HOME
INHALTSVERZEICHNIS
Der Fanclub
GERETTET...
Vermittlung & Urlaub
Chinchilla kompakt
Farben & Genetik
Käfige & Schlafhäuser
allgemeine Fragen
Krankheiten
Krankenberichte
Fehldiagnosen
Notfall & Hitzschlag
Hilfe durch die Natur
Kastration
Chinurteil/-bücher
Spaß mit Chinchillas
Eure Fotos
Links

 


What's new 

gerettete Chinchillas

Horrorleben für Emely - bis die Rettung kam

Das Tagebuch des Teddy Wusel

Ein Chinchilla aus dem Tierheim - Debbys Geschichte

Tine-Teil 1 und 2

Bernhard und Bianca

Gestatten: Gremlin - ehemals Flatter

5 Jahre Chinknast

Mogli - gefunden!

Chins im Pappkarton

Pinky und Brain Schicksalsstory

Charly

Unverhofft kommt oft...

Unverhofft kommt oft..oder wie Chinchillas bei uns einzogen

Hallo, ich heiße Gaby und lebe mit Mann, meiner Tochter und 2 Katzen in Dortmund. Beruflich bin ich Angestellte in einem türkischen Import-Export Handel als einzigste Deutsche.Ich arbeite aber sehr gerne dort, denn mein Chef ist ein ganz netter...eigentlich.

Anfang 2009, ich sitze nichts ahnend an meinem Schreibtisch, war schon so kurz vor Feierabend, kommt mein Chef rein und stellt mir so eine kleine Transportbox auf dem Schreibtisch mit den Worten: "Passen sie mal bitte darauf auf, ich muss nachher mit dem zum Tierarzt!" Hm...auf wenn sollte ich denn aufpassen? In der Box war nicht wirklich was zu erkennen und die Größe der Box ließ eher auf einen Hamster schließen...?! Naja, ok...ich bin schon immer sehr tierlieb gewesen und von Klein auf immer mit Tieren zusammen gewesen. Papageien und Kanarienvögel (mein Vater hat die früher gezüchtet)Hasen, Meerschweinchen, Hamster, Frettchen, Ratten, Hunde, Katzen, ja sogar Frsche und Molche haben bei uns gewohnt.

Ich nehme also vorsichtig die Box und versuche zu erkennen, was denn wohl darin ist. Zu erkennen war nur graues Fell....mehr aber auch nicht. Neugierig wie ich nun mal bin, hab ich die Box dann geffnet und mich guckten 2 Knopfaugen an. Wirklich viel zu erkennen war immer noch nicht. Es dauerte eine Zeit, da kam das Geschöpf aus der Box, erst da konnte ich erkennen, was es ist. Ein Chinchilla. Sogar ein recht großer!! Mir war es unverständlich, wie man das Tier in so eine kleine Box sperren konnte?! Ich habe meinen Chef natürlich darauf angesprochen und er meinte nur lapidar:"Ist ja nicht für lange, nach dem Tierarzt-Besuch bringe ich den sofort wieder nach Hause!" Mir tat das Tier einfach nur leid. Und der Chin war anscheint nur froh, dass er aus der Box durfte. Ruck zuck saß er auf meinem Schoß und schlief weiter. Nun ja, da ich bald Feierabend hatte, war das ja nun auch nicht die Lösung, aber in die Box wollte ich ihn auch nicht wieder stecken. Was nun??? Also musste erstmal der Mülleimer her halten. Da dort nur Papier rein kommt und der Eimer (war eher so ein Metallkorb) noch neu war, wurde dieser kurzerhand umfunktioniert. Immerhin war dort mehr Platz als in der Transportbox. Also Chin darein, Ordner oben drauf und auf dem Schreibtisch platziert, so das man ihn immer im Blick hat. Kurz drauf hat mein Chef ihn dann zum Tierarzt gebracht.

Ca. 2 Monate später (Montag, 9.3.09) das gleiche Spielchen noch mal. Allerdings schon recht früh am Vormittag. Mit den Worten: "Der verträgt sich nicht mit den anderen. Die beißen sich immer. Der muss weg." Ich mir nichts bei gedacht und Chin erstmal wieder im Papierkorb „geparkt." Zu dem Zeitpunkt dachte ich ja, er hätte jemanden, der den Chin abholt und dass es der Einzigste wäre. Kurz drauf musste ich in unser Lager. Dieses ist durch einen kleinen Zwischenraum, wo die Kollegen sich auch ihr essen zubereiten, zu erreichen. Ich mache nichts ahnend (mir sagt ja keiner was) die Tür auf und stolper fast über einen Käfig. Dieser Käfig war ungefähr so groß wie ein normaler Vogelkäfig (Maße ca.67 x 40 x 65 cm ) Ich guck da rein und bekomme fast einen Schock. In diesem Mini-Kfig saßen auch noch 3!!! ausgewachsene Chinchillas. Natürlich bin ich sofort wieder zurück und erstmal zum Chef. Der erklärte mir dann, dass er alle 4 Chinchillas Zuhause im BADEZIMMER gehalten hat und seine Frau das nun nicht mehr wollte. Wenn ich will, könnte ich die mitnehmen.

Na Klasse, dachte ich mir so. Ich hatte überhaupt nicht die geringste Ahnung von Chinchillas. Ich wußte, wie sie aussehen, dass es Nager sind und dass sie nachtaktiv sind. Mehr nicht. Abgesehen davon, dass ich gar keine Nager Zuhause haben wollte. Ich habe 2 Katzen, das reicht. Nun war guter Rat teuer. Dass die Tiere da nicht ewig in dem Käfig sitzen können, war selbst mir klar. Denn die hatten kaum Platz sich zu drehen. Und durch zusätzliche Bretter und dem Häuschen war der Platz ja noch beengter.

Ich hab dann erstmal gegoogelt, um mehr was über die Tiere zu erfahren. Das 1. was ich gelesen haben war, dass sie einen großen Käfig brauchen. Nur woher nehmen??? Ich bin dann zwischendurch immer mal wieder gucken gegangen, wie es den Tieren geht. Mir taten die in der Seele leid. Als ich dann so ungefähr zum 5. x gucken war dachte ich, ich fall um. Da waren es nicht mehr 3 Chinchillas sondern 5!!!! Ich wieder zum Chef und ihm das gesagt. Er dann nur: "Ach, hat sie endlich ihre Babys bekommen, wir haben da schon drauf gewartet." Ich war echt geschockt. Den Käfig hab ich dann erstmal mit ins Büro genommen, weil es dort auch wesentlich wärmer war. Und um ihn vor Zugluft zu schützen (waren ja alle Seiten Gitter)in einen Pappkarton gestellt. Kurze Zeit später hörte ich dann im Karton immer so ein rascheln. Als ich in den Karton guckte, sah ich, dass die Chins-Babys sich selbstständig gemacht haben und durch die Gitter geschlüpft sind und nun im Karton rumwusselten, aber nicht wieder zurück in den Käfig zur Mama kamen, denn dafür war die Schale, die unter dem Käfig war, zu hoch. Ich also die Kleinen wieder eingesammelt und ab in den Käfig gesetzt. Das ganze hab ich dann im 15 Minuten Takt gemacht. Nach dem 4 od. 5 Mal einsammeln sah ich dann, das sich eins der Kleinen am Ohr verletzt hatte. An dem Käfig stand ein Stück Draht über, an dem es wohl hängen geblieben ist. Ich hab das Ohr dann gesäubert und beobachtet, ob es noch blutet. Hat es zum Glück aber kurze Zeit säpter schon nicht mehr. Nun musste irgendwas passieren. Die Tiere mussten unbedingt aus dem Käfig raus. Wir vertreiben unter anderem Grillgitter. Ich mir also meine Kollegin geschnappt, die auch schon leicht geschockt war, und erstmal im Lager gucken gegangen, was wir evtl. gebrauchen könnten. Ah, Grillgitter 40 x 40 cm...das ist schon mal ein Anfang. Wir uns 6 Grillgitter geschnappt und einen recht dicken Karton, um diesen auf den Boden zu legen. Chinchis lieben es ja glatt. Die Grillgitter haben wir auseinander geklappt und mit dem Draht von Büoklammer (diese dicken Dokumentenklammer) miteinander zu einem großen Viereck verbunden. 2 Grillgitter wurden dann als Deckel benutzt. Als Schutz, damit die kleinen nicht wieder flüchten gehen, haben wir dann Pappe drum rum gemacht. Was anderes hatten wir ja nicht. Und eine Dauerlösung war das Ganze ja auch nicht. Da mein Chef Futter, Sand, etc. mitgebracht hatte, sind wir dann weiter auf die Suche nach Schalen für das Futter und Wasser und natürlich für das Sandbad gegangen. Wir verkaufen auch Haushaltswaren, so das wir zumindest ein paar Porzellanschüsseln und eine Auflaufform als Sandbad im Lager hatten. Also haben wir unseren „Käfig dann im Serverraum gebaut. Von dort hatte ich die Tiere dann immer im Blick da er nur durch eine halbe Mauer getrennt ist, der Rest ist verglast. Es war zwar nicht die ideale Lösung aber für den Übergang musste diese Art „Käfig" erstmal reichen. Wir haben dann die 3 + 2 Chins erstmal da rein gesetzt, wo sie auch gleich Luftsprünge gemacht haben und sich auf das Futter gestürzt haben und danach erstmal ausgiebig das Sandbad benutzt haben. Heu gab es leider nicht, das hab ich dann am nchsten Tag erstmal mitgebracht. Mein Chef wusste das nämlich nicht, dass Chins Heu brauchen. Der Chin aus der Transportbox durfte dann erstmal in den anderen Käfig, da hatte er zumindest mehr Platz, als im Mülleimer.

