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Leserbriefe - Ernährung

LESERFRAGEN ZUM THEMA

Kann ich meinen Chinchillas Nüsse geben? Ich meine, sie sind ja sehr fetthaltig.
Die Schalen sind ja gerade das schlimmste an der ganzen Erdnuss, genau dort befinden sich die meisten Schimmelpilzsporen. Wenn schon unbedingt Erdnuss, dann BITTE wenigstens OHNE Schale. Und mittlerweile gibt es schon salzlose geröstete, die sind harmlos.

Kürbiskerne kann man in Maßen geben, soll bei älteren Böckchen sogar Prostataproblemen (können die wie Menschen auch bekommen)  vorbeugen. Dann aber bitte mit Schale, denn da stecken die meisten Mineral- und Ballaststoffe drin.
Pistazien sind nach Erdnüssen die zweitbesten Schimmelpilzlieferanten.
Cashew- und Walnüsse kann man auch bedenkenlos geben, eben nicht täglich. Man muss bei den Walnüssen darauf achten, dass die Nüsse ungebleicht sind (die gebleichten sind heller).
Angi

Und zwar bin ich im Moment nicht so ganz mit dem Heu einverstanden, was man jetzt kaufen kann. Irgendwie riecht es muffig und Eike und Ganja fressen nur ganz wenig davon. Nun hat mir meine Nachbarin angeboten Heu (erster Schnitt) vom Bauern mitzubringen. Kann ich das meinen Mäusen bedenkenlos geben? Ich habe ein bisschen Angst, dass da vielleicht was giftiges an Pflanzen zwischen ist. Worauf  muss ich achten?
Solange es Heu und nicht Öhmd ist (also wirklich erster Schnitt), kannst du es  bedenkenlos füttern. Deutlich unterscheiden kannst du Heu und Öhmd an Farbe und Geruch. Heu ist gelblich und duftet schwach nach Heu, riecht frisch. Öhmd ist grünlich und riecht sehr intensiv. Im Öhmd können sich giftige Herbstzeitlose befinden. Die Wiese sollte nicht gerade am Waldrand liegen, da hier im Schatten manchmal giftige Farne wachsen, die dann im Heu sind. Das muffige Heu solltest du auf jeden Fall sofort wegschmeißen, denn das muffige ist ein Zeichen für Schimmel. Davon werden deine Chinchis krank, können sogar dran eingehen.
Angi

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass mein Chinchilla zu wenig säuft. Zuerst dachte ich, die Wasserflasche wäre daran schuld, dass vielleicht zu wenig Wasser rauskommt. Deshalb habe ich ihm ein Schälchen Wasser direkt in den Käfig gestellt, doch auch da säuft er nicht. Nun ist meine Frage, ist das normal, brauchen Chinchillas wenig Wasser und wenn nicht wie viel verbrauchen sie so in etwa?
Der Wasserbedarf eines Chinchillas ist unheimlich unterschiedlich hoch.  Im Durchschnitt trinken sie innerhalb von 24 Stunden bis zu 25ml. Manche trinken über Nacht eine Hamsterflasche leer (mein Teddy), manchen würde sie rein theoretisch Tage reichen, wenn man sie nicht täglich mit Wasser neu wechselt (mein Bengee). Dann ist noch sehr wichtig, ob Dein Chinchilla mal ein Stück frischen Apfel bekommt, ist nämlich auch ein Grund, weniger Wasser zu  trinken.

