HOME
INHALTSVERZEICHNIS
Der Fanclub
GERETTET...
Vermittlung & Urlaub
Chinchilla kompakt
Farben & Genetik
Käfige & Schlafhäuser
allgemeine Fragen
Krankheiten
Krankenberichte
Fehldiagnosen
Notfall & Hitzschlag
Hilfe durch die Natur
Kastration
Chinurteil/-b√ľcher
Spaß mit Chinchillas
Eure Fotos
Links

 

Inzucht-Horror

9 Chinnies kommen frei, eigentlich 11

Dezember 2002 - Ein Bericht, was aus uns geworden ist

Abholung und Transport in die Freiheit

Eine Horrorgebur t

Umzug in ein neues endg√ľltiges Chin-Zuhause

 

9 Chinnies kommen frei, eigentlich 11
Uns erreichte in den Kleinanzeigen ein Eintrag, der uns schon Schreckliches vermuten lies:
Kleine Zucht komplett oder einzeln abzugeben, 9 Chinchis davon 3 Kerle und 6 Weiber. Alterstechnisch ist alles vertreten, zur Zeit ein kleines W√ľrmchen (weiblich 3 Tage alt).Langsam verliere ich die √úbersicht, wo die ganzen K√§fige stehen und wer wieder mit wem und in welcher Ecke.
Nach einigen Mails, einem Vor-Ort-Termin und gro√üem Hickhack um den Preis befreiten wir die Tiere, denn diese Zust√§nde fanden wir vor: In keinem K√§fig befand sich eine Sandschale, denn es gab f√ľr die 9 Chins nur 1 Badegef√§√ü, was so klein und eng war, dass es jedem Chin eh vergehen w√ľrde, dort drin zu baden. Eingangs wurde uns erkl√§rt, alles was im K√§fig drin ist, wird gebissen. Wir streckten unsere Finger rein, die sind noch heile. Komisch? Die Tiere waren allesamt so aufgeschlossen, dass man den Eindruck bekam, sie zeigten sich jetzt von ihrer besten Seite, um mitgenommen zu werden. Alle Tiere wiesen Bi√üspuren auf, das Fell wirkte ungepflegt wie ewig nicht gebadet, v√∂llig fettig. Die Tiere selbst waren von schm√§chtig bis wohl proportioniert alles vorhanden. Heuraufen? Was ist das? Heu lag auf dem Boden. Zu fressen bekamen die gut gen√§hrten Mucki-Pellets, die anderen Kaninchenfutter!!! Es fehlten Nagesteine, Salzlecksteine, Kalksteine...
Lebensqualitaet KaefigeK 1. Käfig (rechts zu sehen)
2 Männchen hausen im Hasenkäfig mit 2 winzig kleinen Sitzbrettern. Beide total zahm und anhänglich. Kamen gleich an, um zu schmusen. Sie sind die Kinder von einer der beiden im nächsten Käfig beschriebenen Geschwister.
2. Käfig (Mitte)
Mutter, 7 Jahre alt, der der halbe Vorderlauf fehlte, die sich als HOCHTR√ĄCHTIG erwies, was wir jedoch erst nach dem Transport feststellte, da sie uns als hochgradig bissig vorgestellt wurde und wir sie nicht anfassen durften, sa√ü zusammen mit ihren beiden NobodyT√∂chtern. Eine Tochter hatte das Beinchen amputiert, weil die Halterin raufgetreten ist, da sie nach ihren eigenen Angaben das Tier wegschubsen wollte, weil es ein anderes biss! Dieses Tier ist die Mutter des Babys, welches uns als Weibchen verkauft wurde, was aber ein M√§nnchen ist, der Vater ist √ľbrigens einer der beiden aus dem schon beschriebenen Herrenk√§fig.
3. Käfig (links zu sehen)
ist ein Hamsterk√§fig und dort haust ein B√∂ckchen alleine drin. Es ist absolut handzahm und kam gleich neugierig an den K√§fig, um uns zu begr√ľ√üen.
4. K√§fig ist wieder ein Hasenk√§fig und dort leben die beiden Schwestern von dem einzelnen B√∂ckchen aus K√§fig 3, wovon sich ein Weibchen als M√§nnchen erwies . Die sind absolut zuckers√ľ√ü,  lie√üen sich durch die Gitterst√§be unter dem Kinn streicheln und genoss es √ľber Minuten.
Fazit: Unser Eindruck war, dass sie die Tiere nur noch loswerden wollten, weil sie ja Dreck machen und Geld und Zeit kosten.
Angi

