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Käfige & Schlafhäuser

Ein artgerechter Lebensraum für das Chinchilla ist lebenswichtig. Daher stellen einige unserer Mitglieder hier ihre teilweise in stundenlanger Bastelarbeit gefertigten Käfige vor. Die Chinchillas danken es ihnen von Herzen, in einem solchen Paradies wohnen zu können. Beachten Sie bitte eines: Man rechnet für die ersten 2 Chins 0,5 qm Grundfläche und mind. 1 m Höhe, für jedes weitere Chin dann noch 0,15 qm extra. Lack und Plastik sollten jedoch an allen Stellen, die das Chin benagen kann, gemieden werden, folglich auch beim Gitter. Optimal ist ein Käfig mit feuerverzinktem, punktgeschweißten Gitter und einer Metallwanne. Ein Chinchilla gehört auch nicht in einen Glaskäfig!!! Die Luft staut sich und das Chinchilla wird von seinen eigenen Ausscheidungen vergiftet.

Generell für alle Käfige - ob selbst gebaut oder gekauft - gilt ein Problem: Chins lieben es, mit ihrem Schwanz ihre Bretter von ihren Köteln zu putzen. Und wo landen die dann? Richtig, sie fliegen im hohen Bogen aus dem Käfig. Hier ein Vorschlag, wie man Kötelflüge eindämmen kann.
Kerstin

Käfigreinigung und Tägliches
Der Käfig sollte zumindest im 10-Tagesrythmus gereinigt werden, das bedeutet, die Einstreu komplett wechseln, die Gitterstäbe abkehren, oder feucht abwischen, die Sitzbretter und Schlafhäuschen säubern.

Die Bodentasse empfiehlt sich einmal im Monat mit heißem Wasser und chinchillafreundlichem Desinfektionsmittel zu reinigen. Ein geeignetes Desinfektions- und Reinigungsmittel ist Essigwasser. Im Sommer kann es vorkommen, sofern Sie mehrere Chinchillas in einem Käfig halten, das die Einstreu nach Bedarf (das riechen Sie dann auch, wenn Sie sich in Käfignähe aufhalten), auch öfters gewechselt werden muss. Sie können die Einstreu auch zwischendurch teilweise erneuern, denn gerade dort wo ihre Chinchillas ihre Toilettenecke haben, kann es in heißen Sommertagen schon zu Geruchsbildung kommen. Der komplette Tausch der Einstreu ist dennoch, wie schon zuvor erwähnt, alle 10 Tage durchzuführen. Bei Bedarf sind die zernagten Äste und Sitzbretter zu erneuern und die Bestehenden zu bürsten.

Worauf unbedingt zu achten ist, ist dass das Trinkwasser täglich gewechselt wird und die Trinkfläschchen ordentlich gereinigt werden, da sich bei Nichtbeachten in den Fläschchen und Röhrchen Braunalgen bilden, welche zu Durchfall und schweren Erkrankungen führen.

Das auf den Käfigboden gefallene Heu muss täglich entfernt werden, damit ihre Chinchillas dieses verunreinigte Heu nicht fressen, auch davon können Chinchillas krank werden. Tägliches Nachfüllen von Pellets, Wasser und unbegrenzter Menge Heu ist unerlässlich, damit sich ihre Chinchillas auch wohl fühlen und richtig gehalten werden. Ebenso sind die Futterschüsseln täglich zu reinigen – sie wollen doch auch nicht von schmutzigem Geschirr essen und davon krank werden.

Es ist nicht erforderlich, bei gesunden Chinchillas täglich einen kompletten Körpercheck durchzuführen, jedoch einmal pro Tag das Chinchilla aufmerksam betrachtet, kann sie mögliche Krankheiten schon im Voraus erkennen lassen.

Der tägliche Auslauf ist das A und O bei Chinchillas, denn sie sind sehr bewegungsfreudig und genetisch dazu geschaffen, längere Strecken pro Tag zurück zu legen.

Michi

Fertigbrücken mit Kupferdraht - Achtung!
Passt bei den Brücken auf, die sind meistens mit Kupferdraht zusammen gebaut. Kupfer in Kleinstmengen ist natürlich nicht giftig, sondern ein lebenswichtiges Mineral (u.a. Skelett, Fell, Fortpflanzung, Nerven), jedoch ist der Chinbedarf durch die Pellets normalerweise ausreichend gedeckt. Wenn sich durch Feuchtigkeit (Wasser, Urin) also Kupfer aus dem Draht löst und ins Holz, bzw. an die Pfötchen übergeht und vom Chin aufgenommen wird, kann es zu einer Überversorgung (Vergiftung) kommen. Es kommt natürlich sehr aufs Futter an, aber in den meisten Pellets wird mehr oder weniger viel Sojaextraktionsschrot verwertet, was sehr viel Kupfer enthält (ca. 2,5 fach von Gras!), und Bio-Heu wird oftmals mit stark kupferhaltiger Schweinegülle gedüngt. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Mineralstoffe, die die Kupferaufnahme hemmen (z.B. Molybdän, hoher Gehalt in Böden mit Staunässe), so dass es trotz guter Pellets auch durch entsprechendes Heu sogar zu einer Unterversorgung kommen kann. Die Brücken daher generell verbannen würde ich nicht, jedoch muss man sehr vorsichtig sein, wenn sie im Käfig sind. Erstes Anzeichen einer Kupfer-Überversorgung ist, wenn der Urin dunkler/bräunlicher wird. Dann muss die Brücke wieder raus.
Angi