Ich hatte natürlich auch Zuhause davon erzählt und wie leid mir die Tiere tun, vor allem die Mama mit ihren Babys, da die gar nicht wirklich zur Ruhe kamen. Ich hab mir echt Gedanken um die Tierchen gemacht. Zu meinen morgendlichen Aufgaben in der Firma gehrte dann natürlich, dass ich mich um die Tiere kümmern. Im Klartext hieß dieses, dass ich jeden Morgen die Ausbrecher-Queen suchen musste. Das war die, die in Einzelhaft saß. Ich weiß bis heute noch nicht, wie die aus dem Käfig gekommen ist. Meistens fand ich sie morgens dann auf der Heizung sitzend im Serverraum. Eines morgens war sie aber nicht zu finden. Allerdings sah man, daß sie sich im ganzen Büro ausgetobt hat. Sogar auf dem Schreibtisch vom Chef, denn überall lagen Köttel. Meine Kollegin und ich uns erstmal auf die Suche gemacht. Wir haben ALLES abgesucht und dachten echt schon, dass sie irgendwie nach draußen gelangt ist. Meine Kollegin war schon kurz vorm weinen, weil sie sich Sorgen gemacht hat um das Tierchen. Wir haben dann den ganzen Raum, wo Chef seine Mitbringsel lagert, ausgerumt. Nach über 1 Stunde Suchen mit mittlerweile 4 !!! Leuten (Sohn und Tochter vom Chef haben mit gesucht) fanden wir sie dann schlafend in einem Karton sitzen.

Nun musste ich so schnell wie mglich ein neues Zuhause für die Tiere finden. Also wieder Google gefragt. Dort bin ich auf eine Seite gestoßen, die sich „Chinchillas in Not" nennt. Ich habe dann einen Eintrag geschrieben und meine Tel.-Nr.: hinterlassen. Am nächsten Tag (Dienstag, 10.3.09)rief auch gleich jemand an. Diese Dame suchte noch ein Böckchen, da eines ihrer Böckchen gestorben ist und sie nun einen neuen Kumpel für den anderen brauchte. Ich konnte ihr mal gar nichts sagen, außer dass eins ein Weibchen ist. Ist hatte doch immer noch keine Ahnung. Allerdings kannte die Dame sich besser aus wie ich und erzählte was von „Vergesellschaftung u.s.w. Sie kam auch am selben Nachmittag und nahm ein Böckchen mit und sagte uns dann auch, was die anderen für ein Geschlecht haben. Sie war natülich auch geschockt, von der Art und Weise wie die Chins nun bei uns im Büro gehalten wurden. Aber nachdem ich ihr den ursprünglichen Käfig gezeigt hatte, meinte sie, das es vorübergehend besser wie nichts wäre und dass sie sich umhören wollte, damit die anderen Chins schnell ein Zuhause finden würden. Aber sie meinte auch, dass es für die Mama mit ihren Babys wohl schwer wäre, jemanden zu finden. Zumal die Mama auch nicht wirklich zahm war. Zumindest hatte aber schon mal einer ein neues Zuhause.

Zuhause hab ich mir natürlich weiterhin Gedanken um die Tiere gemacht. Hab rum telefoniert und alles mgliche versucht, damit alle Tiere so schnell wie mglich in gute Hände kommen. Mittwoch (11.3.09) bekam ich dann von der Dame, die das Böckchen mitgenommen hat, einen Anruf, dass sie noch Interessenten hätten, leider aber nicht für die Mama mit ihren Babys. Diese Interessenten könnten aber erst in 14 Tagen, da sie noch im Urlaub sind und auch erstmal alles vorbereiten müssen für die Tiere. Immerhin besser wie nichts. Ich hab ihr dann gesagt, falls sich niemand anderes findet, der die Tiere nimmt, könne sie gerne mit den Interessenten vorbei kommen und die Tiere abholen. Aber was mach ich mit der Mama und ihren Babys? So langsam hab ich mir um die nämlich echt Sorgen gemacht. Die Mama wirkte teilweise recht apathisch. Ich hatte ein richtig schlechtes Gewissen, als ich gegen 13:30 Uhr dann Feierabend gemacht habe und die Tiere da lassen musste. Da ich zwischenzeitlich viel über die Tiere gelesen habe, war ich mir nicht sicher, ob solche Tiere überhaupt in unseren Haushalt passen. Ich hatte viel hin und her überlegt. Woher bekomme ich einen großen Käfig? Wo stelle ich sie hin, denn auch wir haben nur begrenzten Wohnraum und vor allem, wie überzeuge ich meinen Mann??? Und ich schaffe mir ja nicht aus Jux und Dollerei mal eben ein paar Tiere an weil die so süß sind und weil sie mir Leid tun, nur um sie hinterher wieder abzugeben. Zumal ich ja nun auch wusste, dass eines der Babys ein Böckchen war und auch ein neues Zuhause brauchte, wenn es in das geschlechtsreife Alter kam. Gut, bis dahin war noch ein bissl Zeit, aber das musste ja alles bedacht werden. Oh man, das war echt nicht einfach. Als ich zuhause ankam, stand kurz darauf mein Mann auf, er hatte Nachtschicht. Ich ihm natürlich erzählt, was mir die nette Dame mitgeteilt hat und ihn gefragt, ob er was dagegen hat, wenn ich die Mama mit ihren Babys zu uns hole! Mein Mann fragte natürlich auch sofort, wo ich die denn hinstellen wollte, denn wir sind in keinster Weise auf Nager eingestellt gewesen. Wir haben hin und her überlegt. Meine Tochter meinte dann, wir können sie ja in ihr Zimmer stellen. Wir haben ihr dann erklärt, dass die Tiere nachtaktiv sind und natülich dementsprechend Krach machen nachts, so das sie dann wohl nicht mehr zum schlafen kommt. Aber auch sie hatte sich wohl schon Gedanken gemacht und meinte dann: "Mama, du weisst doch, wenn ich einmal schlafe, höre ich sowieso nichts mehr." Da musste ich ihr allerdings zu stimmen!!! Wenn sie schläft, ist sie durch NICHTS zu wecken ;-) Nach einigem hin und her meinte mein Mann dann: "In Gottes Namen, dann hol die Tiere eben, vorher gibst du eh keine Ruhe...." Gesagt, getan. Eben in der Firma angerufen und Bescheid gegeben, dass wir (meine Tochter & ich) die Mama mit den Babys holen und es musste ja jemand auf uns warten, nicht das wir dann vor verschlossenen Türen stehen. Denn wir mussten vorher auch noch einen Käfig organisieren. Den Transportkorb von den Katzen geschnappt und los ging es zum nchsten Zoohandel. Den idealen Chinkäfig gibt es ja leider nicht im Handel, also musste erstmal ein großer Karnickelkäfig reichen. Sollte ja nicht für ewig sein. Noch Futter, Heu, Sand, etc. gekauft. Dann auf zur Firma. Meine Tochter hätte am liebsten alle Tiere mit genommen, was ja nun leider nicht ging. Soviel Platz hatte wir nicht. Chinmama und Babys in den Transportbox gesetzt und schnell wieder nach Hause. Meine Tochter ist dann mit der Box schon mal hoch und hat diese meinem Mann gegeben und kam dann wieder um mir bei tragen zu helfen. Als ich dann oben in der Wohnung ankam, saß mein Mann vor der Box und war hin und weg von den Chinchis.... Wir haben dann schnell den Käfig fertig gemacht, um die Tiere hinein setzen zu können.