Lebensqualitaet QualmkAbholung und Transport in die Freiheit
Vor Ort konnten wir erst mal total verdreckte K√§fige (‚Äúsauber machen lohnt nicht mehr‚ÄĚ) in einer stinkenden Wohnung begutachten. Die Tiere sa√üen, teils ver√§ngstigt, teils neugierig in diesen K√§figen und sahen uns an. Sie hatten keine H√§uschen, kaum oder keine Sitzbretter, kein Futter, das Heu lag verdreckt auf dem Boden, keine Salz- oder Nagersteine, kein ..... - einfach gar nichts. Die Voliere, die sie uns f√ľr 300 DM mitverkaufen wollten, entpuppte sich als eine Blechwanne, in die sie umgekehrt zwei Industriegitterboxen reingestellt hatten, Materialwert ca. 50 DM und dann auch noch unter aller Sau zusammmengeschustert. Echt schlimm, wenn so Leute auch noch Kapital aus so einer traurigen Geschichte ziehen wollen. Wie ich die Tiere so in ihren Drecksl√∂chern sitzen sah, hat sich mir echt das Herz zusammengezogen - arme W√ľrmchen. Wir haben dann auch gar nicht lange rumgeredet, sondern wollten die M√§use so schnell wie m√∂glich in unsere Transportboxen und -k√§fige umsetzen. Nichts wie raus aus dieser Wohnung. Die Halter beschlossen, zuerst die Jungtiere zu fangen, da die leichter zu bekommen seien - logisch, im Hasenk√§fig k√∂nnen sie ja nicht weit abhauen, wenn 4 H√§nde nach ihnen greifen! Die Jungen durfte ich auf den Arm nehmen, ebenso dann das Baby. Bei den Alten wurde ich dann aber gewarnt, dass sie bissig w√§ren. Nachdem sie die eine  3-beinige aus dem K√§fig genommen hatte, hat die sich freigezappelt und ist mir auf den Arm gesprungen, als ich sie zur√ľckgeben wollte, kam sie gleich wieder. Auch die andere Schwester wollte lieber von mir in den Transportk√§fig gesetzt werden, nur die Mutter durfte ich partout nicht halten, die sei nun mal wirklich zu bissig. Im Nachhinein ist mir auch klar, warum: SIE IST HOCHTR√ĄCHTIG!!! Sie konnte uns weder Heu noch Futter mitgeben . Das war alles leer. W√§re es nach ihr gegangen, w√§ren die Tiere die ganze Fahrt √ľber ohne Futter gewesen. Wir hatten die Boxen und K√§fige bereits vorher mit Heu und Knabberstangen ausgestattet. Die Tiere haben sich sofort sichtlich gierig √ľber Heu und Knabberstangen hergemacht, sie haben bestimmt seit Tagen nichts gefressen. Da schlug Kerstin vor, noch mal zu ihr zu fahren und ein paar ihrer Pellets in die Futtern√§pfe zu f√ľllen. Die Besitzerin holte daraufhin eine Schachtel Kellogs Frosties und meinte, das w√ľrde es genau so tun, die w√ľrden sie sehr gerne fressen. Und wirklich, die Tiere machten sich mit Hei√ühunger auch √ľber die Frosties her. Die m√ľssen wirklich ausgehungert gewesen sein. Nachdem wir bezahlt hatten, nahmen wir die Tiere mit runter zum Auto. Noch w√§hrend des Beladens bemerkte ich, dass das eine Weibchen auf dem anderen hockt. Also alles noch mal raus und fix nachgeschaut: Das Weibchen ist ein Bub. Die Besitzerin meinte dann, dass sie wohl das einzelne M√§nnchen aus Versehen in den falschen K√§fig gesetzt h√§tte (was f√ľr Zust√§nde sind denn das? Kann nicht mal die eigenen Tiere auseinanderhalten?). Da wir nicht genug K√§fige hatten, um die beiden getrennt zu setzen, mussten wir doch noch den Hamsterk√§fig, den sie uns angeboten hatten, mitnehmen. Als wir dann unter uns waren, haben wir die Tiere nochmals genau und bei Tageslicht angeschaut. Auf den ersten Blick wirkten sie sehr mager, das Fell fettig und verklebt, und sie wiesen Mangelerscheinungen auf. Das Wei√üe an den B√§uchen ist bei allen Tieren verf√§rbt. Au√üerdem leiden sie alle an der sog. gelbe Ohren Krankheit, die durch altes, ranziges Fett verursacht wird. Bisswunden oder sonstige Verletzungen konnten wir auf den ersten Blick keine erkennen, allerdings waren bei manchen Tieren Narben unter dem Fell zu sp√ľren. Augen und Z√§hne waren in Ordnung, aber die K√∂tel waren von allen Tieren fettig gl√§nzend und mit einer Fibrinschicht √ľberzogen (Frosties tagelang als einzigste Nahrung!). Da man ja mitten auf der Strasse keine besonderen M√∂glichkeiten hatte, haben wir nach diesem ersten Eindruck die Tiere wieder verstaut und die Heimreise angetreten. Hinter  Leipzig begann dann die Sonne zu scheinen und es wurde auch mit jedem Kilometer w√§rmer. Wir haben zwar die Klimaanlage angeschaltet, trotzdem fing es an zu m√ľffeln, und nachdem wir noch √ľber eine Stunde im Stau gestanden haben, stank es in unserem Auto wie auf einer Bahnhofstoilette. Die Tiere m√ľssen echt in ihrem eigenen Urin gebadet haben. Zuhause angekommen haben wir die Tiere erst mal in Quarant√§ne gestellt und haben sie mal 1 Stunde zur Ruhe kommen lassen, nat√ľrlich erst, nachdem wir uns vergewissert hatten, dass es allen gut geht. Als ich nach 1 Stunde dann zu ihnen runter bin, sind sie sofort alle ans Gitter gekommen und haben sich wie Ballerinas zum Pli√©e in einer Reihe aufgestellt. Nachdem alle Wsserflaschen aufgef√ľllt und gen√ľgend Heu nachgelegt war, konnte ich meine Neugierde nicht mehr bez√§hmen. Da sich ja schon 1 M√§del als Bub herausgestellt hatte, war ich gespannt, ob die Chins noch mehr √úberraschungen auf Lager hatten. Nacheinander habe ich darum alle Tiere aus den K√§figen genommen und habe die Geschlechter kontrolliert. Dabei musste ich feststellen, dass das Babym√§dchen ein Babyb√∂ckchen ist, die anderen Tiere haben das "richtige" Geschlecht. Verwundert hat mich au√üerdem, dass das Baby bei der Schwester seiner Mama getrunken hat. Und tats√§chlich habe ich bei der Mama eine laktierende Zitze entdeckt, bei der Schwester war nichts zu sehen. Folglich nahm ich erst mal an, dass die Schwester die Vaterrolle √ľbernommen hat und das Baby w√§rmt. Sp√§ter sah ich es allerdings auch bei ihr trinken. Sicher ist nur, dass es noch ein zweites Baby gegeben haben muss, dass wohl tot geboren? gestorben? verunfallt? ist. √úberrascht war ich auch bei der 7-j√§hrigen, denn sie sah am moppligsten von allen aus. Als ich sie dann aber in der Hand hatte (ich durfte sie ja dort nicht anlangen, weil sie ja bei√üt), bemerkte ich, dass man bei ihr genau wie bei allen anderen jede Rippe einzeln z√§hlen kann. Nur der Bauch ist megadick und prall gespannt. Ich hab zwar nichts gesp√ľrt, aber in mir hat sich sofort ein leiser Verdacht geregt, dass sie tr√§chtig sein k√∂nnte. Bereits bei der "Geschlechtskontrolle" habe ich bemerkt, dass dies keine normalen Chinchis sind. Es sind richtige Schmusechins. Sie sind alle sofort auf den Arm gekommen, man musste sie gar nicht jagen und fangen. Und sie sind alle auf dem Arm sitzen geblieben, haben sich streicheln und kraulen lassen, haben sich auf den R√ľcken drehen lassen - und alles ohne bei√üen. So liebesbed√ľrftige Tiere hab ich echt noch nie erlebt. Die Bisswunden am K√∂rper sind gut vernarbt, das Fell ist teilweise schon nachgewachsen oder w√§chst gerade. Die neueren Wunden sind alle oberfl√§chlich und heilen gut. Nur bei einem ist der rechte Hinterlauf schwerer verletzt, er scheint in irgendwas reingetreten zu sein. Da ja bei einer Wunde an der Fu√üsohle immer Dreck reinkommt, hatte die sich entz√ľndet. Ich hab gleich die Kruste aufgeweicht, den Eiter entfernt, alles desinfiziert und mit antibiotischem Puder behandelt. Ein Problem haben aber alle Tiere, und zwar ist das Fell am Bauch, speziell rund um den Penis / Harnr√∂hrenzapfen total verklebt. Wenn man dran reibt, riechen die Finger nach Urin. Ich glaube aber nicht, dass sie alle eine Blasenkrankheit haben, sondern ich sch√§tze mal, dass die armen W√ľrmchen keine andere M√∂glichkeit hatten, als in ihrem eigenen Urin sitzen zu bleiben. Das Gelbe am Bauch kommt ja auch nicht von ungef√§hr. Mein hellbeiges T-Shirt, dass ich an hatte, war nach den Untersuchungen im Brustbereich grau-braun. Morgens musste ich bei allen M√§usen Pellets und Heu nachf√ľllen - sie haben ihre N√§pfe komplett niedergemacht.
Angi

