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Vergesellschaftung

Wenn es einmal gar nicht klappen will

Diese Methode hat sich bei mir durchgesetzt

Vergesellschaftung von 4 Böckchen

WER PASST MIT WEM ZUSAMMEN?

Vergesellschaftung von mehreren Chinchilla ‚Äď Weibchen

LESERFRAGEN ZUM THEMA

Vergesellschaftung von Schnucki & Schnurzel

Die traurige Geschichte eines kleinen Chinchillas mit einem großen Herz

Maggi zweckentfremdet

Casimir und Carlo

Ein Vorwort: Wann ist eine Quarantäne VOR einer Vergesellschaftung nötig?
Eine Quarantäne mit abschließender Kotuntersuchung ist IMMER einzuhalten, wenn ein Tier aus zweifelhaften Verhältnissen stammt oder wenn ein Partner plötzlich verstirbt. Es gibt Krankheiten, die man einem Tier nicht ansieht, bis es zu spät ist. Und es gibt leider auch unheilbare Krankheiten, bzw. Krankheiten, bei denen das Chin schneller stirbt als man reagieren kann.

Ein Beispiel: Es k√∂nnte z.B. ein Chin noch die Erreger der Lungenentz√ľndung in sich tragen, an denen sein Partner gestorben ist, und ein ohne Quarant√§ne dazu gesetztes Chin hat vermutlich irgendwelche unliebsamen Mitbewohner (Parasiten, Giardien, Pilze,...), die ihn so abmagern lassen. Vermischen sich die Bakterien und die Parasiten in den beiden Tieren, ist dies eine brisante Mischung, die selbst das Immunsystem eines gut gehaltenen Tieres ins Schleudern bringen kann. Eine Kotuntersuchung ist also SCHNELLSTENS erforderlich, wenn man weiteren Verlusten vorbeugen will. Untersuchen lassen muss man auf Parasiten und Giardien (ELISA-Test), Bakterien und Pilze. Bevor die Ergebnisse nicht vorliegen, d√ľrfen die Neuzug√§nge auf gar keinen Fall Auslauf haben, denn Parasiten verbreiten sich z.B. √ľber Kot, so dass alles, was mit ihrem Kot direkt oder indirekt (Pf√∂tchen - Verschleppung) in Kontakt kam, als infiziert gilt.
Angi

WER PASST MIT WEM ZUSAMMEN?
Wichtig ist vor allem, das die Chemie stimmt!!!! Lassen sie ihr Chinchilla mit entscheiden, welchen Partner es m√∂chte und nehmen sie es mit zum Z√ľchter. Achtung: Kastrationen sind Operationen, die man vermeiden kann.
Wenn sie keinen Nachwuchs möchten, halten sie von Anfang an 2 gleichgeschlechtliche Tiere.
Angi

Passende Partner

 

Sie haben:

dazu passt:

Böckchen, 3 - 4/5 Monate

Weibchen 9 Monate - 2 Jahre, Weibchen älter als 2 Jahre, die bereits Babys hatte. Böckchen jeglichen Alters

Böckchen, älter 4/5 Monate, nicht kastriert

Weibchen 1 - 2 Jahre, Weibchen älter als 2 Jahre, die bereits Babys hatte. Noch nicht geschlechtsreifes oder kastriertes (evtl.) Böckchen.

Böckchen, älter 6 Monate, kastriert

alles (evtl. Probleme mit älteren, unkastrierten Böckchen)

Weibchen, 3 - 6 Monate

Alle Weibchen. Kastrierte Böckchen.

Weibchen, 6 - 12 Monate

Alle Weibchen (evtl. Probleme bei 2 dominanten Tieren). Babyböckchen, kastrierte Böckchen.

Weibchen, 1 - 2 Jahre

Weibchen bis 6 Monate. Alle Böckchen.

Weibchen, älter 2 Jahre, Babys gehabt

Weibchen bis 6 Monate. Alle Böckchen.

Weibchen, älter 2 Jahre, nie Babys gehabt

Weibchen bis 6 Monate. Kastrierte Böckchen.

Maggi zweckentfremdet
Hallo liebe Chinfreunde,

ich m√∂chte Euch gerne √ľber die Vergesellschaftung eines H√§rtefalles etwas erz√§hlen. Das ist unser H√§rtefall: SIRA!

Sie ist heute ca. 7 Jahre alt. Ich habe sie zusammen mit Ihrer Mutter vor 5 Jahren aus erb√§rmlichen Verh√§ltnissen herausgeholt. Sie hatte im hinteren Teil kaum mehr Haare und war bissig. Leider kam f√ľr die Mutter jede Hilfe zu sp√§t. Sie habe ich kurze Zeit sp√§ter verloren. Ich habe zu SIRA dann ein M√§nnchen geholt und die Vergesellschaftung klappte nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut. Ich denke, dass sie nach dem Tod Ihrer Mutter so einsam war, sodass sie ein neues Chin zum kuscheln relativ schnell akzeptierte.

Das ist Flöckli. Unser Herr im Haus. Nach ca. einem Jahr holte ich mir dann aus einer Zucht noch zwei junge Weibchen. Pina und Bijoux.

Wenn ich jedoch gewusst h√§tte, was da auf mich zukommt‚Ķ Ich hatte das Gef√ľhl, dass die Vergesellschaftung ohne Probleme verlaufen w√ľrde. Da hatte ich jedoch die Rechnung ohne Sira gemacht. Sie hatte sich inzwischen wieder sehr gut erholt; hatte wieder sch√∂nes Fell und wurde handzahm, jedoch dominant und zickig war sie immer noch. Zuerst lie√ü ich sie in einem neutralen Raum herumlaufen, was gut funktionierte. Auch die Transportboxmethode funktionierte einwandfrei. Sobald ich sie jedoch in das Zimmer zur√ľcksetzte, fing SIRA an, wie wild alle zu jagen und richtig zu verletzen. Ich konnte das nicht mit ansehen und hatte nach mehreren Versuchen die Hoffnung aufgegeben.

Ich nahm dann Kontakt auf mit meiner TA und sie fragte um Rat bei einem Zootierarzt, welcher sich mit exotischen Tieren sehr gut auskennt. Dieser gab ihr den Tip, den ganzen Raum mit Maggi-Gew√ľrz verd√ľnnt mit Wasser zu reinigen, um Sira‚Äôs Revier gerucksneutral zu machen. Gesagt getan nahm ich die Arbeit auf. Ich reinigte alle Brettchen und den K√§fig mit verd√ľnnten Maggi-Gew√ľrz. Zum Teil r√§umte ich noch gewohnte Spielsachen im Zimmer und im K√§fig um. Und tats√§chlich es klappte!!!!!

Was ich jedoch nicht wusste war, dass Sira zu diesem Zeitpunkt noch schwanger war. Ein paar Tage bevor ich Fl√∂ckli kastrieren musste, weil es nicht mehr auszuhalten war mit ihm, hatte er wohl noch zugeschlagen. Sie bekam also ein Baby und die anderen Weibchen reagierten erstaunlich gut auf das kleine Wesen. Jedes Mal, wenn sich Sira von ihrem Baby entfernte, ging eines der Weibchen hin und entwickelte einen Besch√ľtzerinstikt.

Sira mit Baby
Trotzdem habe ich gesp√ľrt, dass nun Sira doch etwas gestresst war mit der ungewohnte Situation. Deshalb habe ich sie mit Fl√∂ckli zusammen wieder von den anderen zwei Chinchis getrennt. Das Baby ist heute 1 ¬Ĺ-j√§hrig und ich denke, dass ich es im n√§chsten Jahr nochmals probieren werde mit der Vergesellschaftung und wenn es n√∂tig ist wieder auf Maggi/Wasser zur√ľckgreifen werde. Aber bitte, nicht zuviel Maggi-Gew√ľrz, sonst wird es zu intensiv.

