mein TA hat mich operiert und ein Stiftchen heinein gemacht weil beide Knochen in der rechten Vorderpfote gebrochen sind. Er sagte das er nicht 100% sitzt da der Knochen eine Biegung macht. Aber es wird so zusammenheilen wir m√ľssen nur schauen wie! Dann bin ich mit Frauchen 10 Tage sp√§ter wieder hin um den Verband zu wechseln und da ich ja nicht still halten kann geht das nicht ohne Narkose. Nun gut, der TA hat nachgeschaut und festgestellt, dass mein Bein, f√ľr diese Zeit, noch viel zu blau ist und beim F√§den ziehen ist die Haut noch mal gerissen, somit wurde ich gleich noch mal  gen√§ht. Er hat gemeint, dass ich eine schlechte Wundheilung h√§tte und ich in 2 Wochen noch mal kommen muss. Mein Frauchen √ľberlegt nun, ob man mir das Bein vielleicht besser amputieren sollte, da ich immer wieder in Narkose gesetzt werden m√ľsste, und bei meiner Heilung k√∂nnte das noch oft sein. Sie hat auch gesagt, dass sie auf jeden Fall das noch mit dem TA besprechen will was er meint, aber es war mal so ein Vorgedanke. Wir sind nur zu zweit und ich glaube doch, dass ich dann mithalten kann, weil jetzt mit dem dicken Verband geht es auch. Wie es passiert ist, wei√ü ich auch nicht, mein Frauchen wollte mich rauslassen und hat es dann gesehen, es ist demnach im K√§fig passiert, da muss ich mich aber selten d√§mlich angestellt haben da ich in dem K√§fig nun 5 Jahre schon wohne.
i.V. geschrieben von Maike

Erfahrungsbericht Halskrause
Nach Joschis erster Leistenbruch-OP wollte unser Tierarzt verhindern, dass er an der Wunde knabbert oder sich schon vorher die F√§den rauszieht und verpasste ihm eine Halskrause. Vom ersten Augenblick an, war zu sehen, dass Joschi sich √ľberhaupt nicht wohl mit der Krause f√ľhlte. Er versuchte, noch halb in der Narkose, das Ding loszuwerden, stellte sich dabei immer auf die Hinterbeine und plumpste immer wieder zur√ľck auf seinen Hintern. Er hat es, bis die Krause nach 2 Wochen endlich abkam, (hat so lange gedauert, weil die Tier√§rztin ihn beim F√§den ziehen geschnitten hatte und sich danach die Wunde nochmals entz√ľndet hatte), nie aufgegeben, die Krause irgendwie runter zu bekommen. Er hatte nachher den Trick, dass wenn wir ihn auf den R√ľcken gedreht hatten, er sich mit den Hinterpfoten mit aller Kraft die Halskrause nach vorne abstreifen konnte. Er hat jedenfalls sehr unter diesem Ding gelitten, was sich ganz besonders an seinem Gewicht bemerkbar machte. Er konnte mit der Halskrause nicht gut fressen, da er alles mit dem Pf√∂tchen festhalten wollte und immer, wenn er sich was zum M√§ulchen f√ľhren wollte, die Halskrause dazwischen war. Also hat er das Fressen so gut wie eingestellt und auch nur etwas angenommen, wenn man es ihm ‚Äěm√§ulchengerecht‚Äú kleingemacht hat. Das konnte ich nat√ľrlich nicht die ganze Nacht durch machen, aber ich habe mich bem√ľht und er hat trotzdem abgenommen.

Ich will Halskrausen jetzt nicht allzu schlecht machen, aber ich hatte immer nur Probleme damit. Sicherlich reagiert jedes Chinchilla anders, aber begeistert wird wohl keins davon sein. Es gibt nicht wirklich Alternativen, aber ich werde am Ende des Berichtes noch näher auf meine Ideen, die Halskrause wenigstens ein wenig zu umgehen, eingehen.