Roccy und Rambo haben ein neues Zuhause
Die zwei sind zu herzallerliebst. Haben soviel Streicheleinheiten von uns heute Nacht bekommen, wie sie wohl das ganze Leben noch keine anscheinend Rambo_Roccykbekommen haben. Sie haben auch seeeehhhhrrr ausgiebig und lange gebadet, sogar zu zweit, da keiner warten wollte. Auch haben sie einen sehr guten Appetit. Mein Gott, wie schnell die Pelletts und Kr√§uter runtergeputzt waren. Habe noch nie ein Chinnie soviel und so schnell alles wegfuttern gesehen. Die Badewanne hatten die zwei erstmal schief von der Seite angeschaut so nach dem Motto: ‚ÄúNan√ľ, was ist denn das?‚ÄĚ Habe dann Rocky mal vorsichtig reingesetzt und schnuppern lassen, auf einmal ging es dann los mit dem Baden. Wir haben uns fast schief gelacht, wie die in der Wanne rumgew√ľhlt haben. Nach dem Baden war Futtern angesagt und zu Schluss Streicheleinheiten bis um ca.3 Uhr. Dann schliefen die zwei nebeneinander ein. Was f√ľr ein Anblick. Auch das vergn√ľgte Quitschen w√§hrend dem Baden einmalig.
Heike