Meine Tochter hatte die Chinmama mittlerweile „CINDY getauft. Cindy hat sich auch sofort mit den Babys ins Häuschen verkrochen und wir haben sie erstmal in Ruhe gelassen. Gegen Abend wurden sie dann alle 3 munter. Wir haben aber nur beobachtet und sonst weiter nichts. Mein Mann hatte mittlerweile auch sehr viel über die Tiere gelesen und meinte dann, wir brauchen einen größeren Käfig für die 3. Recht hatte er. Also am Wochenende erstmal sämtliche Möbelhäuser abgeklappert, um einen günstigen Kleiderschrank zu kaufen. Leider war nichts zu finden. Dann auf zu dem großen schwedischen Möbelhaus. Dort fanden wir ein tolles Regal, was sich leicht zum Käfig umwandeln ließ. Also gekauft. Dann in den Baumarkt. Wir waren uns nicht so ganz sicher, wie wir den Käfig verkleiden sollen und haben uns kurzerhand für Laminat entschieden. Noch ne Rolle Karnickeldraht, Dachlatten für die Tür und Verschlüsse gekauft und wieder nach Hause. Mein Mann hat sich dann gleich daran gemacht einen Käfig zu bauen. Irgendwann, so gegen 3 Uhr nachts, war der Käfig dann fertig. Da die Chins alle aktiv waren, haben wir sie in der selben Nacht noch umgesetzt. Sehr zur Freude der Chinchis, die ihn gleich voll in Beschlag genommen haben. Wir haben sie dann erstmal wieder alleine gelassen, damit sie den Käfig in aller Ruhe erkunden konnten. Nach ca. 1 Woche in der wir auch das Kinderzimmer Chin sicher gemacht haben, gab es den 1. Freilauf. Sehr zur Freude der Chins.

Die Chinchis wohnten schon so ca. 2 Monate bei uns, als uns auffiel, dass Cindy immer dicker wurde. Ich konnte mir erstmal nicht so richtig einen Reim darauf machen, denn das Babyböckchen war ja noch nie soweit, um sich fortzupflanzen. Also wieder Google befragt. Ich bin dann auf diese Seite des Chinchilla-Fanclubs gestoßen. Und was ich da zu lesen bekam, hat mich erstmal geschockt. Dort stand nämlich :Das Weibchen wird direkt nach der Geburt wieder hitzig und bleibt ungefähr die ersten 5 Tage in Hitze. D.h. das Paarungsritual wird sofort wieder fortgesetzt!!! Na Klasse. Ich hatte ein „Überraschungsei" mit nach Hause genommen. Also erstmal nachgerechnet, wann denn mit der „Überraschung" zu rechnen ist.

Anfang Juli 09 müssten die Babys auf die Welt kommen. Ich hatte da bereits schon eine Tierarztanfrage über die Homepage gestellt und Kontakt mit Guido gehabt, der mir viele hilfreiche Tips gegeben hat. Nur für unsere Baby-Böckchen musste nun alsbald ein neues Zuhause gefunden werden. Ca. 3 Wochen vor der Geburt der Babys konnte er in sein neues Zuhause einziehen. Das kleine Weibchen mit dem verletzem Ohr (Einohr-Chinchilla) haben wir behalten und auf den Namen Felixa getauft. Am 2.7.09, morgens gegen 10:30 Uhr war es dann soweit. Cindy bekam ihre 4 Babys. 2 davon waren richtige Wuchtbrummen und 2 waren eher mickrig. Leider hat es eines nicht geschafft, es war einfach zu schwach. Nachdem die Babys auf der Welt waren, gab er mir den Tip, mich beim Fanclub zu bewerben, da Angi sich mit der Aufzucht von Chinchis bestens auskennt. Denn es war klar, dass ich eines der Babys zufüttern muss, da es nicht richtig zugenommen hat. Nach nächtlichem Beobachten wusste ich dann, dass Cindy abends immer in den oberen Etagen saß. Die beiden größeren Chins (45 + 50 Gramm) schafften es auch nach oben, nur der Kleine (27 Gramm) nicht. Er saß meistens nachts unten ganz alleine im Käfig. Tagsüber war kein Problem, da hielt Cindy sich unten im Käfig auf, so dass der Kleine auch trinken konnte. Ich habe dann wegen dem Milchrezept beim TA, den Guido mir empfohlen hat angerufen, der natürlich im Urlaub war, denn bei uns waren gerade die Ferien angefangen. Dann einen anderen TA angerufen, der mir sagte, ich solle Welpenmilch nehmen. Was mir eher unlogisch vor kam, da Chinchis Vegetarier sind?! Also auf der Homepage geguckt und dort stand ein Milchrezept und auch, wie man die Chinchis am besten füttern sollte. Ich hab noch 2 3 Züchter angerufen, die mir das selbe Rezept gesagt haben, weil ich mir einfach total unsicher war. Nun gut. Erstmal einkaufen. Dosenmilch und Traubenzucker. Jetzt hieß es zu gucken, ob der Kleine, wir haben ihn zwischenzeitlich auf „Kekskrümel getauft, auch die Ersatzmilch trinkt. Gegen 22 Uhr wurde der 1. Versuch gestartet der auch, zum Glück, auf Anhieb geklappt hat. Dann Bäuchlein massieren und wieder ab in den Käfig. Das alles wiederholte ich dann nachts im 2 Stunden Takt. Und siehe da, der kleine Kerl nahm kontinuirlich zu und wurde immer kräftiger. Nach ca. 14 Tagen konnte ich dann beobachten, dass er es mittlerweile auch schaffte nach oben in den Käfig zu kommen. Aber er saß trotzdem jeden Abend unten im Käfig vor der Tür und wartete, dass ich mit dem Fläschen kam. Ich habe dann die Abstände beim Fütter vergrößert, so das er hinter der Mama her klettert, da Muttermilch doch das Beste ist. Was zum Glück auch geklappt hat. Die 1. Nacht hat er noch gewartet, in der 2. ist er dann schon hinterher. Er hat trotzdem noch eine ganze Zeit lang alle 4 Stunden zustzlich etwas bekommen. Zwischenzeitlich mussten wir dann Felixa aus dem Käfig nehmen, da sie ständig auf den „Kekskrümel los gegangen ist und dem sein Hinterteil sich schon angefühlt hat wie eine Rauhfasertapete. Für die beiden Böckchen hatten wir dann auch schnell ein neuese Zuhause gefunden zum Glück.... nur „Kekskrümel, der mittlerweile nur noch „Keksli hieß, durfte bei uns bleiben. Keksli ist mittlerweile 14 Monate und ein großer, kräftiger Chin geworden, der nun sein eigenes Reich bewohnt. Wir wissen, dass man Chins nicht alleine halten soll, aber irgendwie hat es sich so ergeben.