Es ist mit viel Aufwand verbunden, aber wenn es geklappt hat, werdet ihr stolz sein auf Euch und es genießen, wenn die Streithähne nebeneinander kuscheln und sich wieder lieb haben.

Gr√ľ√üe aus der Schweiz
Petra

Die traurige Geschichte eines kleinen Chinchillas mit einem großen Herz

Hallo liebe Chinchilla-Freunde,

ich wollte Euch auf diesem Wege die Geschichte meines Chinchilla-Böckchens Honk erzählen. Zuerst stelle ich Euch Honk einmal vor. Honk ist ein Violett-Böckchen, jetzt ca. 4,5 Jahre alt, genau weiß ich es leider nicht, weil ich ihn ohne Angaben zu seiner Geburt erworben habe.

Im April 2004 habe ich beschlossen meinem ‚Äěalten‚Äú Chinchilla Bommel einen kleinen Freund zu besorgen. Er war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre alt. Mein erster Gang f√ľhrte ins Tierheim S√ľderstra√üe in Hamburg. Leider bin ich dort aufgrund falscher Angaben auf der Homepage (‚ÄěWir haben √ľber 30 Chinchillas, die ein neues Heim suchen‚Äú) nicht f√ľndig geworden. Es gab nur ein P√§rchen und ein altes Weibchen (14 Jahre alt). Ich suchte einen kleinen Zwerg, bei dem der ‚ÄěWelpenschutz‚Äú noch gilt. Durch die Hilfe dieser Chinchillaseite bekam ich die Adresse eines Z√ľchters in meiner N√§he und ich vereinbarte einen Termin um mir die Zucht anzuschauen. Ich wurde herzlich empfangen und durch die ‚Äěheiligen Hallen‚Äú mit all den wundersch√∂nen Tieren gef√ľhrt. Sie waren alle so s√ľ√ü, ich h√§tte am liebsten die Tasche ge√∂ffnet und alle eingesteckt. Lach. Die Z√ľchter zeigten mir dann die Chinchillas, die zum Verkauf standen und wie ihr Euch sicher vorstellen k√∂nnt, war die Wahl mehr als schwer. Also beschloss ich, die kleinen Fellb√§lle sollten alleine entscheiden. Wer Interesse an mir hatte und die Nase neugierig durch die Gitter steckt, wird mein kleiner neuer Begleiter f√ľr Bommel. So kam ich zu meinem George (damals 1,5 Jahre alt). Er war drollig, frech und sehr aufgeweckt. Gesehen und gekauft und bis heute unendlich gl√ľcklich √ľber die Entscheidung. Nun fragt ihr euch vielleicht was dass nun alles mit Honk zu tun hat. Dazu komme ich jetzt. Obwohl meine Wahl getroffen war, habe ich mir nat√ľrlich in aller Ruhe noch die anderen Tiere angesehen und geknuddelt.

Da kniete sich der Z√ľchter auf den Boden zum letzten K√§fig in der Ecke und holte, was mir nicht so gefiel, etwas unfein einen Chinchilla namens Viktor aus dem K√§fig. Er war so wundersch√∂n und gleicherma√üen so am Ende. Sein Fell hat er sich bis zum Ansatz √ľberall wo er ran kam, abgefressen, d. h. er hatte im Prinzip nur noch volles Fell auf dem Kopf und einen d√ľnnen Streifen √ľber dem R√ľcken. Der kleine Viktor biss um sich und versuchte, dem Z√ľchter zu erwischen, da setzte der mir das Chinchilla einfach auf den Arm. Nichts. Mein Honk (Viktor) dr√ľckte sein K√∂pfchen zwischen Arm und Brust und blieb mit wahnsinnigem Herzklopfen sitzen und sitzen und sitzen. Worte wie ‚Äěunglaublich‚Äú und ‚Äědas gibt es doch nicht‚Äú kamen von dem Z√ľchter. Ich fragte, was mit ihm sei und warum er so verst√∂rt war. Honks traurige Geschichte ist eine Aussage des Z√ľchters, inwieweit sie der Wahrheit entspricht, vermag ich nicht einzusch√§tzen. Die Z√ľchter haben ihn und seine Schwester, die an einem Tumor verstarb, sowie weitere Tiere aus einer ‚ÄěHobbyzucht‚Äú befreit, Hamsterk√§fig mit mehreren Tieren irgendwo in der Ecke im Kinderzimmer, ohne Sand, ohne Wasser und mit dem falschen Futter. Es war so herzzerrei√üend und er tat mir so leid, aber ich hatte weder vor zwei Chinchillas zu kaufen noch hatte ich Zuhause den Platz f√ľr Drei und Honk musste definitiv alleine sitzen, denn er hatte nicht nur Angst vor Menschen sondern auch vor anderen Chinchillas. Wir setzen ihn zur√ľck in seinen K√§fig und gingen erst einmal mit meinem Transportk√§fig, in dem der George sa√ü, ins Wohnzimmer und tranken einen Kaffee und nahmen meine Personalien auf. Die ganze Zeit ging mir Honk nicht aus dem Kopf und es passierte, was mir eigentlich vom ersten Moment an selber bewusst war. Ich kaufte ihn ebenfalls. Seine Geschichte, seine gro√üen Knopfaugen und die Tatsache, dass sie Honk jedem K√§ufer gezeigt haben und ihn niemand wollte, haben mich so erweichen lassen, dass ich nicht anders konnte.

Ich fuhr also nach Hause mit Honk (ich mochte den Namen Viktor nicht) und George im Gepäck und ganz optimistisch, dass schon alles klappen wird. Es begann eine recht schwierige Zeit und ein erheblicher Kostenaufwand, der sich letztlich aber bezahlt machen sollte.