SherrykSherry zieht um
Letzten Samstag habe ich sie von Angi abgeholt, und seitdem ist kein Tag ohne Aufregung vergangen, Sherry ist ein kleiner "Lausbub"! Man muss sich nur 3 Sekunden von ihr wegdrehen und man kann davon ausgehen, dass sie irgendetwas anstellen wird. Aber fangen wir von vorne an, als Sherry am Samstag bei uns Vieren einzog: Der kleine K√§fig war bereits f√ľr sie vorbereitet und so musste nur noch eine total √ľberm√ľdete Sherry einziehen. Vom ersten Tag an war Sherry ein absolut verschmuster und verfressener Chin, was wohl auch Angi und Kerstin best√§tigen k√∂nnen. Am Sonntag versuchten wir die ersten Ann√§herungsversuch mit unseren anderen beiden, Dotscher und Sheila, und zwar durch das Gitter deren K√§figs, was auch ganz gut verlief. Montags habe ich die drei zusammen laufen lassen, was leider in einer kleinen Rauferei endete. Hoffentlich klappt es noch, denn ich glaube, dass Sherry sich trotz allem sehr einsam f√ľhlt ohne andere Chins. Ansonsten hat Sherry schon ein bisschen was auf die Rippen bekommen, das merkt man bei den Schmusestunden.
Manu

Nobody1Mittlerweile hat auch Nobody, seit seinem Umzug in den gr√∂√üeren K√§fig bei seinem neuen Frauchen und Herrchen beschlossen, ein kleiner liebenswerter frecher Chinchilla zu werden. Seit er etwas mehr Platz hat, bl√ľht er von Tag zu Tag mehr auf. Und es war Liebe auf den ersten Blick.