Komischerweise interessiert er sich in keinster nicht für die Weiber. Beim Freilauf ignoriert er sie völlig und schaut nicht mal in ihren Käfig. Er ist völlig auf unsere Tochter fixiert, die wirklich alles mit ihm anstellen kann. Er steht schon hochkant am Gitter, sobald er meine Tochter hört, wenn diese aus der Schule kommt. Dann fordert er erstmal seine Streicheleinheiten. Wenn wir ihn auf den Arm nehmen, macht er nur die Abwehrgeräusche, also lassen wir ihn lieber in Ruhe. Wir wollen ihn ja nicht unnötig stressen. Auch reagiert Keksli recht einfersüchtig, wenn die Tochter sich um die anderen Chins kümmert, sie wird dann zur Strafe schonmal in den Finger gezwickt ;-) Meisten machen wir dann die Chinversorung zu 2. um ihre Finger zu schonen. Felixa ist bei jedem zutraulich und hüpft auch jedem auf den Arm. Cindy ist immer noch recht scheu. Bei mir traut sie sich allerdings auf die Hand und bleibt auch dort sitzen. Ab und an lässt sie sich sogar von mir streicheln. Alles anderen Chinchillas, die noch auf der Arbeit waren, konnten zum Glück weiter vermittelt werden. Die angekündigten Interessenten haben den restlichen 2 ein neues zuhause gegeben.

Ich habe im Fanclub viel über Chichillas gelernt und möchte mich an dieser Stelle herzlich bei Kerstin, Guido und Angi für die Unterstützung danken. Ohne euch wäre ich machmal echt verzweifelt und überfordert gewesen. Auch habe ich gemerkt, dass 3 Tage Vorbereitung für den Einzug von Chinchillas nicht ausreichend sind. Man sollte sich sehr viel Zeit nehmen, um alles in Ruhe für den Einzug vorzubereiten und sich sehr genau über die kleinen Kobolde informieren. Heute bin ich zwar um einiges schlauer, aber ich bin froh, dass es diesen Fanclub gibt, der einem mit Rat und Tat bei Fragen, die ich auch heute noch zwischendurch habe, zur Seite steht.
GabyK

Pinky und Brain Schicksalsstory

Vor drei Jahren im Sommer, ein paar Tage nach dem großen Unwetter, am Wochenende der Loveparade fuhr ich in Begleitung unseres Hundes "Schnecke" mit dem Fahrrad durch einen kleinen Pankower Park auf dem Weg in die Videothek. Als wir einen großen umgestürzten Baum passierten war "Schnecke" plötzlich sehr interessiert an dem Geschehen unter dem Blattwerk und der herausgerissenen Wurzel. Ich wartete kurz (mit neugierigen Hunden muss man manchmal ein wenig Geduld haben). Da sah ich unter dem Baum etwas hoppeln und musste sofort an Kaninchen denken, die zwar selten aber doch in Berliner Parks vorkommen können. Jedoch hatte dieses Kaninchen einen relativ langen Schweif und ich identifizierte jenes freilaufende, hoppelnde Getier als Chinchilla (bekannt aus Funk und Fernsehen).

Ich rief Silvia auf dem Handy an und fragte, ob sie denn ein ausgesetztes Chinchilla haben möchte (ihr Kaninchen war ein halbes Jahr zuvor gestorben). Sie sagte, sie komme gleich in den Park, um sich das Ganze selbst näher zu betrachten. Währendessen orteten "Schnecke" und ich erst mal das Chinchilla in schwierigem Gelände. Wir stellten fest, dass sogar zwei Chins unter dem Baum einen neue Heimat gefunden hatten. Einer von beiden war sehr interessiert an mir und dem WauWau und näherte sich mit nur wenigen Vorbehalten (später stellte er sich als immer hungriger Brain heraus, der schätzungsweise aus Gründen des knurrenden Magens seine Scheu sehr schnell überwandt). Mit Überraschung stellte ich fest, dass er eine Glatze hatte, die sehr stark an eine Tonsur erinnerte. Pinky war und ist immer noch sehr vorsichtig und hielt sich sehr im Hintergrund. Als Silvia eingetroffen war, besiegelten wir das Schicksal der Chins und beschlossen, sie einzufangen und erst mal mit nach Hause und danach zum Tierarzt zu nehmen. Da es langsam dämmerte, war ein wenig vorsichtige Eile geboten. Brain ließ sich aus oben genannten Gründen sehr einfach und schnell einfangen. Zusätzlich schien er nach mindestens einer Nacht im Freien schon ein wenig geschwächt ( Spuren im Fell, die Glatze und ein paar Kratzer ließen auf eine eventuelle Katzenattacke schließen, zusätzlich war das Fell war sehr angeschlagen und feucht). Pinky jedoch, der sich später beim Tierarzt als älterer und erfahrener Chin herausstellte, war sehr vorsichtig und souverän in seinem "Ich-lass-mich-nicht-fangen"- Spiel.. Wir wollten den Stress und die Verletzungsgefahr für alle Beteiligten bei der Fangaktion natürlich so gering wie möglich halten. "Schnecke" war dabei in seinem vorbildlichen Verhalten eine große Hilfe, ohne die wir Pinky wahrscheinlich nie gefangen hätten. Er hatte ja schon Kaninchenerfahrung. Wusste also, dass das graue fliehende Tier zwar angezeigt, aber nicht "angefasst" werden durfte. Da es schon fast ganz dunkel geworden war, musste ich mich in dem doch relativ großen Areal auf die Nase und die Reaktionen des Hundes verlassen. Es ging auch ohne riesige Hetzaktionen vonstatten. Der Hund ging langsam und sehr vorsichtig auf Pinky zu (ich denke für "Schnecke" war diese Spezies unbekannt und auch ein wenig unheimlich), als er zu nah herangepirscht war hoppelte Pinky eher entspannt ohne große Hektik unter den nächsten großen belaubten Ast oder einmal unter dem großen Stamm hindurch. Nach ein paar Minuten kannten wir seine Routen und nach ein paar Minuten mehr konnte ich an den entsprechenden Stellen warten. Schließlich ließ "Schnecke" ihn direkt in meine Hände hoppeln. Im Rucksack wurden die beiden ausgesetzten durch unverantwortliches Verhalten zumindest äußerlich ein wenig lädierten Chins wieder in ein warmes und futterreiches Zuhause verfrachtet. In der folgenden Nacht hat es dann sehr stark geregnet, so dass die beiden sich relativ sicher sehr stark erkältet hätten. Wir fühlten uns ein wenig wie Lebensretter.

Diese erste Nacht verbrachten sie in einem alten Kaninchenkäfig in weichem Heu und Streu bei Haferflocken und frischem Wasser. Wir informierten uns den Rest des Abends über die Grundlagen von Futter, Krankheiten und Haltung von Chinchillas im Internet. Am nächsten Tag war der Tierarzt dran. Die beiden kastrierten Männchen schienen bis auf ein paar äußerliche Verletzungen ganz gesund zu sein. Die Unkenntnis einiger Tierärzte auf dem Chinchilla-Sektor, von der wir schon im Netz informiert wurden, wurde uns hier bestätigt. Grundlegende Kenntnisse, die wir uns durch ein einfaches Studium im Internet geholt hatten, wie z.B. das Haare lassen von Chins im Fall einer Attacke durch ein Raubtier, wurden hier als Pilzinfektion interpretiert. Diese war es jedoch nicht und Brain (der seiner Tonsur auch seinen Namen verdankt) hat mittlerweile natürlich wieder ein volles Haupthaar. Durch ein paar Bücher und das Internet inspiriert beschlossen wir, den beiden geschundenen Kreaturen einen großen, besonderen Käfig zu bauen. Bei der Berliner Stadtreinigung besorgten wir uns zwei große Transportkisten, die wir zusammenschraubten und die so den Korpus eines, nach unseren Maßstäben, genügend großen Käfigs bildeten. Unten wurden Rollen montiert um ein wenig Flexibilität und einen zusätzlichen Rückzugsraum im "Keller" des Chin-Käfigs zu bieten. Vorne auf den Käfig wurden mit Leisten und Hasendraht zwei Schwingtüren mit magnetischem Verschluss konstruiert. Innen wurde eine obere Etage und mehrere Sitzbretter angeschraubt. Zusätzlich wurden mehrere Wurzeln und Äste von ausgewählten ungiftigen Hölzern verkeilt, um ein bequemeres Wechseln zwischen den Etagen zu ermöglichen und einen "Rinden-Knabber-Snack" bei Langeweile zu bieten. Als Futterstellen organisierte Silvia praktische Ton-Blumentöpfe, in die man zum Fressen sogar reinkriechen kann. Nach ersten blauäugigen Versuchen, die Chins frei im Zimmer laufen zu lassen, einer Demontage aller Kabel im Zimmer sowie reichlich verkosteten Boden- und Türleisten, beschlossen wir zusätzlich ein Gehege zu bauen. Der erste Versuch schlug aus mangelnder Höhe des Maschendrahts fehl. So mancher Besucher, der im Chin-Zimmer nächtigen durfte, bekam des Nachts Besuch und der unheimliche Kabelfraß ging aus unerfindlichen Gründen weiter. Mittlerweile haben wir unsere Chin-Kenntnisse anhand des Try and Error-Prinzips soweit ausgebaut, dass Pinky und Brain ihre nächtlichen Ausflüge, die sie durch unglaublich spektakuläre und artistische Aktionen bewerkstelligten,einstellen mussten. Auch das Gehege hat sich erst mit der Zeit und der hinzugewonnenen Erfahrung auf den bestehenden Standard entwickelt. Das 3-4 qm große Gehege besteht nun aus einem 1 Meter hohen Drahtzaun mit Einstiegsstelle. Den durch ätzendes Chinchilla-Pipi angeschlagenen Parkettboden haben wir mit PVC ausgelegt, der den beiden Gott sei Dank nicht schmeckt. Zum Spielen und Toben haben wir unterschiedliche Äste ausgewählter Bäume (z.B. Apfel, dessen Rinde auch sehr bekömmlich ist und gut zu schmecken scheint), Tonröhren und Töpfe aus dem Baumarkt und mehrere Ytongsteine zum Knabbern, sowie einen hohlen Baumstumpf als Sand-Swimming-Pool im Gehege untergebracht.