Zuhause stand ein gro√üer, neuer K√§fig von 200 cm H√∂he, in dem zwei Chinchillas locker Platz hatten und auch ein Dritter h√§tte problemlos einziehen k√∂nnen, aber nichts dergleichen konnte ich wahr machen. Ich hatte mir f√ľr den Anfang drei Hasenk√§fige besorgt, die ich dicht beieinander platziert aufgebaut habe. Die Jungs sollten sich ja erst einmal kennen lernen. Nach zwei Wochen startete ich den ersten Versuch der Vergesellschaftung, welcher mit Bei√üereien und blutigen Ohren endete. Es begann eigentlich ganz gut. Bommel und George verstanden sich, Honk sa√ü nur im Haus und traute sich nicht heraus. Und eines Abends gab es einen L√§rm und alles flog durch die Gegend. Ich trennte sie alle irgendwie und fuhr mit allen Dreien zum Tierarzt um die Bei√üwunden kontrollieren und verarzten zu lassen. Es war nichts Schlimmes passiert. George hatte das Meiste abbekommen, sein Ohr musste gesalbt werden. Bommel und Honk hatten nur eine Schramme auf der Nase. Das Ganze bedeutete f√ľr mich nun drei Chinchillas, die sich nicht leiden k√∂nnen und drei K√§fige in meiner Wohnung sowie getrennter Auslauf. Es war klar, dass wenn √ľberhaupt nur Bommel und George je zusammen in einem K√§fig wohnen k√∂nnten. Honk war mehr oder weniger einfach nur da und tat nichts. Er sa√ü nur im Haus, fra√ü nur, wenn es dunkel war und Keiner im Zimmer war. Ich lie√ü ihn also sein und gab ihm die Zeit, die er brauchte um mir und den anderen beiden zu vertrauen. Der erste Schritt zum neuen Versuch war viele Wochen sp√§ter gemeinsamer Auslauf und die M√∂glichkeit, dass Jeder in den K√§fig des anderen konnte, damit sich die Ger√ľche vermischen. Honk fing jedoch irgendwann an die Anderen zu jagen und sie zu bei√üen. Also musste diese Art Auslauf auch wieder ver√§ndert werden. Dann kam der Zeitpunkt, dass Bommel und George noch einmal versuchen sollten miteinander in einem K√§fig zu leben und ich konnte von drei auf zwei K√§fige reduzieren. Das Ganze ging leider nur 2 Monate gut, denn der Altersunterschied und die Krankengeschichte von Bommel (siehe Krankenberichte Lungenentz√ľndung) machten ihm schwer zu schaffen. George war einfach zu verspielt und Bommel wollte einfach nur seine Ruhe. Es folgte wieder eine Trennung und Georges vor√ľbergehender Auszug zu meiner Cousine ein paar Stra√üen weiter, weil Bommel einfach nicht zur Ruhe kam und sich selber √ľbersch√§tze. Aber er fehlte mir sehr und somit zog er nach ein paar Monaten zur√ľck zu mir und den Jungs. Die Zeit verging und alles normalisierte sich irgendwann. Sie wohnten zwar alle getrennt, aber hatten ihren gemeinsamen Auslauf ohne Streit und √Ąrger. Honks Verhalten besserte sich langsam, aber sichtbar. Sein Fell wuchs zusammen, er fra√ü es immer seltener kurz. Er nahm ‚Äěam Leben teil‚Äú, d. h. er bewegte sich frei im K√§fig, fra√ü auch unter Beobachtung und Gesellschaft und lie√ü sich dann und wann auch mal streicheln. Und dann warf ein weiteres Ereignis alle aus der Bahn. Mein Bommel verstarb im Alter von 8 Jahren im Februar 2006 an einem R√ľckfall seiner schweren Lungenentz√ľndung auf dem Weg zum Tierarzt. Ich konnte beobachten, dass die beiden mehrere Tage trauerten. Sie fra√üen kaum und sa√üen lustlos auf den Brettern. Auch wenn sie sich alle mehr schlecht als recht verstanden, hatten sie scheinbar auch ihre Probleme damit, dass Bommel fehlte. Der Verlust von Bommel hatte einen ‚ÄěVorteil‚Äú, wenn man es so nennen darf. Honk und George wurden unzertrennlich. Sie sitzen heute, 3 Jahre sp√§ter, seit vielen Monaten zusammen in einem K√§fig, machen nichts mehr getrennt und sind ein Herz und eine Seele. Honk hat den Part des Besch√ľtzers √ľbernommen und immer wachsame Ohre, wenn George zusammengerollt neben ihm schl√§ft. Sie laufen jeden Tag zusammen durch die Wohnung, fressen zusammen aus einem Napf und teilen sich immer ein Haus, obwohl mehrere zur Verf√ľgung stehen. Honk wird sicher nie so sein wie George und das erkl√§re ich mir mit seiner Vorgeschichte, aber es ist unglaublich wie sich sein Wesen und vor allem sein √Ąu√üeres gebessert haben. Er ist gro√ü und kr√§ftig, hat ein wundersch√∂nes, l√ľckenloses Fell und hat weder Angst vor Menschen noch vor anderen Tieren. Mittlerweile l√§sst er sich auch von Besuchern ber√ľhren, wenn sie sich in angemessener Lautst√§rke seinem K√§fig n√§hern. Ich habe trotz der vielen Probleme keinen Tag bereut, dass ich auch ihn gekauft habe, auch wenn ich einmal kurzfristig mit Hilfe der Chinchillapage versucht habe ein neues Zuhause zu finden. Heute bin ich froh, dass ich damals keinen Interessenten gefunden habe. Ich habe ihn genauso lieb wie George oder wie damals Bommel oder dessen Vorg√§nger. Seit 16 Jahren habe ich nun schon Chinchillas und sie geh√∂ren f√ľr mich zu den wunderbarsten Tieren, die es gibt.

Ich hoffe, ihr hattet ein wenig Freude an meiner Geschichte und denkt dran, wenn ihr ein √§hnliches Problem habt, mit gen√ľgend Zuwendung und Ausdauer wird es irgendwann alles gut.

Liebe Gr√ľ√üe aus Hamburg,
Manuela

Vergesellschaftung von Schnucki & Schnurzel
- eine laaaaange Geschichte
Nach fast 1j√§hriger √úberlegung und Erfahrungssammlung haben wir beschlossen, uns ein Chinchilla zu zulegen. Gesagt getan. Am 21.7.2001 zog Schnucki, eine Standard Chinchilla-Dame, bei uns ein. Die Vorbesitzerin meinte, sie sei 6 Monate alt. Dies stellte sich aber bei Recherchen im Internet als total falsch raus, weil sie dort aufgef√ľhrt schon 2 mal Junge bekommen hatte. Also musste sie damals ja schon wenigstens 1 Jahr oder sogar √§lter gewesen sein. Aber egal, wir haben sie total lieb gewonnen und geben sie nicht wieder her !

Weil wir zwar viel theoretische, aber noch keine praktische Erfahrung hatten, wollten wir erst mal nur Chinchi. Au√üerdem haben wir ganz sch√∂n lange gebraucht, unseren Vermieter davon zu √ľberzeugen. Er wollte n√§mlich eigentlich gar keine Tiere im Haus haben, aber das hat andere Gr√ľnde und sollte hier auch nur am Rande erw√§hnt werden. Jedenfalls gaben wir unserer Schnucki ein sch√∂nes neues Zuhause mit gro√üem K√§fig, viel Auslauf und Aufmerksamkeit. Sogar f√ľr den Urlaubsfall haben wir die perfekte L√∂sung gefunden. Bei uns im Haus wohnt auch meine Schwiegermutti und sie haben wir kurzer Hand zur Pflegemutti gemacht. Das klappt so gut, dass sie die Tiere nicht nur f√ľttern kommt, sondern auch raus l√§sst, wenn wir mal verreist sind. Trotzdem haben wir immer wieder beobachtet, wenn wir auch nur mal ein Wochenende nicht da waren, dass Schnucki bei unserer R√ľckkehr immer in sich zur√ľckgezogen wirkte. Sp√§ter fing sie an, immer an den Hacken zu bluten und wir stellten fest oder zumindestens nahmen wir an, dass es vor Einsamkeit sein musste. Sie hatte sehr rauhe, rissige "Fu√üsohlen" bzw. Hacken und die knabberte sie sich dann blutig. Mangelnde Hygiene oder falsche K√§figgestaltung schlossen wir aus.

Kurzer Hand beschlossen wir, ihr einen Spielgef√§hrten zu g√∂nnen. Am 15.6.2002 kam dann Schnurzel (ein Standard B√∂ckchen) zu uns und vor allem zu Schnucki. Er war da gerade mal 9 Monate alt. Laut der Zoohandlung (sie bekommt die Tiere direkt vom zuverl√§ssigen Z√ľchter) sollte es ein M√§dchen sei - wollten wir auch, weil wir keinen Nachwuchs wollten. Als wir dann mit der Transportbox zu Hause ankamen, stellten wir diese auf den Teppich in die Mitte des Zimmers und holten Schnucki aus ihrem K√§fig. Noch war die Box nur einen kleinen Spalt ge√∂ffnet und wir beobachteten. Aber Schnucki wurde wie eine Furie und ging gleich auf den "Eindringling" los. Oh man, was nun ??? Wir haben uns dann noch am gleichen Tag von Bekannten einen recht gro√üen Hasenk√§fig geborgt, um das Tier aus der Box zu bekommen.