SafirBaby-Chin, den wir Fluffy nannten, kam mittlerweile auch zu netten Leuten und hat bereits Freundschaft mit seiner zuk√ľnfigen Frau geschlossen.

Wir sind froh, dass wir diesen armen Kreaturen ein schönes Leben schenken konnten. Wir hoffen, dass Menschen, denen plötzlich ihre Tiere zu viel werden oder sie das Interesse an ihnen verlieren, aus diesen Zeilen lernen und entsprechend handeln, bevor sie ihre Tiere ebenso grausam behandeln, wie es diese 9 erleben mussten. Und vor allen Dingen, ersparen Sie Ihren Tieren auch das Schicksal, welches Sheela noch durchstehen musste.

Eine Horrorgeburt
Gestern Abend zwischen 19.00 Uhr und 21.30 Uhr hat Sheela ihre beiden Babys zur Welt gebracht. Leider sind beide tot, was allerdings nichts mit dem Transport zu tun hat. Das erste Junge, das ich entdeckte, war nur ein schleimiger, blutiger Klumpen, der sich erst bei genauerer Betrachtung als Baby entpuppte. Es war ein Inzuchtbaby √ľbelster Sorte, total verkr√ľppelt, nicht lebensf√§hig. Der Kopf des Babys war vollkommen deformiert. Der Sch√§delknochen war nicht zusammengewachsen, der Kopf quasi offen. Die Augen waren auch nicht richtig ausgebildet. Ab der Taille abw√§rts √§hnelte diese Schreckenskreatur eher einer Meerjungfrau denn einem Chinchilla, denn die Hinterl√§ufe und der Schwanz waren zusammengewachsen. Man konnte zwar erkennen, was was h√§tte werden sollen, aber alles in allem war es nur eine haarlose, fleischige Masse. Es war ein √ľbelkeitserregender Anblick, ich w√ľnsche Jedem, das er sich so etwas nie anschauen muss. Denn auch wenn mir immer bewusst war, das mich ein oder mehrere verkr√ľppelte Babies erwarten k√∂nnen, hat mich dieser Anblick zutiefst getroffen und schockiert. Da ich ja zwei Babys bei Sheela gesp√ľrt hatte, suchte ich den K√§fig nach dem zweiten Baby ab. Versteckt hinter der Badewanne wurde ich f√ľndig. Da es auch tot war, griff ich mir ein Vorderbeinchen und wollte es daran aus dem K√§fig holen und erlebte den n√§chsten Schock. Am Vorderteil, das ich ja in der Hand hielt, baumelte, nur durch den Darm noch miteinander verbunden, das Hinterteil. Ich wei√ü zwar, dass so ein Durchtrennen des Babys bei der Geburt vorkommen kann, es aber in Natura zu sehen, ist wieder eine Sache f√ľr sich. Dieses Baby war √ľbrigens voll entwickelt, w√§re wahrscheinlich lebensf√§hig gewesen und war ein Weibchen. Da ich ja bei der Geburt nicht dabei war, habe ich mir so meine Theorie zurecht gelegt, die stimmen kann, aber nicht muss: Da ich ja seit ein paar Tagen nur noch ganz leichte Bewegungen im Mutterleib sp√ľren konnte, nehme ich an, dass das verkr√ľppelte Junge dasjenige war, welches immer so kr√§ftig getreten hat. Schlie√ülich konnte es mit zwei Hinterbeinchen gleichzeitig treten. Es muss also so um das letzte Wochenende herum abgestorben sein, es hat auch, quasi maximal 3 Stunden nach der Geburt, bereits gestunken. Durch das Herauspressen dieses leblosen Fleischklumpens war Sheela sicherlich sehr geschw√§cht und hatte zur Geburt ihres zweiten Babys keine Kraft mehr. Darum hat sie versucht, es mit den Z√§hnen rauszuziehen und hat es dabei durchtrennt. Auff√§llig war, dass das Vorderteil bereits kalt war, w√§hrend der hintere Teil noch √ľber Zimmertemperatur hatte. Gerochen hat man bei diesem Baby nat√ľrlich noch nichts. Nun kann ich mir √ľbrigens auch schwach vorstellen, warum Coco Milch gibt, aber keine Babies hat - genaueres m√∂chte ich eigentlich gar nicht mehr wissen. Sheela geht es √ľbrigens gut, sie hat diese strapazi√∂se Geburt sehr gut und ohne Folgen √ľberstanden. Sie ruft zwar dauernd nach ihren Babies, hat sie mich aber problemlos entfernen lassen. Ein gro√üer Trost ist ihr Fluffy, der auf ihre Rufe reagiert und heute morgen auch bei ihr getrunken hat. Ich hatte die ganze Nacht hindurch Angst, das auch mit Sheela noch etwas passieren k√∂nnte, hab keine Minute Schlaf gefunden und andauernd nach ihr geschaut. Aber sie ist echt munter, frisst und trinkt, will gestreichelt werden, .... ich denke mal, dass sie wirklich alles gut √ľberstanden hat. Und das ist ja schlie√ülich das wichtigste.
Angi