Das Zusammenleben ist extrem harmonisch. Pinky und Brain haben trotz ihrer unbekannten aber sicher nicht schönen Vorgeschichte das grundlegende Vertrauen zum Menschen wiedergefunden und sind sogar annähernd handzahm geworden. Es macht ihnen, wie bekannt, zwar nicht soviel Spaß, immer zu kuscheln aber durch gegenseitigen Respekt und mit ein wenig Rosinen-Leibspeise kann man sie ohne große Probleme überzeugen, dass ein bisschen Streicheln doch ganz angenehm für beide Seiten ist. "Schnecke" hat die beiden schon voll ins Rudel aufgenommen. Er ist jedoch ein wenig eifersüchtig und futterneidig: "wenn es sein muss, dann fress ich sogar Pellets. Wenn die das bekommen, will ich auch"; was er dann trotz seiner Abneigung gegen vegetarische Kost auch tut. Wenn man das Gehege verlässt fordert er seinen Anteil an Aufmerksamkeit. Pinky und Brain sind sehr cool und der Hund stört sie in keinster Weise. Bei seiner Anwesenheit wird er neugierig beschnuppert und begrüßt.
Silvia und Flo

Charly
Er ist ein absolut liebes und tolles Chin, der wirklich nur das Beste verdient hat. Das kann euch jeder bestätigen, der ihn kennt - er ist immer sofort der Liebling von allen Besuchern:)

Er hat eine schwere Vergangenheit hinter sich. Ursprünglich stammt er aus einer Massenvermehrung und ist dann im Alter von 2 Jahren zusammen mit seinem Sohn zu einer jungen Frau gekommen, die damals noch in ihrem Elternhaus lebte. Er wurde bei dem Vermehrer ausgemustert, weil er nur Standardnachwuchs produziert hat (er ist Black Velvet). Bei der jungen Frau hatte er ca. 2 Jahre lang ein annehmbares Leben (außer falsche Ernährung und eine unbehandelte Augenentzündung), dann ist sie ausgezogen und da die Mutter ihr Zimmer als Hobbyraum wollte, hat sie ihre Möbel im Keller untergestellt. Ihr Lebensgefährte wollte Charly (damals noch Chinchi) und seinen Sohn Chilli nicht in seiner Wohnung haben, und daher wanderte der Chinkäfig samt Inhalt mit in den Keller. Von da an saßen die Chins in einem kalten, zugigen, schimmeligen Loch ohne Tageslicht, der einzige menschliche Kontakt war, wenn das Mädel 2 x pro Woche zum Füttern vorbei gekommen ist.

Nach 2 Jahren im Keller ist dann schließlich sein Sohn - vermutlich an der erblichen Zahnanomalie - gestorben (O-Ton Vorbesitzerin: "er hat irgendwann einfach nichts mehr gefressen, wurde immer magerer und ist dann irgendwann gestorben" - TA? Nöööö). Von da an saß Charly dann noch 2 Jahre lang allein in diesem feuchten, dunklen Keller und fristete sein Dasein. Bis im Dezember 2000 die Tierrettung Landau von seinem Schicksal erfuhr und der Frau die Pistole auf die Brust setzte. Entweder, sie gibt ihn freiwillig her, oder sie wird angezeigt und das hat eine Geldstrafe zur Folge. Nach einigem Hin und Her zog er dann bei uns ein - eigentlich sollten wir nur Pflegestelle sein, also nur vorübergehend, bis er wieder gesund ist. Na ja .... und gesund geworden ist er ja bis heute nicht, und wird es auch nie. Wir haben zwar schon viele Leute da gehabt, die ihn trotz Zahnanomalie und dem nötigen Mehraufwand gerne zu sich genommen hätten - aber der kleine Charmeur hat unsere Herzen im Sturm erobert und wir freuen uns über jeden Tag, an dem er bei uns ist:) Der Mehraufwand, den seine Pflege mit sich bringt, nehmen wir folglich gerne in Kauf, für uns ist das keine Belastung oder so, sondern nur ein kleines Dankeschön an ihn für all die Liebe, die er uns gibt, all die Freude, die er uns bereitet und all die Sonne, die er durch seinen Schabernack in unser Leben bringt. Wir betrachten es als ein ganz besonderes Geschenk, das wir einen Teil unseres Lebens mit diesem ganz besonderen Geschöpf verbringen dürfen, das uns täglich so viel zu geben hat. Wir hatten ja schon viele Notfallchins vorübergehend bei uns, aber Charly ist wirklich einmalig!
Angi

Komm schnell, das Paket bewegt sich...
Ich habe mal wieder eine Geschichte, die eigentlich nie passiert sein dürfte ...

Als mein Mann heute morgen gegen 6.35 Uhr das Haus verließ, stand er gleich darauf wieder in der Tür und sagte mir, dass vor der Tür ein Paket für  mich gestanden habe. Er stellte es ins Wohnzimmer. Na ja - wahrscheinlich von den Nachbarn abgegeben .... Kurz darauf, mit leicht panischer Stimme "Komm schnell - dein Paket bewegt sich". Als wir dann vorsichtig das Paketklebeband durchtrennt hatten und in den Karton geschaut haben, traf uns fast der Schlag. Da waren 2 CHINNIES drin!!!!!! Dann wurde es hektisch bei uns am frühen morgen. Zuerst musste eines unserer Päarchen umziehen, da unsere Chins alle noch in der Einliegerwohnung sitzen und eigentlich auf ihre neuen Käfige warten, folglich sind alle Notkäfige belegt. Dann Notkäfig putzen, neu einrichten, schnell noch Wasserflasche und  Futternapf desinfizieren und dann konnten die beiden Süßen endlich aus ihrem Karton. War auch knapp, weil, nachdem sie erst mal munter waren, haben sie natürlich nichts besseres zu tun gehabt, als die Luftlöcher zu  vergrößern:-)