Wir hatten uns nat√ľrlich vorgestellt: kurz beschnuppern und dann gleich beide in den gro√üen K√§fig - war nat√ľrlich nicht so. Schnurzel kam also erstmal in den Hasenk√§fig. Den stellten wir neben den gro√üen K√§fig auf den Tisch. So konnten sich beide Tiere sehen, aber nix tun. Aber der richtige Stress ging damit erst los. Wenn Schnucki drau√üen war, hatte sie nat√ľrlich nichts besseres zu tun, als um den kleinen K√§fig zu schleichen und ins Gitter zu bei√üen. Schnurzel war nat√ľrlich total ver√§ngstig, aber auch sehr neugierig und guckte immer wieder durch die Gitterst√§be. Wir haben nat√ľrlich immer aufgepasst, so gut es ging. Ach, er tat uns so leid und der war so s√ľ√ü. Er wollte so gerne zu Schnucki, das hat man ihm richtig angemerkt und er hat auch immer diese Lockrufe von sich gegeben, aber sie wollte ihn nicht. Und so kam es, dass er wieder mal am Gitter stand, als Schnucki drau√üen war und mit seinen kleinen Pf√∂tchen die Gitter umfasste. Schnucki nutzte die Gelegenheit und biss zu. So schnell konnten wir gar nicht reagieren. Schurzel gab einen quietschend, jaulenden Ton von sich und dann war es auch schon passiert. Schnucki hat ihm eine Fingerkuppe abgebissen. Er hat dann ein paar Tage lang Bepanthen Wund und Heilsalbe bekommen und dann war es auch wieder gut. Aber wir haben danach nat√ľrlich noch besser aufgepasst. Irgendwie mussten wir uns was einfallen lassen - so ging das nicht weiter !

Wir haben dann viel im Internet (auch hier bei Kerstin) um Rat gelesen und gefragt. Schlie√ülich haben wir einfach mal f√ľr beide die K√§fige getauscht, damit jeder den Geruch des anderen ein bisschen annimmt und auch mal das Futter des anderen kosten kann. Schnurzel hat sich nat√ľrlich in dem gro√üen K√§fig pudelwohl gef√ľhlt. Schnucki in dem Hasenk√§fig √ľberhaupt nicht, aber da musste sie jetzt durch. Na ja, war ja gerade mal vielleicht f√ľr ne halbe Stunde oder so.

Den täglichen Ausgang mussten sie aber weiterhin getrennt vornehmen. Dann haben wir Schnucki immer mal festgehalten und dicht an den Käfig von Schnurzel gehalten. Oh, da hat sie uns dann dabei in die Hand gebissen - war aber auszuhalten. Auch haben wir beide mit dem Pipi des anderen eingerieben, aber am besten ging der Käfigtausch.

Dann wollten wir es auf einen Versuch ankommen lassen und haben beide gleichzeitig raus gelassen. Na da ging ja die Post ab. Rennen, flitzen, raufen, bei√üen... Und das Fell flog durch die Gegend - oh man haben wir nur gedacht und sind dann doch dazwischen gegangen. Komischerweise ist Schnucki immer dann freiwillig in den Hasenk√§fig gegangen, wenn Schnurzel nicht drin war. Da fand sie das sehr interessant. Es ging auch immer gut, bis auf einmal. Als beide wieder in ihren K√§figen waren, sahen wir Blut an der K√§figwand von Schnurzel und nach l√§ngerem untersuchen sahen wir, dass der Schwanz angebissen war. Also, das war mir dann doch nichts mehr und ich bin zum Tierdoc. Sie meinte dann, das w√§re nicht so schlimm. Das verknorpelt und die Schwanzspitze f√§llt dann irgend wann einfach ab. Dann wachsen die Haare dr√ľber und man sieht nichts mehr davon. Ok, h√∂rt sich erst mal schlimm an, war es dann aber wirklich nicht, und es kam so wie sie sagte. Heute ist halt sein Schwanz ca. 2 cm k√ľrzer - f√§llt aber wirklich nicht auf.

Und jetzt wundert ihr euch bestimmt, dass ich immer von IHM rede und nicht von IHR? Die Tierärztin hat dann festgestellt, dass es eindeutig ein Männchen ist und kein Weibchen.

Oh man, das war dann das n√§chste Problem. Was wenn die sich irgend wann vertragen ? Wir wollten doch keinen Nachwuchs. Aber die √Ąrztin sagte, es w√§re kein Problem mit der Kastration, aber sie w√ľrde es noch nicht bei ihm machen, bevor er nicht 1 Jahr ist. Also, dann mit ihm statt ihr wieder nach Hause, Schwanz salben und weiter k√§mpfen.

Es ging dann insgesamt ein halbes Jahr mit K√§fig tauschen und Raufereien beim Auslauf so weiter, aber dann ohne Verletzungen. Hatte zwischendurch auch die Bachbl√ľten ausprobiert, ich denke, die haben auch mitgeholfen. Irgend wann wurde die Aggressivit√§t von Schnucki weniger. Was sollte sie auch tun, er war nun mal da und das sollte auch so bleiben. Obwohl ich zwischenzeitlich 1x versucht habe, schweren Herzens Schnurzel wieder zu verkaufen. Aber zum Gl√ľck hat das nicht geklappt.

Und dann passierte das Wunder: Am 3.1.03 Abends beim gemeinsamen Auslauf wurde auf einmal, als wenn man einen Schalter betätigt, nicht mehr gerauft sondern gekuschelt. Und beide konnten zum ersten mal gemeinsam in den großen Käfig ! Juhu, wir hatten es geschafft !!! Aber das hatte wirklich viiiiieeel Geduld gekostet und wie gesagt, fast ein halbes Jahr.

So, aber das ist noch lange nicht das Ende meiner Geschichte, denn 111 Tage sp√§ter morgens gegen 9:00 Uhr hatte ich Zwillinge im H√§uschen. Aber der Reihe nach. Die beiden haben sich also von da an richtig gut verstanden und lebten kuschelnder und knutschender Weise zusammen. Ca. 1-2 Wochen vor der Geburt ist uns aufgefallen, dass Schnucki sehr ruhig ist und oft mehr unten als oben im K√§fig war und als wir so am beobachten waren, kam sie uns auch irgend wie dicker um die H√ľften vor. Wir hatten ja keine Ahnung. Ich hab dann mit einer Freundin telefoniert, die auch Chinchis hatte. Sie meinte, wir sollen mal gaaaanz vorsichtig bei Schnucki den Bauch f√ľhlen. Wenn wir eine Murmel merken, ist sie wirklich schwanger. Und wirklich - Schnucki war schwanger ! Oh man, was denn nun wieder ? Das Problem war auch, dass es genau um die Osterzeit war und mein Tierdoc Urlaub hatte und wir wegfahren wollten. Aber irgendwas musste passieren, Schnurzel sollte doch kastriert werden. Dann ging alles ganz schnell. Schnucki bekam am 24.4.03 morgens gegen 9:00 Uhr 2 M√§dchen (wie sich sp√§ter raus stellte). Och war das s√ľ√ü... Noch am selben Tag brachte ich Schnurzel zum Tierdoc zum kastrieren - und das ist mir wirklich nicht leicht gefallen, aber es musste sein.

Und danach hatten wir wieder ein Problem. Schnurzel hat die OP √ľberhaupt nicht gut vertragen. Das jetzt aber auch so ausf√ľhrlich zu berichten, w√§re zu lang. Deshalb nur ganz kurz dazu. Er bekam eine viel zu hoch dosierte Narkose und es wurde mit dem falschen Faden zugen√§ht. Danach bekam er auf Grund dessen noch eine Infektion der Wunde. Er wachte erst abends statt mittags wieder auf, hatte sp√§ter Kr√§mpfe, Schw√§cheanf√§lle, Verstopfung und Durchfall, fra√ü nix mehr und trank auch nicht. Er bekam dann (nat√ľrlich von einem anderen Tierdoc) eine Vitamin-Aufbauspritze und wir sollten sofort mit der Zwangsern√§hrung anfangen, wenn wir ihn retten wollen. Das taten wir dann ca. 14 Tage lang und wir haben ihn wirklich retten k√∂nnen!

Das Problem an der Sache war, dass er in dieser Zeit nat√ľrlich nicht in den gro√üen K√§fig zu Schnucki und den Babys konnte, sondern wieder in den Hasenk√§fig musste. Was ihm aber ganz gut tat, weil er ja so schlapp war. Wir hatten uns das so sch√∂n vorgestellt. Alle zusammen als Familie im gro√üen K√§fig. Aber daraus wurde leider nichts.