Dezember 2002 - Ein Bericht, was aus uns geworden ist
Wir sind jetzt schon seit √ľber 2 Jahren hier in BW und seither ist noch viel passiert. Wir waren ja zu neunt, und nat√ľrlich konnten wir nicht alle zusammen bleiben, denn Frauchen hatte ja schon einige andere Chinnies. Meine S√∂hne Rocky und Rambo, die ich im jugendlichen Alter von 7 Monaten bekommen habe (mein Papa hat mich mit 3 1/2 Monaten bei meiner ersten Hitze gedeckt, das hat meine Gesundheit auf ewig ruiniert), durften gleich weiter zu Heike, und meine Halbschwester bzw. Enkelin Sherry (einer meiner S√∂hne hat meine Mama gedeckt) ist nach ein paar Tagen zu einem Ex-Clubmitglied gezogen. Als n√§chstes hat meine Mama 2 tote Babys zur Welt gebracht, eines davon war ein Inzucht-Kr√ľppel. Vater der Babys war wieder einer meiner S√∂hne, aber dieses mal ist es schief gegangen. Zum Gl√ľck hat meine Mama die Geburt und auch die Geb√§rmutterentz√ľndung im Anschluss √ľberlebt. Eine Zeit lang war es echt kritisch, denn erst das dritte Antibiotika hat angeschlagen. Nach Beendigung der Quarant√§ne wurden bei uns Kokzidien festgestellt, und wir mussten noch wochenlang ein Chemotherapeutika schlucken und andauernd umziehen, weil unsere Behausungen w√∂chentlich desinfiziert werden mussten. Als wir dann alle gesund waren, ist zuerst mein Halbbruder und Enkel Nobody (Bruder von Sherry) zu einem neuen Frauchen gezogen, kurz darauf hat auch mein Sohn und Enkel Speedy (ja, auch ich hab mich mit einem meiner S√∂hne eingelassen) ein neues Zuhause gefunden. Nobody kam nach kurzer Zeit wegen Allergie zur√ľck, daraufhin durfte er dann zu Speedy ziehen und hei√üt heute Buddy. Leider hat er durch seine Haltung im Hamsterk√§fig (30 x 20 x 20 cm) einen Schuss weg, er duldet kein weiteres Chin in seinem K√§fig, aus Angst, es k√∂nnte ihm Platz weg nehmen. Speedy hat mittlerweile eine Frau bekommen und ist schon zum zweiten Mal Papa geworden, und Buddy lebt quasi als Onkel im Nachbarhaus, so sind alle gl√ľcklich. Im Dezember 2000 ist dann auch mein bis dahin J√ľngster, Fluffy, dessen Vater auch Rocky oder Rambo war, zu einer Frau gezogen. Sie war damals schon 3 Jahre alt (√§lter als ich), verwitwet und hatte schon Kinder - als Mutter hatte ich nat√ľrlich meine Bedenken. Aber Fluffy wurde sehr lieb von ihr umsorgt und hat es dort echt gut getroffen. Mittlerweile ist auch er schon mehrmals Papa geworden, und ich freue mich immer √ľber Fotos von meinen Enkeln. Ungef√§hr zur gleichen Zeit habe ich dann noch mal 2 Babys von einem meiner S√∂hne bekommen - Gipsy und Gauner. Die Beiden waren ein super freches Duo, die mich ganz sch√∂n in Trab gehalten haben. Gauner lebt heute mit einem sehr netten √§lteren B√∂ckchen zusammen, der von der ersten Minute an sein gro√ües Vorbild war. Bereits nach 10 Minuten hat er ihn bei allem imitiert, und das ist bis heute so geblieben. Gipsy ist dann 1 Monat sp√§ter zu Tatjana nach Oberhausen umgezogen, und wurde genau 111 Tage nach seinem Umzug selbst Papa. Leider ist seine Frau kurz darauf verstorben, er lebt heute mit seinem Sohn zusammen.