Den beiden Mäusen geht es gut. Es sind 2 gut gepflegte und wohl genährte (512 und 528 g) Standardmädels und ziemlich zutraulich. Woher sie kommen? Keine Ahnung! Der Karton war ein neutraler brauner Karton, wie er  in allen Firmen benutzt wird. Und darauf war ein Postaufkleber mit meinem Namen drauf, aber nicht abgestempelt. Und natürlich kein Absender. Im Karton war etwas Einstreu und etwas Heu, sonst nichts. In die Seitenwand des  Kartons wurden ein paar Luftlöcher mit einem Messer gestochen. Wichtig ist  ja jetzt erst mal, dass die beiden Mäuse in Sicherheit sind. Zum Glück hat Frank den Karton gleich rein gebracht und hat ihn nicht für mich stehen  lassen. Sonst hätten sich die Mäuse wahrscheinlich durchgenagt und hätten das Weite gesucht, bevor ich sie entdeckt hätte. Aber wie gehts jetzt weiter? Für  heute Nachmittag habe ich erst mal einen Termin beim Tierarzt zum Erstcheck  und Kötelabgabe. Ich denke aber, sie sind gesund. Bei der Polizei habe ich auch schon angerufen, die rieten mir, die Kleinen ins Tierheim zu bringen. Nee, mache ich natürlich nicht. 
Angi

Mogli - gefunden
Hallo Chinchilla-Fans,
mit diesem Beitrag möchte ich zum Nachdenken anregen und erzählen, dass es nichts schöneres gibt, als ein Tier zu pflegen und zu lieben und geliebt zu werden. Leider gibt es nicht so viele Leute wie uns, die ein Herz für Tiere haben. Ich beschreibe eine kleine Geschichte über das Schicksal eines kleinen gequälten und ausgesetzten Chinchillas:

Zuerst muss ich sagen, dass ich schon immer Chinchillas geliebt habe und irgendwann machte ich meinen Traum wahr und bekam einen Chin-Baby aus einer Hobbyzucht. Ich nannte ihn Teddy, da er auch so ein Gesicht hat. Wollte ihn nicht alleine lassen und überlegte, einen zweiten zu holen. Durch Zufall ging ich in eine Zoohandlung und hatte mir immer geschworen, keinen Chin aus der Zoohandlung zu nehmen, lieber aus dem Tierheim. Doch ich sah mit Schock einen ca. 20 cm hohen Käfig und ca. 1 m lang, drin saß ein kleiner Chin mit bereits einem Ziegenrücken. Ich öffnete den Käfig und er krabbelte  in meinen Ärmel meines Pullovers. Tja, und da hatte ich schon den zweiten J. Ich musste ihn daraus holen, denn kurz danach war die Zoohandlung pleite, wer weiß, wo er jetzt wäre. Leider nur auch ein Bock. Kann sich ja jeder vorstellen, was bei mir zuhause los war. Fast zwei Jahre saßen sie nebeneinander im Käfig ( konnten sich beschnuppern ) und haben sich gehasst und hätten sich auch todgebissen. Irgendwann hatte ich meinen Freund solange genervt, so dass er mir einen riesigen Käfig mit Trennwand gebaut hat. Da wir ca. 2 Jahre später zusammengezogen sind und die Chins natürlich auch mit, musste wir die Monster-Käfige auseinander bauen und im neuen Heim wieder zusammen. Doch wir vergaßen, ein winziges Loch zu schließen (Durchmesser ca. 6 cm ). Eines Tages kam ich von der Arbeit und wollte wie immer meine Chins begrüßen, doch ein Käfig war leer. Geschockt suchte ich alles ab, doch der eine schien weg zu sein. Bis ich in den anderen Käfig genau schaute, da saßen beide zusammengekuschelt auf einem Brett und sahen aus wie ein Chin. Man, was war ich glücklich. Die Zusammenführung hatte doch geklappt. Seitdem lieben sie sich, nur beim Freilauf gibt es Prügelei, denn jeder hat seine Spezialverstecke und da darf der andere nicht rein J.

Jetzt aber zur Hauptfigur dieser Geschichte: Die Tochter meiner Cousine konnte gerade ein paar ganze Sätze sprechen, als bei mir zu Besuch war. Ich erklärte ihr einiges über die niedlichen Chinchillas, sie fand sie total interessant. Sie nannte sie immer: „Chipse“ oder so ähnlich, da sie es nicht aussprechen konnte. Ein paar Wochen später, ich kam gerade von der Arbeit, rief meine Mutter mir entgegen: „Britta, Tatjana hat einen Chinchilla gefunden.“ Ich musste erst lachen, da ich dachte sie hätte vielleicht ein Kaninchen gesehen oder so, aber auch diesem Tier wollte ich helfen, da es stark regnete. Kurz danach kam ich schon mit Transportbox und Leckerli dort an und was sah ich mit Erstaunen: einen durchnässtes Chinchilla, zusammengekrümmt in einem Busch. Da ich nicht wusste, ob er beißt, versuchte ich es erst mit Leckerchen, aber er reagierte nicht. Also nahm ich ihn einfach in die Hände, um ihn mir anzuschauen. Er wehrte sich gar nicht, ganz im Gegenteil, er guckte mich mit seinen Kulleraugen an, als wollte er sagen: danke, das du endlich da bist und mir hilfst !!! Hatte noch nie so treu-doofe Augen gesehen und er wollte nur kuscheln. So, ab nach Hause und ihn erst mal aufpäppeln. Zum Glück hatte ich noch einen alten Käfig mit Zubehör. Schnell war er eingerichtet und der Chin, den wir Mogli nannten, da er aus dem Busch kam, konnte sich endlich im trockenen ausruhen. Meine anderen Böcke machten einen riesigen Aufstand, denn es war auch wieder ein Bock in ihrem Revier. Ich beschloss, Zettel dort zu verteilen, wo ich ihn gefunden hatte, um vielleicht einen Hinweis zu bekommen, woher er stammte, schellte überall in der Gegend, doch keiner wusste Bescheid. Hätte ich mir ja auch denken können, denn wer würde es schon zugeben, dass er ein hilfloses Tier zum Sterben in den Regen setzt!!!! Der Weg zum Tierheim war wohl zu weit und außerdem wird man dort noch mit unangenehmen Fragen belästigt, wie z.B.: Warum geben Sie das Tier ab…usw.??? Tja, also setzt man es aus, AUS DEN AUGEN; AUS DEM SINN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich finde das wirklich unheimlich herzlos, aber leider gibt es viel zu viele Menschen, die so handeln, und denken. Zuerst wollte ich den Kleinen nicht behalten, da ich nicht so viel Platz hatte (das war vor dem Umzug) und schon 2 Böcke da waren. Wollte ihn nur gesund pflegen und dann in gute Hände abgeben. Das Pflegen dauert jetzt schon 1,5 Jahre J. Wir werden ihn nie mehr abgeben, sondern ihm noch ein schönes Leben schenken, denn er hat einiges nachzuholen. Diverse Krankheiten haben wir schon durch. Zuerst bekam er eine riesige Erkältung und zusätzlich noch Gase im Darm, ihm ging es gar nicht gut. Doch ein sehr netter Tierarzt hat es geschafft. Bin jeden Tag mit ihm dorthin, bekam Spritzen und Medikamente, jeden Tag Rotlicht  und nach 1 Woche ging es ihm tatsächlich besser. Ich war überglücklich. Auf einmal fing er mit starken Krämpfen an, die teilweise bis zu 20 Minuten dauerten, das ist ja nicht normal. Also auch wieder Vitamine usw. und die Krämpfe wurden weniger. Zusätzlich überredete mich der Tierarzt zu einer Kastration (was ich bis heute bereue, da ich ihm das eingebrockt hatte), aber was sehr gut verlaufen ist und er tatsächlich seitdem als Neutrum angesehen wird und die anderen beiden ihn mittlerweile akzeptieren. Aber hätte ihm gerne die Schmerzen erspart. Zur Zeit kämpfe ich gegen seine Verstopfung an, aber das bekommen wir auch in den Griff. Da ich zur Zeit mein Handgelenk gebrochen habe, musste ich mir einen mobilen Tierarzt suchen, der sogar täglich vorbei kommt, um ihn zu behandeln, sogar für wenig Geld, obwohl mir das total egal ist, Hauptsache es geht ihm besser. Wer weiß, was er von den Vorbesitzern bekommen hat, das er jegliche Krankheiten in sich trägt. Hauptsache sagen können: ich habe einen Chinchilla, aber sich nicht bemühen, diese Tiere gewissenhaft und richtig zu halten, ernähren und zu pflegen. Er kannte kein Sandbad. Ich stellte es ihm vor die Nase und man konnte beobachten, wie sein Instinkt ihm sagte, dass er da jetzt rein muss und kräftig „baden“. Hatte echt Mühe, ihn da wieder raus zu bekommen J. Es war ein schöner Anblick und ich habe Tränen geweint. Wir werden ihn nie mehr abgeben, denn er ist der liebste und verschmuste von allen.