Wichtig ist aber, dass Du regelmäßig den Kot kontrollierst. So erkennst Du  leicht, ob Dein Chinchilla an Verstopfung leidet. Wenn alles ok ist, er sich  wohl fühlt, fleißig seine Pellets und viel Heu frisst und trotzdem wenig trinkt, hast Du ein Tier, was keinen großen Wasserbedarf hat. Trotzdem solltest Du ihm  für alle Fälle immer ausreichend frisch Wasser zur Verfügung stellen. Wichtig ist auch, dass Du überwachst, ob Dein Chinchilla in etwa immer gleichviel trinkt. Tut er dies und ist es noch so wenig, ist es auch  normal.
KerstinK

Ich hatte meinen Chins vor einiger Zeit mal Salzlecksteine gekauft und nachdem sie in den Käfigen hingen haben sich die Mäuse wie verrückt darauf gestürzt und wollten sie regelrecht zernagen. Anschließend haben sie ziemlich viel getrunken. Weil ich mir unsicher war, ob so viel Salz noch gesund ist, habe ich sie wieder entfernt. Jetzt weiß ich nicht, ob sie sich da so drauf gestürzt haben, weil es neu war oder ob sie das Salz wirklich so dringend brauchen. Weiß jemand, ob Chins überhaupt zusätzliche Salzsteine benötigen? Und wenn ja, in welcher Mengen?
Ich biete meinen Tieren Kalk- und Salzsteine an. Früher hab ich auch nur Kalksteine im Käfig gehabt, hab dann aber bei meiner TA einen Salzstein im Käfig entdeckt und sie meint, dass man ruhig beides anbieten soll, die Tiere holen sich schon das, was sie brauchen. Auf den ersten Salzstein haben sich meine Mäuse auch richtiggehend gestürzt, der war nach ein paar Wochen schon weg. Doch das hat sich schnell gelegt, jetzt wird ab und zu dran geleckt und die Steine  halten ca. 3 - 6 Monate je nach Salzbedarf der Käfigbewohner eben. Häng also den Stein ruhig wieder rein, ob Deine Mäuse so wild drauf sind, weil es neu ist, oder ob sie es wirklich brauchen, weiß ich nicht. Aber schaden tuts nicht, auch wenn sie wirklich vor lauter Begeisterung kurzfristig zu viel abnagen. Das gibt sich. Und Salz macht natürlich Durst - klar - aber mehr Trinken schadet ja auch nicht.
Angi

Ich habe gehört, dass Chinchillas nur die jungen Brennnesselblätter und -stiele fressen dürfen, weil die Brennnesseln “Stacheln” haben, die die Chindärme verletzen können. Aber Disteln haben doch viel stärkere “Stacheln”?
Es sind ja keine Stacheln, die auf den Blättern der Brennessel sitzen, sondern Nesseln, also Brennhaare. Das ist ein Unterschied.

Junge Brennesseln haben noch keine Brennhaare, die sind daher auch für den menschen als Salat u.ä. geeignet. Und für die Chins getrocknet auch. Wenn die Brennessel älter wird, wachsen ihr die brennhaare, aber anfänglich sind die Haare fein und daher auch ungefährlich (im getrockneten Zustand natürlich - roh wollte ich sie nicht mehr essen müssen:-) ). Je älter die Brennessel wird, desto härter werden die Haare, bis sie schließlich richtig kratzig werden. Das reizt Magen und Darm und kann schlimmstensfalls den Darm sogar aufritzen. Die großen, alten Blätter sind daher nur noch für Tee geeignet, und desswegen sollte man (unter anderem) den Chins auch keine Kräuter in Teequalität füttern.

Das Gerücht, das sich hartnäckig hält, dass alte Brennesseln auch zu Nierenversagen führen können, stimmt übrigens nicht. Das kann jede Brennessel, denn daran ist das entwässernde Kalium schuld (ist in Blatt und Stil enthalten) und nicht die Brennhaare, bzw. deren Inhalt (Amasensäure, Histamin usw.).

Disteln dagegen haben richtige Stacheln, die werden einfach zerkaut und geschluckt. Da passiert nix mehr im Darm. Beim selbst sammeln muss man aber darauf achten, dass man wirklich Mariendisteln erwischt, und nicht etwa Acker- oder Kratzdisteln, die meistens auf den Feldern wächst und die der Landwirt mit 2,4-D-haltigem Pestizid zu bekämpfen versucht (ist schädlich für die Chins, selbst wenn nur Rückstände von der Vorjahresbehandlung im Boden sind). Sicherer ist es, Mariendisteln extra für die Chins anzupflanzen.
Angi