Ein weiteres Problem mit der Halskrause war, dass Joschi absolut nicht damit springen konnte. Nach der OP sollte er das ja auch eigentlich noch nicht, aber da er die Halskrause so lange hatte, h√§tte er auch ruhig wieder springen k√∂nnen. Also musste ich ihm einen kleinen Bereich vom K√§fig absperren, womit er nat√ľrlich auch nicht besonders gl√ľcklich war. Ihn aber im ganzen K√§fig rumlaufen zu lassen w√§re zu gef√§hrlich gewesen. Er blieb immer mit der Unterkante der Krause an den Sitzbrettern h√§ngen und st√ľrzte dann fast ab. Der Freilauf war durch die Halskraus auch nicht das Selbe, da er immer versuchte unter seinen Lieblingsschrank zu rennen, aber mit der Krause davor h√§ngen blieb. Er konnte es absolut nicht begreifen, warum er auf einmal nicht mehr unter den Schrank passte und rannte immer wieder dagegen. Das konnte ich einfach nicht mit ansehen und bef√∂rderte ihn wieder zur√ľck in den K√§fig.

Nach zwei Wochen Halskrause tragen, fiel uns auf, dass Joschis Ohren an der Halskrause klebten. Nach dem Abnehmen der Krause sahen wir, dass sie an der Reibungsstelle richtig nass und auch schon angeschwollen waren. Zum Gl√ľck ging alles schnell ohne gro√üe Behandlung wieder weg.

Insgesamt finde ich, dass Halskrausen sehr ungeeignet f√ľr Chinchillas sind. Leider gibt es manchmal keine andere M√∂glichkeit. Man sollte sein Tier einsch√§tzen k√∂nnen, ob es sehr ‚Äěknabberw√ľtig‚Äú ist, oder ob es vielleicht gar nicht an die Wunde gehen wird. Da Joschi jetzt schon 3 OPs hinter sich gebracht hat, wei√ü ich, dass er sehr an der Wunde knabbert. Nat√ľrlich ist es nicht einfach sein Chinchilla bei der ersten OP einzusch√§tzen. Dann hilft nur: Halskrause mal vorsorglich beim Tierarzt mitnehmen und gut beobachten!

Tja.... was gibt es denn f√ľr Alternativen?
Das habe ich im Club auch schon oft gefragt. Mein Tierarzt hat mir bei der letzten Leistenbruch-OP (M√§rz 2003) ein Pflaster empfohlen, was normalerweise bei Kaninchen und Meerschweinchen eingesetzt wird. Das sollte 2 Tage lang halten und eher eine Besch√§ftigungstherapie sein. Danach kann man ja immer noch eine Halskrause nehmen. In Joschis Fall hat das Pflaster gl√ľcklicherweise l√§nger gehalten, so dass er wenigstens die ersten paar Tage nach der Operation Ruhe hatte. Aber das wird bei jedem Chin anders sein.

Worauf noch zu achten w√§re: Der Tierarzt hat meistens nur Krausen aus Plastik, die auch eigentlich f√ľr gro√üe V√∂gel bestimmt sind. Die Krausen f√ľr Kaninchen sind zu gro√ü! Plastik kann lebensgef√§hrlich f√ľr Chinchillas sein, wenn sie es fressen! Deshalb habe ich die Plastikkrause als Schablone benutzt und sie aus Pappe nachgebastelt. √úberaschenderweise h√§lt die Pappkrause genauso lange, wie die aus Plastik. UND SIE IST GES√úNDER! Deshalb gibt es bei mir per Mail anforderbar eine Schablone, damit ihr euch im Notfall auch eine Krause basteln k√∂nnt.

Chinchillas mit Halskrausen m√ľssen st√§ndig beobachtet werden, da sie es hin und wieder doch schaffen, die Krause loszuwerden. Nachts ist es zwar etwas anstrengend, aber es lohnt sich!! Wenn das Chin n√§mlich einmal drankommt, kann der Heilungsprozess wieder ganz von vorne anfangen.