Denke, das reicht jetzt erst mal und hoffe, dass alle mal darüber nachdenken, dass es nicht nur dem Tier gut tut, sondern auch uns Menschen, Liebe zu geben und Liebe zurück zu bekommen.
Gruß
Britta

5 Jahre Chinknast
Massel lebte die ersten 5 Jahre seines Lebens bei einer alten Dame auf dem Balkon in  einem nicht isolierten Verschlag. Die Kiste bestand aus 5 geschlossenen  Bretterseiten; die Vorderfront bestand aus zwei verschieden starken Gittern und einer Fliegengase - mit dem Ergebnis, dass auch dadurch kaum Licht eindringen  konnte. Die Innenausstattung des "Käfigs" bestand u. a. aus einem alten Katzenkratzbaum, von dem der Kleine das Fell abfraß (auch nicht sehr gesund). Es  gab eine winzige Wasserflasche (eigentlich für Mäuse), von der auszugehen ist, dass sie nicht immer genug Wasser bot. Futter kann kaum täglich gegeben worden sein, weil man ja immer die ganze Tür öffnen musste. Heu kannte er gar nicht. Ansprache vermutlich auch nicht. Kein Wunder, dass er zum "Fellfresser" wurde. Mitte August wurde er bei "Agaporniden in Not" abgegeben - in einer Plastikeinkaufstasche, weil die alte Dame ins Heim musste. Eine Woche später holte ich ihn zu mir. Zunächst einmal erhielt er einen neuen Namen: Massel (jiddisch für "Glück"). Fünf Wochen später war er - nach gaaaaaanz langsamem Kennenlernen - mit meinem alten Böckchen Lucky vergesellschaftet. Die beiden  lieben sich heiß und innig und sind in eine Megavoliere gezogen. Im November wurde bei ihm Diabetes festgestellt. Er wird mit Insulin behandelt. Insgesamt hat er sich gut eingelebt und auch sein Fell ist - größtenteils - wieder nachgewachsen. Hoffen wir, dass er trotz seiner Erkrankung, noch viel Zeit hat, ein halbwegs artgerechtes Leben zu genießen!
Elke  

Gestatten Gremlin - ehemals Flatter
Hallo Chinchilla-Freunde,
früher hieß ich Flatter. Meine neuen Freunde nennen mich Gremlin. Ich war schon mal auf Euren Seiten. Als Stuttgarter Notfall wurde ich vermittelt, weil mich erst ein Weibchen, zu dem ich verkauft wurde, und anschließend meine Geschwister und Eltern fast tot gebissen haben. Das ist jetzt  bald ein Jahr her. Vielleicht erkennt Ihr mich noch an meinen Schlitzohren.

Ich wollte mal Bescheid sagen, dass es mir jetzt gut geht. Ich wohne jetzt in einer Maisonette-Wohnung und hab fast jeden Tag Ausgang über drei Etagen.  Wenn meine Leute Urlaub machen, darf ich in eine andere Maisonette-Altbauwohnung. Dort kann ich sogar im Dachgebälk rumturnen.

Wenn ich genug hab vom Laufen, hol ich mir jemand zu meinem Stall und lass mich wieder einsperren. Dafür kassier ich dann 3 Rosinen zur Belohnung.
Nochmals Danke für Eure Vermittlung.
Gremlin

Bernhard und Bianca
Ich wollte bei einem 15-jährigen Mädchen ein Chinchillababy abholen, welches sie auf einem Trödelmarkt zum Kauf angeboten hatte! Als ich zu ihr kam, war ich erstmal geschockt: die Tiere bekamen Hasenfutter und Vogelsand. Als ich sie darauf ansprach, meinte sie nur, dass das Chinchillafutter und der Chinchillasand zu teuer seien. Nun gut, ihre Schwester kam dann noch dazu
und meinte, dass sie auch noch zwei von diesen Viechern hätte und sie loswerden wollte. Als ich in das Zimmer von dem 12-jährigem Mädchen kam, traf mich der Schlag!!! Erstmal dieser völlig verrostete Käfig, der aus zwei Hasenkäfigen zusammengebaut war. Das ist ja nicht so schlimm, aber sie haben ihn mit Draht aneinander befestigt und die Enden des Drahtes zeigten so nach innen, daß die Tiere sich leicht dran verletzen konnten. Es war echt ein Wunder, dass da noch nichts passiert war.

Als ich mit meiner Hand an den Käfig ging, stürzten sich die beiden wie zwei Kampfhunde auf meine Finger (und das ist nicht übertrieben) und versuchten ihre Nasen so weit wie möglich durch die Stäbe zu drücken, nur um an meine Hand zu kommen. Ich hab gedacht, das kann doch nicht sein, ich meine, Chinchillas machen zwar ihren Probebiss, aber die zwei versuchten, meine Finger zu zerfleischen. Ich bemerkte schnell, dass die beiden nichts zu Trinken hatten und sprach das Mädchen darauf an, aber sie winkte ab und meinte, sie hätten eben erst etwas bekommen und damit müssten sie sich zufrieden geben. Ich zögerte keine Sekunde mehr und packte die beiden sofort ein, obwohl ich schon 8 Chins hatte und eigentlich keine mehr wollte, habe ich die beiden mitgenommen.

Zu Hause angekommen, habe ich ihnen erstmal etwas zu trinken gegeben. Die haben sich darüber gestürzt, als wenn sie schon seit Tagen nichts mehr bekommen hätten. Sie haben hintereinander zwei Dessertschalen voller Wasser getrunken, echt unfassbar. Auch über das Futter stürzten sie sich und als ich mir die beiden näher betrachtete, blieb mir die Luft weg. Sie bestanden nur noch aus Haut und Knochen, da war aber auch gar nichts mehr dran. Das Weibchen saß bestimmt 2 Stunden vor dem Fressnapf und hielt es regelrecht krampfhaft fest. Ich glaube, die hatte Angst, dass man ihr das Futter wieder wegnimmt.

Ich bin dann am nächsten Tag zum Tierarzt gegangen und auch der war  über den Zustand total  entsetzt. Sie waren völlig unterernährt und das Weibchen ist fast blind. Mein TA nimmt mal an, dass sie nur Schatten wahrnimmt.

Die Beiden heißen nun Bernhard und Bianca und sind wirklich nur lieb, sie kommen an den Käfig und begrüßen einen mit einem Küsschen und ich glaube, sie sind dankbar, dass sie endlich auch ein Chinchilla-gerechtes Leben führen dürfen.
Petra

Horrorleben für Emely - bis die Rettung kam
Tut mir leid, ich muss mir einfach Luft machen. Unvorstellbar, was heute vorgefallen ist: Gestern sprach mich jemand auf meiner Hunderunde an, dass sie gehört hat, dass ich Chinchillas halte. Sie fragte mich, ob ich jemanden wüsste, der ein weißes Mädchen "aber nicht ganz weiß, sondern mit silbrigen Flecken" (also ein Silberschecken-Mädchen) haben wollte. Ich habe sie gefragt, was sie dafür haben möchte und sie sagte, dass sich das Tier nicht mit dem Bock verstehen würde, der würde sie immer beißen und dass sie sie verschenkt. Im ersten Moment: FREUDE! KLAR WUSSTE ICH JEMANDEN :-)))))) Heute bin ich hin und habe die kleine Maus geholt. UNVORSTELLBARE Zustände: die Chins waren zu viert in einem Meerschweinchen-Käfig!!!!! Der Bock hat ihr nicht nur die Ohren zerbissen, sondern auch den kompletten Rücken. Von dem Silberschecken-Gesicht war wenig zu sehen, das Gelbe vom ungereinigten Käfig überwiegt :-((( ICH HABE SOLCHE WUT!!! Morgen wird der Tierschutzverein kontaktiert. Ich habe sie übrigens gefragt, warum sie das Mädel nicht rausgenommen hat: "Ich hatte keinen zweiten Käfig und deshalb will ich sie ja auch schnell loswerden". Solche Leute gehören bestraft!!!!
AndreaA