Schnucki und den beiden S√ľ√üen ging es sehr gut - sie k√ľmmerte sich r√ľhrend und die kleinen wuchsen pr√§chtig. Als es Schnurzel dann besser ging, sollte er ja auch was von seinen Kindern haben und wir haben die beiden √∂fter in seinen K√§fig zu ihm gesetzt. Das klappte richtig gut. Nur Schnucki wollte das wieder mal √ľberhaupt nicht akzeptieren und lie√ü ihn nicht an sich ran. Also ging der Auslauf wieder getrennter Wege. Schnucki alleine im Wohnzimmer und Schnurzel mit den beiden kleinen samt K√§fig im Flur.

Und somit hatten wir wieder das gleich Problem wie ganz zum Anfang. Also ging das wieder mit K√§figtausch los, beide K√§fige nebeneinander stellen und die kleinen mal bei ihr, mal bei ihm rein. Ich hatte inzwischen mit der Zoohandlung gesprochen, die mir Schnurzel als Weibchen verkauft hatte und hab mal angefragt, ob wir evtl. die Jungen dort abgeben k√∂nnten. Denn f√ľr uns stand fest, dass wir sie aus Platzgr√ľnden leider nicht behalten k√∂nnen. Und alle 4 in einem K√§fig soll ja bekanntlicherweise auch nicht gut gehen auf die Dauer. Jedenfalls kam mir die Zoohandlung sehr entgegen und nahm uns beide M√§dchen ab. Ich wei√ü, dass sie heute beide (leider nicht zusammen) in gute H√§nde gekommen sind.

Erst als die beiden Babys weg waren, ist es uns gelungen, beide wieder in einen K√§fig zu setzen. Das ging dann √§hnlich wie beim 1. Mal ab. Erst raufen (allerdings nicht mit bei√üen) und dann kuscheln. Das ganze hat dann wieder mal so 9-10 Wochen gedauert. Aber heute sind sie ein Herz und eine Seele und nix kann das mehr √§ndern! Das Hacken blutig knabbern ist weg und auch das Zur√ľckziehen, wenn wir mal nicht da sind.

Also ich kann nur jedem raten: auf jeden Fall mindestens 2 Tiere zusammen aussuchen, sehr viel Geduld dabei haben und den Tieren viel Aufmerksamkeit geben.
Diana

VERGESELLSCHAFTUNG
wenn es einmal gar nicht klappen will
Ein kleiner Erfahrungsbericht, wie es aussieht, wenn und warum eine Vergesellschaftung aussichtslos erscheint.
Anl√§sslich meines Geburtstages habe ich mein Traumchinchilla geschenkt bekommen, ein 15 Wochen junges Brown Velvet-M√§dchen Dorle.Da es eine recht lange Fahrt f√ľr das Chinchilla war (~750km), habe ich es, zu Hause angekommen, vorerst einmal alleine in den komplett neuen K√§fig gesetzt, damit es sich die n√§chsten 48 Stunden von der Fahrt erholen und die neuen Ger√§usche und die neue Umgebung und Ger√ľche kennen lernen kann. Nach den ersten beiden Tagen bot ich dem Chin-M√§dchen Auslauf mit meinen anderen Weibchen an, wovon es sich um Mutter Marilyn mit 2 unterschiedlich alten T√∂chtern Grace und Romy handelt. Beim Auslauf war auch alles in Ordnung, keine Streitigkeiten und richtig nett anzusehen, somit machte ich am 5. Abend den ersten Versuch, alle Weibchen in einen K√§fig setzen, da das neue Chinchilla ja noch ein ‚ÄěBaby‚Äú ist, muss das eigentlich problemlos klappen... ‚Äď klappt nicht. Gute 10 Minuten war alles in Ordnung bis das √§lteste Weibchen pl√∂tzlich der Meinung war, dass da wer st√∂rt und zuerst auf ihre eigenen T√∂chter losging, das neue Chin-M√§dchen wurde dann auch noch gehetzt, sodass ich es aus dem K√§fig nahm und in einen Notk√§fig umsetzte und den K√§fig ganz nahe an den K√§fig mit den anderen Weibchen stellte. In beiden K√§figen war gro√ües Interesse f√ľr den jeweils anderen K√§fig, doch das √§lteste Weibchen provozierte das neue M√§dchen durch die Gitter derart, dass sie sich sogar gegenseitig durch die Gitter bespritzten ‚Äď also ein fr√ľhreifes Brown Velvet-M√§derl, welches Bedr√§ngnis f√ľr das √§ltere Weibchen darstellt ‚Äď ich habe den Notk√§fig weiter weggestellt, doch die Urinduschen h√∂rten nicht auf. Sobald sich die beiden sahen, wurden sie richtig hysterisch, die √Ąltere ging wieder auf die eigenen T√∂chter los und das Neue wurde einerseits w√ľtend und andererseits √§ngstlich, manchmal fiepte es wie ein Baby und manchmal fauchte und drohte es wie ein erwachsenes Chin.

Mittlerweilen hat sich das neue Chin-M√§derl Dorle mit Romy angefreundet und sie sitzen zusammen und machen sich aus, wer die Chefin im K√§fig ist ‚Äď aber auf die kindliche Art, ohne b√∂se zu jagen und ohne bei√üen.
Michi

Vergesellschaftung von 4 Böckchen
Welche Gelegenheit wäre wohl die Beste um 4 Chinchillaböckchen (Chinchillas generell) zu vergesellschaften - das hab ich mich die letzte Zeit sehr oft gefragt und kam zu dem Schluss, dass ein neuer Käfig, welchen ich selber gerade am bauen war, die Beste Chance wäre!

Am Tag, an dem der erste K√§fig mit komplett neuer Einrichtung fertig werden sollte, habe ich mir also ein Herz gefasst - nat√ľrlich sehr nerv√∂s und besorgt, das sich die 4 B√∂ckchen nicht leiden m√∂gen und einander etwas antun k√∂nnten.

Da es beim gemeinsamen Auslauf doch meist "Probleme" gab, weil Sir George immer die kleinen Beiden (6 Monate jung) gejagt hatte, um sie zu besteigen und die Beiden ja doch auch schon geschlechtsreif sind und das nicht so gerne haben und sich auch vehement dagegen wehrten, war klar, dass ein gemeinsamer Auslauf mit der Hoffnung, sie w√ľrden alle in den neuen K√§fig h√ľpfen, mich von meinem Vorhaben sie zu vergesellschaften, eher entfernen k√∂nnte.

Da stand ich nun, ich wusste, der K√§fig f√ľr sie ist sp√§testens am Abend fertig und bis dahin habe ich vorerst einmal Zeit, um meinen ‚ÄěVergesellschaftungsversuch‚Äú zu starten. Ich habe alle 4 zu Mittag, gegen 13 Uhr aufgeweckt und in den Transportk√§fig, einen Katzentransportk√§fig, gesetzt - da gab es zuerst "Aufreiterei" und Ger√ľttle am Gitter vorne und Rumpeln, Pumpeln !!!, aber trotzdem kein Raufen!!!! - das war zumindest ein sehr gutes Zeichen, denn h√§tten sie begonnen sich wirklich zu bek√§mpfen, dann war mir klar, das ich diese Aktion abbrechen muss - ich bin dann gut eine Stunde mit dem Transportk√§fig am Flur hin und her und auch ein Stockwerk hinauf und Eines hinunter marschiert und dann haben mein Mann und ich weiter am K√§fig gebaut - die 4 B√∂ckchen wurden alle dann doch nach gut 1 bis 2 Stunden pl√∂tzlich komplett ruhig und als ich nachsah, waren sie gaaaaanz m√ľde vom vielen Gezapple. Ich habe sie dann mit dem Transportk√§fig in unser Schlafzimmer gestellt und dort auch ganz leise das Fernsehger√§t eingeschaltet. Das Schlafzimmer kennt keines meiner Chinchillas, somit war die Umgebung v√∂llig fremd f√ľr sie. Ich habe aber zur Sicherheit alle paar Minuten einmal gehorcht und geguckt, ob auch wirklich alles in Ordnung ist, das hat zwar die Arbeit am K√§fig doch recht behindert, aber das Wohl meiner 4 B√∂ckchen war da auf h√∂chster Vorrangstufe, mein Mann hat gemeint ich w√ľrde √ľbertreiben, aber wie gesagt, das Wohl der 4 war mir zu wichtig!