An dieser Stelle w√§re nur noch zu sagen: Ich hoffe, dass ihr nie in die Situation kommt, eine Halskrause gebrauchen zu m√ľssen! Wenn doch, hoffe ich, dass Joschis und meine Erfahrungen euch etwas helfen! Wir haben es ja auch geschafft, also Kopf hoch!
Jule (PS: Bei Jule kann die Schablone angefordert werden.)

Kateys Beinbruch
Am 2.2.04 fing alles an. Katey hatte die vordere rechte Pfote immer eingezogen. Also sind wir mit ihr zum Tierarzt gefahren. Diagnose Beinbruch. Sie hatte sowohl Elle als auch Speiche auf derselben H√∂he durchgebrochen. Wir haben lange mit dem Tierarzt geredet, wie das passiert sein konnte. Wir wussten, dass es im K√§fig passiert sein musste. Es kann also aufgrund des Bruchs kein Sturz gewesen sein, es ist ihr wahrscheinlich ein hartes St√ľck Brot auf die Pfote gefallen.

Sie wurde noch am selben Abend operiert, unser Arzt hat sich eine Art Schiene f√ľr sie ausgedacht. Am n√§chsten Tag konnten wir sie wieder abholen. Katey hatte Schmerzmittel bekommen und sie war eigentlich wieder fit. Zu fit. Die Schiene war mit einem Kleber ummantelt, damit sie nicht in der Schiene herumknabbert. Damit sich die Wunde nicht entz√ľndet, mussten wir Katey t√§glich 14 Tage hindurch Baytril 2, 5 % geben. Zuhause angekommen, haben wir den K√§fig zuerst einmal behindertengerecht ausgestattet. Katey durfte ja nicht in die Einstreu kommen und auch nicht h√ľpfen.

Meine kleine S√ľ√üe hat die Schiene f√ľrchterlich gest√∂rt, und hat die ganze Zeit herumgezogen und geknabbert. Das hat der Tierarzt aber streng verboten. Somit sind wir nochmals zum Tierarzt gefahren und haben uns f√ľr Katey eine Halskrause geholt. Mein Schatz hat so gelitten.

Wir haben Katey t√§glich zum S√§ubern des K√§figs raus gelassen und ihr die Halskrause runter genommen (2 ‚Äď 3 Stunden), damit sie fressen und trinken kann. Sie hat so derma√üen an der Schiene herumgezogen und herumgerissen, dass bei der Kontrolle nach einer Woche festgestellt werden musste, dass sie sich den Bruch erneut verschoben hat, aber zum Gl√ľck nicht so gravierend, dass wir erneut operieren lassen mussten.

Also blieb die Halskrause die restlichen 2 Wochen komplett drauf. Wir haben ihr das Fressen in die Höhe gestellt, die Trinkflasche haben wir ihr höher gehängt und zusätzlich mit der Spritze ins Mäulchen gegeben. Heu konnte sie sich aufschaufeln.

Drei Wochen nach dem Bruch sind wir mit Katey erneut zur Kontrolle gefahren, wir haben so gehofft, dass die Schiene runter kann. Als wir dort angekommen sind, ist uns aufgefallen, dass bereits ein Seitenstrang von der Schiene fehlt. Unser genialer Tierarzt hat nur noch an der Schiene angezogen und sie war herunten. Danach wurde zur Sicherheit nochmals geröntgt, er war trotz schlimmer Patientin doch zufrieden und wir konnten mit ihr nach Hause fahren ohne Schiene und ohne Halskrause. Das erste Baden nach 3 Wochen, Erleichterung war uns allen ins Gesicht geschrieben.

Das war am 23.2.04 und am 18.3. hat uns Katey einen gesunden Bock geschenkt, ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, was die Mama alles durchmachen musste. Vor allem das Baytril, R√∂ntgen und die ganzen Narkosen. Wir alle haben nicht bemerkt, dass Katey tr√§chtig war. 

F√ľr: Kerstin Kruse Chinchillafanclub
Doris