AndreaA-EmelyKAndreaA-EmelyOhr1K

AndreaA-EmelyOhr2KAndreaA-EmelyRuecken1K

AndreaA-EmelyRuecken2KAndreaA-EmilyOhraussenK

Ein Chinchilla aus dem Tierheim - Debbys Geschichte
An einem Wochenende, während ich die Tageszeitung las, wurde ich auf eine Anzeige aufmerksam.
Tierschutzverein sucht ständig gutes Zuhause für
Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen usw.
150 Chinchillas (männlich/weiblich), auch 1 behindertes .
Tel...........
Steffi-debbie1Steffi-debbie2
Da ich zu diesem Zeitpunkt schon 4 Chinchillas hatte, habe ich sofort gedacht, na ja, eins mehr macht auch nicht mehr Arbeit. Fragte mich, wo das Tierheim plötzlich so viele Chinchillas her hat? Meine Neugier war geweckt. Am Montag habe ich unter angegebener Nummer angerufen. Die ganzen Chinchillas waren von einem Pelzzüchter, der Pleite gegangen ist. Als ich sagte, dass ich speziell Interesse an dem behinderten hätte, haben sie mir erzählt, um welche Behinderungen es sich handelt. Die behinderte Chinchilladame diente wohl als Gebärmaschine und hatte im Sommer einen schweren Hitzeschlag erlitten. Seitdem leidet sie an Gleichgewichtsstörungen. Außerdem ist sie auf einem Auge blind. Sie war bis zu diesem Zeitpunkt bei einer Frau privat untergekommen. Als ich dann immer noch Interesse hatte, habe ich einen Termin ausgemacht, an dem die Frau mit dem Chinchillaweibchen zu mir kommen wollte (das läuft oft so, weil sie gerne sehen, wie das Tier unterkommt). Inzwischen hatte ich einen separaten Käfig fertig gemacht, damit die Chinchillas sich erst mal kennen lernen konnten. Als die Frau dann zu mir kam und den großen selbstgebauten Käfig sah, in dem die anderen untergebracht Steffi-debbie3waren, war sie ganz begeistert. Das finde sie ja toll, so einen großen Käfig. Sie hätte schon ganz anderes gesehen... Da hat sie mir dann noch erzählt, wie sie die ganzen 150 Chinchillas bei dem Händler geholt haben und viele erst mal bei den Tierheim-Mitarbeitern privat untergebracht sind, weil sie im Tierheim dafür gar kein Platz hatten. Damals war sie ca. 4-5 Jahre alt. Habe die Chinchilladame Debby getauft. Sie ist in einem breiten Kaninchenkäfig untergebracht mit einer Zwischenetage. Sie hat extra keinen hohen Käfig wegen ihren Gleichgewichtsstörungen. Sie ist sehr zutraulich, trotz ihrer schlechten Erfahrungen. Inzwischen hat sie sogar gelernt, aus einer Flasche zu trinken. Halte sie getrennt von den anderen, weil sie sich wegen ihrer Behinderung nicht so gut wehren kann. Nun lebt sie schon 8 Jahre bei mir. In der ersten Zeit habe ich noch ein paar mal mit der Tierheim-Mitarbeiterin telefoniert, um ihr zu sagen, wie gut sich Debby eingelebt hat. Debby mag besonders gerne getrocknete Karotten, trockenes Brot und Erdnüsse.
Steffi

Angi-Tine4 Tine, Teil 1
Hallo,
ich bin heute superglücklich. Wir haben seit gestern Familienzuwachs. Eine kleine Silberschecke namens Tine. Geboren wurde sie am 29.12.99, also fast ein Milleniumsbaby, und gestern Abend haben wir sie zu uns geholt. Tine stammt von einem Züchter, der seine Zucht aufgegeben hat. Sie ist eines der "Resttiere", die er noch privat bei sich hält. Wir uns das Scheckenmädel näher angeguckt, wegen ihr waren wir ja schließlich über 2 Stunden durch die Pampa gefahren. Und die Kleine hat Charme, das muss ich zugeben. War sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Jetzt ist sie also bei mir und hat einen kleineren Käfig für sich alleine. Ein größerer Käfig wäre zu gefährlich, da sie das Klettern, ebenso wie viele andere Dinge erst lernen muss. Die Bedingungen, unter denen sie gehalten worden ist, waren nämlich alles andere wie ideal. Der Käfig waren vier Holpfosten auf einen Boden genagelt und Plexiglas darauf festgetackert. Damit sie Luft bekommen, ist oben kein Dach drauf. Damit sie oben nicht abhauen können, ist im Käfig nichts vorhanden, auf das ein Chinchi klettern könnte. Folglich kennt sie es weder, wie man am Gitter klettern kann, noch wie man von Brett zu Brett hüpft. Auch die Ernährung lies zu wünschen übrig: wir haben im ganzen Käfig keinen einzigen Heuhalm entdeckt, auch keinen Salz- oder Nagerstein. Nur Pelets - das wars. Dementsprechend ist die Kleine sehr, sehr mager, muss erst mal aufgepäppelt werden. Auch Äste zum Nagen oder Leckerle sind ihr total fremd, viel Zuwendung hat sie sicher nicht bekommen.! Verwunderlich, dass sie sich trotzdem relativ problemlos anfassen lässt. Nur das man an Ästen nagt und das Rosinen was zu fressen sind, das muss sie auch noch lernen. Beim Heu hat sie schon kapiert, zu was es da ist. Nachdem sie ca. 1 Stunde In der Heuraufe rumgeklettert ist, hat sie angefangen zu fressen - Instinkt eben. Heute Nacht hat sie fast die ganze Raufe leergemampft, scheint ihr also zu schmecken. Mit dem Sandbad hat sie sich auch schon angefreundet, denn was sich dort als Sandbad im Käfig befunden hat, konnte man vergessen, eine kleine Schale vollkommen verdreckter Sand - die Schale zu klein zum drin wälzen, der Sand zu grob, um das Fell zu pflegen. Gestern Abend sah sie noch recht struppig aus, allerdings konnte man erkennen, dass da ein echt schönes Tier draus werden kann. Ich habe gestern am Telefon Anke gegenüber schon angedeutet, dass es evtl. sogar eine Tricolor ist - dieser Verdacht wurde heute Morgen, bei Tageslicht und schön gebadet, bestätigt. In ein paar Tagen wird sie sich, so denke ich, zu einem sehr edlen Tier gemausert haben.
Angi

Tine, Teil 2
Erste Erfolgsmeldungen von Tine. Sie macht jetzt jede Nacht ihre Heuraufe komplett nieder und auch die Pellets mümmelt sie fleißig weg. Ebenso Brot, Apfelschnitz, Rosine, Hagebutte,... eben alles, was man ihr in den Käfig streckt. Ich muss mich da echt bremsen, damit sie nicht zu viel bekommt. Mir gefällt es einfach, was für einen gesunden Appetit sie entwickelt. Aber Heu und Pellets schaden ja nichts und am Heu hat sie ja ihre besondere Freude. Scheint ihr echt gefehlt zu haben - wie wenn sie jetzt das versäumte Heu der ersten Monate auch noch fressen müsste. Seit Freitag Abend hat sie schon 30 Gramm zugelegt, wiegt jetzt 370 Gramm. Die Rippen sind auch schon nicht mehr ganz so deutlich zu spüren. Schätze mal, noch 80 - 100 Gramm, dann ist sie o.k. Auch vom Fell her macht sie deutliche Fortschritte. Man kann sie mittlerweile anfassen, ohne klebrige Finger zu bekommen. Die verfilzten Knoten habe ich gestern auch rausgeschnitten, jetzt sieht sie langsam wie ein Chinchilla aus, nur etwas Glanz fehlt dem Fell noch. Aber mit Vitaminen, Hagebutten und Leinsamen wird das auch noch, Mangelerscheinungen verschwinden ja nicht von heute auf morgen.
Angi