Bis wir am Abend den K√§fig komplett fertig hatten, habe ich immer wieder kontrolliert, ob auch wirklich alles in Ordnung ist und ich muss sagen, es war ein absolutes Gl√ľcksgef√ľhl, als ich sah, dass die 4 B√∂ckchen sich ganz eng aneinander gekuschelt hatten. So bef√ľllte ich ihr k√ľnftiges Zuhause mit frischer Streu, die N√§pfe und Sandwanne habe ich desinfiziert und ebenfalls bef√ľllt, dass auch dies neu f√ľr sie ist und nach keinem der anderen roch, dann habe ich das T√ľrchen vom Transporter aufgemacht und zum neuen K√§fig gehalten und siehe da, alle 4 sind dann in den neuen K√§fig geh√ľpft und waren total aufgeregt weil alles neu war. Sie waren derart besch√§ftigt, dass sie scheinbar verga√üen, dass sie die letzten Monate vorher nicht zusammen waren, haben alles inspiziert und immer wieder Nase an Nase einander beschnuppert - es sah fast so aus, als h√§tten sie versucht zu ertesten, ob das alles f√ľr den Anderen auch in Ordnung sei.

Auch wenn bisher alles so m√§rchenhaft verlaufen war, wollte ich dem ganzen noch nicht trauen und habe wie immer einen Gro√üteil der Nacht im Zimmer bei meinen Chinchillas verbracht, danach ging ich dann schon auch zu Bett, aber nicht um zu schlafen, sondern sie einmal unter sich zu lassen und um so zu erfahren, ob ich es bin, die sie von eventuellen Rangk√§mpfen abh√§lt. Nat√ľrlich war diese Nacht f√ľr mich ewig lange - aus dem Wohnzimmer kam kein Quieken, kein Streiten, nur Rumpeln und Hopsen - bis jetzt ist das auch so geblieben - obwohl eines meiner Weibchen hitzig ist und im gleichen Raum wohnt.

Abschließend möchte ich auch noch gesagt haben, dass es nicht immer so schön mit der Vergesellschaftung klappen muß, aber das sollte niemanden abhalten es wieder zu versuchen!

Ein Ausweichk√§fig f√ľr den Fall, dass es nicht sofort funktioniert ist unumg√§nglich und ich bitte von ganzem Herzen, sich im Zweifelsfall an Menschen zu wenden die schon kompliziertere Vergesellschaftungen hinter sich haben - bitte nicht sofort aufgeben und das neue Chinchilla zur√ľckgeben - ein Chinchilla ist keine Ware, die bei nicht gew√ľnschter ‚ÄěFunktion‚Äú umgetauscht wird - es atmet und f√ľhlt wie ‚ÄěDu und ich‚Äú!

Wir sollten immer bedenken, wie es f√ľr uns Menschen w√§re, w√ľrde uns ein Fremder in unsere Wohnung gesetzt werden, oder wir gezwungen werden w√ľrden, einen anderen Menschen gerne zu m√∂gen - lassen wir unseren Tieren die Zeit, die auch wir oft brauchen!
Michi

Diese Methode hat sich bei mir durchgesetzt
Also ich hab schon alles durch - Auslauf, K√§fig an K√§fig und Minibox mit Kuschelzwang via Autospazierfahrt. Ich pers√∂nlich mache es nur noch mit der Minibox, in welcher die Chinchillas grad mal sitzen k√∂nnen, also nicht laufen und jagen und nicht aufstellen und hinhacken. Ich setze das ruhigere Chinchilla zuerst in die kleine Box und dann das andere dazu, (da hab ich aber schon Jacke an und bin bereit au√üer Haus zu gehen, so geht es dann schneller). Mit den Chins in der Box (im Winter stelle ich die Box in eine Schachtel bis ich im Auto mit ihnen bin), gehe ich dann zum Auto und wir fahren los. Meist haben wir auch was wo zu besorgen, so geht es in einem. Bis zu 2 Stunden sind die Chinchis dann mit uns unterwegs, sie haben Angst, weil sie die Umgebung und die Ger√§usche nicht kennen und kuscheln sich automatisch zusammen, was auch den Vorteil bringt, dass sie gegenseitig die Ger√ľche im Fell austauschen und nach 2 Stunden einer nach dem anderen riecht. Meist verb√ľnden sich die Chins gleich, weil sie nur raus aus der Box wollen. Ich habe immer eine zweite Box mit Einstreu mit, falls sie sich wirklich bek√§mpfen w√ľrden (haben sie bisher noch nie in der Box, wenn dem so w√§re, dann w√ľrde was anderes wahrscheinlich eher auch nicht funktionieren).

Zu Hause wieder angekommen, lasse ich die Chins noch 1-2 Stunden in dieser Box und danach in einen komplett neutralen, fremden, voll eingerichteten K√§fig. Die erste Nacht bin ich dann immer meist mit ihnen wach und fertig. Erst k√ľrzlich habe ich das mit Marilyn und Louis gemacht, aber sie zickte ihn im K√§fig an, somit setzte ich beide wieder in die Box, gab ihnen viel Heu und Apfelschnitze und lie√ü sie √ľber Nacht da drinnen. Am n√§chsten Morgen dann in ihren K√§fig und seither haben sie sich wirklich lieb und kuscheln! Am Besten macht man diese Methode wirklich in der Fr√ľh, so dass die Chins dann auch gegen Mittag in ihren K√§figen sind. WARUM SO? Ich empfinde die K√§fig an K√§fig Methode als noch stressiger als die Boxmethode, weil die Chins so mitunter viele Wochen dem Stress ausgesetzt sind. Die Auslaufmethode mache ich nicht mehr, weil wenn ein Chinchilla grad einen schlechten Tag hat, dann geht es gleich auf Konfrontation. Die Chins k√∂nnen zwar auch bei der Boxmethode grad ihren schlechten Tag haben, aber durch die Minibox und das Autofahren haben sie mehr Angst, als schlechten Tag und wollen nur raus.
Michi

Vergesellschaftung von mehreren Chinchilla ‚Äď Weibchen
Zun√§chst m√∂chte ich  2 - 3 wichtige Punkte ansprechen, die ihr bei der Vergesellschaftung von Chinchillas auf jeden Fall beachten solltet - egal ob es sich dabei um Jung- oder Alttiere, gleichgeschlechtliche Chins oder P√§rchen handelt - und die bei der Vergesellschaftung meiner M√§dels immer im Hintergrund standen:

Wichtig ist es, dass das Umsetzen der frisch vergesellschafteten Chinchillas immer in einen f√ľr alle neutralen K√§fig geschieht. Damit wird auf jeden Fall von vorne herein verhindert, dass die heimischen Chins ihr bekanntes Revier, auch nach einer zuvor erfolgreichen Vergesellschaftungen, gegen den Neuling verteidigen. Am besten ist nat√ľrlich ein ganz neuer K√§fig, was sich allerdings nicht immer realisieren l√§sst. Sollen die Chins also sp√§ter wieder in den zuvor bewohnten K√§fig einziehen, muss dieser auf jeden Fall komplett mit Essigwasser (hei√ües Wasser mit einem Schuss Essig) ausgewaschen werden. Schlaf-H√§uschen, alle beliebten Sitzecken und Verstecke m√ľssen entfernt, bzw. erneuert und der gesamte K√§fig so gut wie m√∂glich umgebaut werden. Auch neue Sitzbretter sind zum Vorteil.