Ja, so war das damals, vor 2 Jahren. Meine Mama Sheela, meine Schwester Batida und ich durften bei Herrchen und Frauchen bleiben, weil wir eben doch Problemchins sind und uns unsere schlechte Haltung und die schlechten Erfahrungen f√ľrs Leben gepr√§gt haben. Wir sind alle 3 sehr √§ngstlich Fremden gegen√ľber und haben manchmal auch aggressive Phasen. Meistens sind wir aber sehr lieb, man muss uns nur mit dem n√∂tigen Verst√§ndnis begegnen. Letztes Jahr haben ich von unserem Nachbarn Charly noch eine Tochter bekommen. Sie hei√üt Harmony, lebt bei uns und bringt Schwung in unser Leben. Sie ist als einzige ganz gesund. Meine Mama Sheela ist jetzt 9 Jahre alt, und obwohl sie ja seit √ľber 2 Jahren keine Babys mehr bekommen hat, ist sie immer noch klapperd√ľrr, obwohl wir alle fressen wie die Scheunendrescher. Sie hat sich nie erholt, sie musste ja auch am l√§ngsten unter diesen Umst√§nden leben. Die jahrelange F√ľtterung mit abgelaufenen Hasenfutter macht sich bemerkbar, ebenso, dass wir alle die Strohpellets, die wir statt Streu im K√§fig hatten, gefressen haben. Sie leidet unter einer partiellen Darml√§hmung, kann daher die Nahrung nicht sonderlich gut verwerten. Meine Schwester Coco ist vermutlich durch die Frosties-F√ľtterung zuckerkrank geworden und hat den grauen Star bekommen. Von der ersten Tr√ľbung der Linse bis zur absoluten Blindheit vergingen gerade mal 3 Monate. Coco hat noch heute Schwierigkeiten bei der Orientierung, obwohl sich im K√§fig nichts ver√§ndert hat. Sie sitzt fast nur noch auf einer Stelle. Auslauf will sie gar keinen mehr, da hat sie zu viel Angst. Und ich? Ja, mir geht es eigentlich gut. Ich habe zwar ab und an Probleme durch mein fehlendes Beinchen (Haltungssch√§den) und ich habe auch Probleme mit meinem Magen-Darm-Trakt, aber nicht so schlimm wie Mama. Ich habe ordentlich an Gewicht zugelegt und bin ein sch√∂nes Chin geworden. Leicht erkennt man noch meinen Ziegenr√ľcken, ein Zeichen daf√ľr, das sich meine inneren Organe von der falschen F√ľtterung nicht ganz erholt haben und es wohl auch nicht mehr werden. Ich wei√ü, dass ich wahrscheinlich irgendwann Leberkrebs oder so bekommen werde, wenn ich nicht vorher an Leberversagen sterbe. Aber das verdr√§nge ich, denn bis dahin vergehen sicherlich noch viele sch√∂ne Jahre.
Gr√ľ√üe,
Batida