Wichtig ist es auch, dass die frisch vergesellschafteten Chinchillas in den ersten Tagen immer gut beobachtet und zun√§chst auch niemals alleine gelassen werden. So kann man bei Gefahr (Bissattacken) jederzeit eingreifen und schlimme Verletzungen vermeiden. Und weil Chinchillas erst am Abend bzw. in der Nacht richtig munter werden, muss man gerade zu dieser Zeit ein wachsames Auge auf die Tiere haben. Dabei spielt es keine Rolle, wie friedlich sie sich tags√ľber gegen√ľber dem Neuling verhalten haben und/oder wie neutral, bzw. fremd der K√§fig ist, in dem sie umgesetzt wurden.

Besonders bei meinen älteren Chinchillas habe ich im Laufe der Zeit gute Erfahrungen bei der Vergesellschaftung gemacht, wenn ich sie die ersten Tage auf einen möglichst kleinen Raum gehalten habe. Somit mussten sie sich unvermeidlich miteinander arrangieren und eine eventuell aufkommende wilde Verfolgungsjagd wurde gleich im Keim erstickt. Denn ich musste erfahren; je mehr Platz sie hatten, desto eher wichen sie sich aus bzw. vermieden sie einen engeren Kontakt mit dem neuem Chinchilla. Je mehr Platz sie hatten, desto intensiver haben sie sich gejagt und die Situation eskalierte relativ schnell, bis hin zu kleineren Bissattacken. Zusätzlich hat man durch einen kleinen Käfig auch die Möglichkeit, ihn eventuell in der Nacht neben dem Bett zu deponieren.

Nun aber zu der Vergesellschaftung meiner Chinchilla-Mädchen:

Meine 8 Chinchilla Weibchen haben in einem Zeitraum von ca. 10 Jahren nach und nach zueinander gefunden und wohnen jetzt in 2 sehr harmonischen Gruppen von je 4 Chinchillas zusammen. Das j√ľngste M√§del ist heute 3 Jahre, die √Ąlteste 11 Jahre.

Die meisten M√§dels, besonders die, die als Jungtiere (bei der Vergesellschaftung zw. 3 und 12 Monaten) in die Gruppen gekommen sind, ein von Natur aus aufgeschlossenes und gut sozialisiertes Wesen hatten, mochten sich oft auf Anhieb und es gab keine gro√üen Probleme bei der Vergesellschaftung. Bei meinen √§lteren Weibchen (bei der Vergesellschaftung zw. 3 und 10 Jahren) war die Zusammenf√ľhrung nicht immer ganz so einfach und ist auch schlichtweg bei meinen ersten Versuchen vor Jahren gescheitert. Erst mit ein paar Tricks, guter Beobachtung und viel Geduld lie√ü sich auch das dominanteste Weibchen meiner Truppe zu einem Zusammenleben mit den Artgenossen ‚Äě√ľberreden‚Äú.

Bei allen letztendlich erfolgreichen Vergesellschaftungen habe ich die so genannte Boxmethode angewandt. Allerdings immer mit ein paar Vorbereitungen und gr√∂√üter Vorsicht, besonders bei meinen √§lteren Chinchilla-M√§dels. In der Regel bewohnte das neue Chinchilla zun√§chst einen eigenen K√§fig. Und zwar so lange, bis es sich etwas eingelebt, sich an mich, der restlichen Familie und unseren Alltag einigerma√üen gew√∂hnt hatte. Au√üerdem nutzte ich diese Zeit noch dazu, genau abzukl√§ren (Kotproben/Untersuchungen beim TA) ob der ‚ÄěNeuling‚Äú auch wirklich gesund war und gew√∂hnte ihn zeitgleich (und langsam) an das neue Futter.

War der Gesundheitsaspekt gekl√§rt, habe ich den K√§fig des neuen Chinchillas relativ nah an den K√§fig der Chins geschoben, mit denen ich es vergesellschaften wollte. Zeitgleich tauschte ich in regelm√§√üigen Abst√§nden die Sandb√§der aus. So konnten die S√ľ√üen schon mal die Gelegenheit nutzen, sich gegenseitig zu beschnuppern und ihre Ger√ľche auszutauschen. Beim sp√§teren aufeinander treffen waren sie sich, zumindest vom Geruch her, nicht mehr ganz so fremd. F√ľr die eigentliche Vergesellschaftung habe ich mir immer ein WE ausgesucht, wo ich viel Zeit hatte und zur Not auch mal auf ein/zwei N√§chte Schlaf verzichten konnte. Die Chinchillas wurden dann von mir im Laufe des Nachmittags in eine kleine Katzen-Transportbox (Hamsterk√§fig ist auch geeignet) einquartiert. Nach ca. einer halben Stunden, in der sich alle mal kurz orientieren und sich gegenseitig ‚ÄěHallo‚Äú sagen konnten, wurde dann eine gro√üe Runde Auto mit ihnen gefahren. Zur Sicherheit sollte man immer noch eine zweite leere Box mitnehmen, falls es zu gef√§hrlichen Auseinandersetzungen kommt. Das war bei mir aber bisher niemals der Fall. Auch wenn ich an diesem Tag z.B. mit jemanden verabredet war, habe ich die Chins einfach mit auf Besuch genommen. Denn je mehr um sie herum passiert, desto weniger interessieren sie sich f√ľreinander, bzw. f√ľr das neue noch fremde Chinchilla. Im Gegenteil, meist kuscheln sie sich dann eng aneinander und der erste K√∂rperkontakt ist somit schon mal gegeben.

Bei meinen j√ľngeren Chin-M√§dchen hat diese Aktion meist ausgereicht. Wenn ich sie dann sp√§ter in einen f√ľr alle fremden, aber voll ausgestatten K√§fig gesetzt hatte, kam es in der kommenden Nacht nur noch zu einem recht friedlichen und faszinierend zu beobachtenden Rangordnungs‚ÄďGerangel, und das ohne Jagd oder Bei√üerei. Am n√§chsten Morgen waren dann alle, nach der recht aufregenden Nacht, gemeinsam kuschelnd im H√§uschen zum Schlafen verschwunden. Und alles war gut :-)

Bei meinen √§lteren und teils recht dominanten Chinchilla Weibchen war es leider nicht immer so einfach und wie schon erw√§hnt sind hier auch die ersten Versuche kl√§glich gescheitert. Deswegen bin ich bei den sp√§teren Vergesellschaftungen, die auch erfolgreich verliefen, dazu √ľbergegangen die M√§dels auch noch die n√§chsten Tage auf einen relativ kleinen Raum zu halten. Daf√ľr habe ich sie nach div. Autofahrten zun√§chst noch in der Transport-Box belassen und sie dann zum Abend hin in die eine H√§lfte eines von mir umgebauten Doppel-Z√ľchterk√§fig umquartiert. Eine H√§lfte des Z√ľchterk√§figs entspricht ca. 30x50x30cm. Ein Hamsterk√§fig oder ein kleinere Kaninchenk√§fig sind auch geeignet. Aber bitte darauf achten, dass die Chins eventuell vorhandene Plastikteile nicht benagen k√∂nnen.

Sp√§ter bekamen meine S√ľ√üen dann Futter (verteilt auf mind. zwei N√§pfe), Heu und nat√ľrlich ihre geliebten Leckerchen. In dieser ja noch relativ kleinen K√§figh√§lfte mussten sie dann die erste Nacht ohne H√§uschen oder sonstigen Versteckm√∂glichkeiten neben meinem Bett verbringen. Auch ein Sandbad habe ich ihnen nur kurzfristig zur Verf√ľgung gestellt. War die Nacht gut, bzw. ohne gr√∂√üere Zwischenf√§lle verlaufen, bekamen sie am n√§chsten Morgen ihr H√§uschen. In der Regel sind dann auch alle gemeinsam darin verschwunden. Verliefen die ersten Stunden des zweiten Abends auch wieder ruhig, habe ich die andere H√§lfte des K√§figs ge√∂ffnet. Das H√§uschen sowie das Sandbad blieben im K√§fig, und die kommende Nacht habe ich wieder mit einem Ohr am K√§fig verbracht. In dieser Zeit kann es nat√ľrlich immer wieder zu kleinen Rangeleien und gegenseitigen Pipiduschen kommen. Das ist aber vollkommen normal und geh√∂rt dazu, denn irgendwie m√ľssen die Chins ja ihre Rangordnung, die durch das neue Chinchilla durcheinander geraten ist, wieder neu untereinander ausmachen. Solange sie sich dabei nicht bei√üen, sollte man auch nicht eingreifen und sie gew√§hren lassen. Kommt es aber, trotz aller Vorsichtsma√ünahmen, zu einer ernsthaften Keilerei mit Bissattacken, muss man sofort eingreifen und die Chins wieder trennen!!

In dem Z√ľchterk√§fig mussten meine M√§dels in der Regel nochmals ein paar Tage, sp√§testens bis zum n√§chsten Wochenende ‚Äěausharren‚Äú. Kam es in den ersten N√§chten zu ernsten Auseinandersetzungen, habe ich je nach Ursache etwas an dem K√§fig ge√§ndert. Entweder wurde das H√§uschen von mir wieder entfernt, wenn es von einem Chin (sei es auch nur aus Angst) zu extrem verteidigt wurde oder der K√§fig wieder verkleinert, wenn es doch zu kleineren Jagd-Eskapaden kam. Meistens waren sich meine Damen auf dem recht kleinen Raum aber innerhalb der ersten 2 N√§chten in ihrer Rangfolge einig. Dabei kam es zum Gl√ľck niemals zu Bei√üattacken, eskalierenden Jagd‚ÄďSzenen oder bedrohlichen Auseinandersetzungen. Trotzdem durften die Chinchilla-M√§dels danach noch nicht in ihren endg√ľltigen K√§fig einziehen, sondern zun√§chst nur in einen gr√∂√üeren von ca. 80x100x50cm umziehen. Dieser K√§fig war komplett ausgestattet, mit mehreren Versteckm√∂glichkeiten, Sandbad, gro√üem Schlafh√§uschen, mehreren Etagen usw. Auch dieser K√§fig stand die ersten N√§chte im Schlafzimmer, so dass ich es jederzeit mitbekommen konnte, falls sich etwas zusammenbraute.

Nachdem meine Chinchilla-M√§dchen diesen Ausweichk√§fig nach einer weiteren Wochen friedlich bewohnt hatten, durften sie in ihren endg√ľltigen, von mir komplett gereinigten und umgebauten, K√§fig umziehen und bekamen ein paar Tage sp√§ter ihren ersten gemeinsamen Auslauf.

Das Zusammenleben der √§lteren Chin-Generation (heutiges Durchschnittsalter: 9,5 Jahre) klappt bis heute genau so wunderbar und problemlos wie das Zusammenleben meiner j√ľngeren Chin‚ÄďM√§dchen (heutiges Durchschnittsalter: 4 Jahre).

Anke und die 8 Chinchilla- Mädels
w√ľnsche Euch viel Gl√ľck bei der Vergesellschaftung!!

Casimir und Carlo
Wir konnten es einfach nicht mehr länger anschauen, wie sich unser Casimir immer enger an uns angeschmiegt hat. Wir haben gehandelt und sind nach Erfurt ins Tierheim gefahren. Da hockten sie nun alle samt. Aus einer Zwangsbeschlagnahmung. Sie wurden zu neunt in einem Käfig mit den Maßen 90x90x170cm bxtxh eingepfärcht, ohne Freigang und Abenteuer. Animalhording wurde diagnostiziert. Muss ein sehr schrecklicher Anblick gewesen sein, als der Tierschutz dort hin kam. Zwei Chins waren in einem sehr schlechten Zustand, da durch die Enge und den Dreck kein Aggressionsabbau möglich war. Der Alfabock der Männerbande hat sich dann einfach an den anderen ausgelassen und sie schwer verletzt.

Das Tierheim behandelt nun die Wunden und f√ľr die Seelen finden sich hoffentlich auch f√ľr die anderen bald die passenden Halter.

Wir haben sie uns nun so angschaut (haben extra einen Termin am Abend gemacht, um die Ruhe nicht zu st√∂ren), als ich an meiner Hand pl√∂tzlich eine kleine Pfote sp√ľrte. Carlo (zu derzeit noch ohne Namen) hat mich angeschaut, als ob er sagen wollte: "Nehmt mich mit!". Wir haben uns dann noch dar√ľber informiert, wie die tier√§rztliche Versorgung schon gew√§hrleistet ist, um eventuelle Parasiten und Kranheiten auszuschlie√üen. Die Frau vom Tierheim hat uns dann alle Unterlagen gebracht, damit wir diese einsehen konnten. Sie f√ľhren vorbildlich Buch √ľber alle Aktivit√§ten.

Als wir w√§hrend der ganzen Zeit den Kleinen beobachteten, so merkten wir, das er ein sehr ruhiger und sch√ľchterner Chinchilla ist den anderen gegen√ľber, da viel die Wahl nicht mehr schwer. Nach 4 Stunden wussten wir, der soll es sein. Als ich ihn aus dem K√§fig nehmen wollte, kam er mir wieder entgegen und kletterte langsam und behutsam auf meine Hand und ging von allein in die Transportbox. Wir haben uns alle erstaunt angschaut und waren gl√ľcklich, dass alles so stressfrei f√ľr alle abgelaufen ist. Gegen eine Schutzgeb√ľhr bekamen wir einen Vertrag.

Die Fahrt √ľber war alles in Ordnung, der Atem war langsam und er schaute ab und zu gespannt zu mir auf. Ich war so happy!!! Zu Hause angekommen, setzten wir den Kleinen ersteinmal in einen separaten K√§fig, damit er sich aklimatisieren konnte.

Am n√§chsten Tag ging es zum Tierarzt, Kotprobe und Untersuchung. Nach 3Tagen Nachricht von der Parasitologie: alles negativ ( keine Parasiten und Krankheiten) Puhh, nun war es geschafft, wir konnten die beiden nun zusammenbringen. Wir haben erst den nun auf Carlo getauften raus gelassen und dann unseren dicken Casimir dazu. Es klappte wie am Schn√ľrrchen kein Raufen, kein Meckern und kein Zanken. Lag bestimmt daran, dass Casimir Sehnsucht nach einem neuen Mitbewohner hatte und auch sonst immer der Rangniedrigere war. Carlo kannte es ja auch nicht anders, er war auch nach Rangordung eher zur√ľckhaltener und unterlegener. Nach etwa 3 Stunden ohne Zoff hatte ich dann auch den gro√üen K√§fig gr√ľndlich gereinigt und umgestaltet ( damit Casimir keine Vorteile hatte ). Nun setzten wir die beiden in den K√§fig und hofften, dass alles weiter so verl√§uft. Und so war es dann auch, Carlo hat sich als Erster √ľber die Leckerlies her gemacht, die wir im K√§fig als Ablenkung platziert hatten. Casimir war etwas verdutzt, dass alles ganz anders aussah als bisher. Nach einer halben Stunde hat Casimir zweimal versucht Carlo zu besteigen und dann war alles gekl√§rt. Po an Po haben sie dann weiter die Leckerlies genascht.

Die ersten N√§chte waren f√ľr mich etwas anstrengend, ich habe mit Isomatte und Schlafsack vorm K√§fig gelegen und bei jedem Ger√§usch sind mir die Augen aufgeflogen und ich war putzmunter. Aber das ist gl√ľcklicherweise vorbei. Carlo hat sich gut eingelebt und mein Freund hat mich wieder als menschliche W√§rmflasche.
Marianne